Band 
Erster Band. A - G.
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447
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Both

kouokes-äu-kkons

— LL7 —

Die Kommissionsgebühren find willkürlich, in-dem sie von 2 bis 8 und bisweilen (6el croäore mit einge-schlossen) bis 7>/2 Proc. wechseln; bei kleinen Rechnungenund auf westindische Güter werden in der Regel 8 Procentangesetzt. Der gewöhnliche Ansatz ist 2>/2 Proc., jedochherrscht eine solche Conkurrenz, daß sich zur Abschlicßung vonGeschäften Kommissionäre finden, die sich jede Bedingunggefallen lassen. Bisweilen werden ganze Ladungen durchMäkler in der Art verkauft, daß sie stakt der Kommissions-gebühren eine bestimmte Summe erhalten.

Münzen. In Massachusetts und durch ganz New-England gilt der Dollar 6 s>>., so daß das Pfd. St. — II..6 sb. 8 ä. bostoner Curant. (S. New-York).

Both, ein Maaß für spanische Weine. InDan zigist es — >/. Last oder >/- Faß oder 2 Oxhoft oder 36» berl.Quart---20,780'/. franz. Kubikzoll. — In Hamburghält das Both Sekt 12» bis 13» Stäbchen ---- 21,900bis 23,728 franz. Kubikzoll --- 6 Eimer 13 bis 14 Quartpreußisch. Ein Both Malvasier-Wein ist — 11» Stüb-chen oder 3>/2 Ahm --- 28,33» franz. Kubikzoll --- 7 Eimer13>/. Quart preuß. — In Riga das Both spanischenSekt 12 Anker oder 60 Viertel, -- 21,960 franz. Kubik-zoll, — «Eimer 14 Quart preuß. — In Malaga dasBoth (Bota) 30 Arobas, — 23,820 franz. Kubikzoll oder— 6 Eimer 43-/, Quart preuß.

Botschka, SarokowajaBotschka, Faß, ein rus-sisches Getreidemaaß.

Botta, Faß, ein Weinmaaß in Italien und Spanien,a» den meisten Orten verschieden.

Botzen, volnano, Hauptstadt der gefürstetcn Graf-schaft Tyrol, am Einfluß der Talfer in die Eisach, mit10,000 Einw., bedeutenden Seidenmanufakturen, Schön-färbereien, Gerbereien, einer Wachslichtfabrik und ansehn-lichem Weinbau in der Umgegend. Es ist der Hauptmitkel-platz für den Handel zwischen Deutschland und Italien.

Botzen hat ein Merkantil- und Wechselgericht.

Wechselwesen, Messen. Botzen rechnet, wieganz Tyrol und Oesterreich, nach Gulden zu 60Kreuzern a 4 Pfenn.; doch ist der gewöhnliche Iahlwerthder 24 Guldenfuß und im Wechselwesen richtet man sichnach dem 20 Guldcnfuß.

Die vornehmlich in den hiesigen Messen eingeführtenWechselarten sind folgende:

Botzen giebt in Meßvaluta nach dem 20 Gulden-fuße, Wcchselzahlung genannt, und wechselt:

auf: Curs

Erklärun

g-

Amsterdam

Augsburg

Bologna

Frankfurt a/M.

Hamburg

Leipzig

^204

- 99

- 46 '/»

- 99 -/»

Fl. hies.W.I. für23»Fl.holl.Ct.Fl. hies. W. Z. für 100 Fl. augs-burger Ct.

Bolognini, Bajocchi für 1 Fl.hies. W. Z.

Fl- hies. W. Z. für 100 Fl. frank-furter W. G.

- 2171/2 Fl. hies. W. A. für 300 Mk. Ham-

burger Banco.

- 440 Fl. hies. W. A. für 10» LHIr. leip-

ziger W. Z.

auf:

Curs.

Erklärung.

Livorno

Z^108'/2

Kr. hies. W. Z. für 1 llorra 6aotto lle-äi.

London

- 1»

-l- 10 Fl. 10 Kr. hies. W. A. für1 Pfd. Sterl.

Nürnberg

- 99-/.

Fl. hies. W. Z. für 100 Fl. in 10-und 20-Kreuzern.

Rom

- 48

röm. Scudi für 100 Fl. hies. W. Z.

St.-Gallen

- 09

Fl. im 24 Fl.-Fuß für 100 Fl. inEarolin a 11 Fl.

Venedig

-100

Fl. hies. W. Z. für 300 I.ire au-striaee.

Wien

-10»

Fl. hies. W. I. für 100 Fl. in 10-und 20-Kr.

Es werden in Botzen jährlich 4Meffen gehalten, wovonjede 13 Tage währt, sie sind 1) die Pier» <li Ouadrogo^maoder der Mitfastcn-Markt; 2) kiera 6i Lorpus Oomini oderFrohnleichnams-Messe. 3)kiora 6'Lxiäw oder Bartholomäi-Markt und 4) kwra 6i 8t. 4n6rea oder Andreas-Markt.Die drei erstgenannten beginnen am ersten Werktag nachdem Sonntag Oculi, nach dem Frohnleichnamstage undnach Maria Geburt, die vierte aber am 1. December, wennes kein Sonntag ist. Vom 6. bis 12. Tage der Meßzeitwird acceptirt und vom 13. Tage bis zu Ende der Meßzeitwird rescontrirt (abgerechnet). Zur Baarzahlung hat mannoch 2 Tage (also 2 Respekttage), bei deren Ablauf man,bei Mangel an Zahlung, Protest erheben lassen muß.

Es ist bei Strafe von 200 Thalern untersagt, endos-sirte Wechselbriese, die hier zahlbar sind, zu acceptiren oderzu bezahlen, wenn sie nicht auf einen hiesigen Kauf- undGeschäftsmann gestellt sind. Derjenige also, welcher Wech-selbriefe auf Botzen nehmen will, muß solche an die Ordreseines hiesigen Correspondenten stellen lassen. — Rücksicht-lich des Wcchselaccepts gilt die botzener Marktordnung vom23. März 1792, und überhaupt das österreichische Handels-und Wechselrecht, daneben auch nach dem Decret vom28. Dec. 1816 der lloäice äi commercio äi terra e äi maro äolregiw ä'Ilalia.

Maaße.

Die b 0 tzener Elle — 330,3 paris. Linien, 10» botz.Ellen — 101,418 wien. Ellen, — 98,268 tyrolcr Ellen. —Die Brazze --- 243,7 paris. Linien; 100 Brazzen —70,383 wiener Ellen.

Selreidemaaß. Der botzener Star — 1900,6 franz.Kubikzoll. 100 botz. Star -- 68,896 berl. Scheffel.

Seiränkmaaß. Der Yüren oder Uercn — 1 wienerEimer; derZiment 1 wiener Seidel.

oelmaaß. Der Muth wiegt ohngefähr 103-/, wienerPsd., und ohngefähr 881/7 Kilogramm.

Handelsgewichl. Der Saum hat'4 Ccntner ü 100Pfd.; das Pfund wiegt 10426 holl. As, ---- 301,1073Gramm; 100 botz. Pfd. — 89,482 wiener Pfd.

Als Gold-undöilbergenucht dient die wiener Mark.

franz. voucaut, große Fässer zumEinpacken von Kaffee, Gewürznelken, Muskatnüssen rc.

ist das Departementder Rhone-Mündungen im südöstl. Frankreich, auf der Küste