Krsälorö
Branntwein
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von Seiten des Verkäufers, der andere von Seiten desKäufers.
, Stadt im West-Riding der GrafschaftBork in England, mit 44,000 Einw., Steinkohlengruben,Wollspinnereien und beträchtl. Wollzeugfabriken.
Stadt in Portugal, Pro». Tras-os-Montes, mit 4000 Ew., Seidenwebereien.
Brailow, Stadt in der Wallachei, links an der Do-nau, mit einem Flußhafen, 6000 Ew., ansehnlichem Handelin Getreide, Wolle, Vieh rc.
Flecken in Belgien, Prov.Süd-Brabant, bei Rivelles, mit 4302 Ew., Siamoisen- u.Baumwollweberei, Blumenfabrik, Spitzengarnspinnereien.
Brand, Bergstadt in Sachsen, Amt Freiberg, mit2374 Ew., ansehnl. Bergbau.
Brande, ein Flüssigkeitsmaaß im schweizer Kanton u.preuß. Fürstenthum Neufchatel.
Brandenburg , Kreisstadt des Kreises West-Havel-land in Preußen, Regierungsbz. Potsdam, an der Havel,mit 16,000 Einw., Luch-, Leinwand- und Seidenwebereien.
Brandenburger Thaler, heißen die alten, nachdem leipziger oder 18-Guldenfuße von 1660 bis 1730 aus-geprägten, preußischen Thaler, wovon namentlich brandcn-burger Speciesthaler (9,139 Stück auf die kölnische Markfein Silber) existiren; von gleichem Schlage gab es Gulden(oder halbe Species), halbe und Viertel-Gulden. Gegen-wärtig kommen diese Sorten nur noch in Kabinetten vor.
Branntwein, franz. Lou-äe-vio; engl. vrorich-;ital. 4gua vito, heißt das bekannte aus Weingeist (Alkohol)und Wasser bestehende Getränk, welches man durch Destil-lation von Flüssigkeiten erhält, die man in die Weingäh-rung versetzt hat. Man kann aus Wein, Meth, Cider,Bier und anderen gegohrnen Flüssigkeiten Branntwein ge-winnen. Man nimmt dieselben aber nur selten, da sie ver-hältnismäßig eine zu geringe Menge liefern. Aus Weinbereitet man nur da, wo er in Menge und zu ganz niedri-gen Preisen zu haben ist, Branntwein. Am häufigstenfabricirt man den Branntwein aus den Getreidearten undKartoffeln, indem man das darin enthaltene Stärkmehl inZucker verwandelt und diesen in Gährung setzt. Die Ge-winnung aus Wein erfordert nur eine Destillation, woge-gen die Branntweinbrennerei aus Getreide und Kartoffelneiner von der Bereitung aus Wein abweichenden Behand-lung bedarf, um das Stärkmehl in Zucker umzuwandeln.Nach dieser chemischen Verschiedenheit der zu verarbeiten-den Flüssigkeiten unterscheidet man dieselben in zwei Arten,nämlich in zuckerhaltige und stärkemehlhaltige.
1) Branntwein aus Getreide.
Man kann aus mehreren Gelreidearten Branntweinbereiten. Das Verhältniß ihrer Ausbeute hängt von ihremGehalt an Stärkemehl und ihrer geringen Menge vonunkrystallisirbarem Zucker ab, und durchschnittlich geben100 Pfd. Stärke 40 Quart Branntwein von 80 Proc.Tralles.
Es liefern ein Scheffel der verschiedenen GetreideartenBranntwein nach Procent:
100 Pfd. von 80"/oIr. wiegt von 80 Ir. 1 Pfd.
Quart.
Pfd.
Quart.
Weizen
24 — 23
83
19.2 — 20.
12.-12.8"/,
Roggen
22—24
80
17.6 — 19.2
11 —12 "/,
Gerste
20 — 23
69
13.8 — 13.8
10 —11.8°/,
Gerstenmalz 28"/,
6»-Vo-
17.48
14.37
Kartoffeln
8
100
8.0
4.0
Es ist Regel, nie aus einer Getreideart allein Brannr-wein zu brennen; die Ausbeute ist erfahrungsmäßig größer,wenn man verschiedene vermischt einmaischt, als Roggenmit Gerste, Roggen mit Weizen, Weizen mit Gerste rc.Die Branntwcinbereitung geschieht nicht in allen Ländernauf dieselbe Weise, und ist nun ohngefähr folgende.
Das Getreide wird in einer Bütte so oft abgespühlt,daß das Wasser klar durch den Zapfen unten am Boden desGefäßes abläuft, hierauf bringt man es in eigene hölzerneoder steinerne Malzbutten (Quell- oder Weich-bottiche) und weicht es so lange ein, bis die Spitzen beimDruck zwischen den Fingern gespaltet werden; dies dauertgewöhnlich 40 bis 48 Stunden. Nun schüttet man es2 Fuß hoch auf luftige steinerne Böden, wo man es lang-sam keimen, aber ja nicht zu Blättchen auswachsen läßt.Nach dem ersten Aufschütten erwärmt sich das Getreide stweit, daß ein in den Haufen gestecktes Thermometer 24 oder28 Grad R. zeigt, alsdann wird es umgewendet, damitdie obern Körner unten hin kamen, und so fort, bis derKeim 4 bis 3 Linien lang geworden ist. Das Getreidehat jetzt seine mehlartige Beschaffenheit verloren und einenzuckerartigen Geschmack bekommen. In diesem Zustandewird es Malz genannt. Um aber das fernere Wachsen desKeims aufzuhalten, wird es völlig getrocknet oder ge-dörrt, ohne daß es jedoch braun wird, weil davon derBranntwein einen unangenehmen, brenzelichen Geschmackerhält. Das gedörrte Malz wird hierauf so klein wie mög-lich gesch roten und dann ein gemaischt, was in gro-ßen Bottichen (Maischbutten) geschieht. In eine Maisch-butte thut man auf 110 Pfund Schrot ohngefähr 130 PfundWasser von 30" R. und rührt es damit zu einem Teige zu-sammen. Ist dies Einteigen ordentlich geschehen, sonimmt man zum An maischen noch 230 Pfund Wasservon 80" R. (also siedendes) und endlich zum sogenanntenStellen noch 300 Pfd. von 13" R. mit 6 Pfd. guterOberhefe.
Uebrigens werden nicht alle Getreidearten gemalzt.Gerste wird entweder zum Theil, aber auch ganz als ge-malzt, oder auch zu gewöhnlichem Mehl gemahlen verar-beitet; Roggen und die übrigen Getreidearten werden da-gegen nicht gemalzt, sondern nur mit einer bestimmtenMenge Gerstenmalz eingemaischt. Werden indessen alleGetreidearten gemalzt verarbeitet, so wird die Maische oderWürze klarer, als aus der Mischung von Malz und unge-malztem Getreide.
Das Stellen geschieht in dem eichnen Maischbottich,der dabei zugedeckt wird. Man läßt die Temperatur derFlüssigkeit nicht über 14 und nicht unter 8" R. betragen.Schon nach einigen Stunden beginnt dann die Gährung;nach 24 bis 30 Stunden ist sie beendigt. Mit zischendemGeräusch entweicht bei'm Gähren das kohlensaure Gas alsBläschen und reißt dabei die Fruchthülsen und dergl. mit