Bremen
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Bremen
sich auf die Niederlande, Frankreich, Spanien, Schweden rc.Im Jahr 1836 liefen ein 1179, 1837: 1753, 1838: 1763Schiffe, 1845: 367 überseeische und 2365 europäischeSchiffe. Bremen selbst besaß im I. 1834: 136 meist neueSchiffe von 16,309 Lasten, und außerdem für die Strom-fahrt 100 Fahrzeuge; im I. 1840: 198 Schiffe von 27,028Last, und 1843 überhaupt 313 Schiffe von 34,300 Last, undbeschäftigt auch über 100 oldenburg. und hannöv. Schiffe.
Merkwürdig sind in Bremen die Domkirche mit demBleikeller, die Liebfrauenkirche, Ansgariuskirche, das Rath-haus, der Schütting, die Börse, die Münze, das Handels-und Wechselgericht, die Disconto-Kasse, das Museum mitder Bibliothek und naturhistor. Sammlungen, das Gym-nasium, die Hauptschule mit derHandlungsschule, die Schiff-fahrtsschule, das Taubstummen-Jnstitut, das Schullehrer-Seminar, mehrere Zuckerrafsinerien, Fabriken für chemischeProdukte, Cigarren, Segeltuch, Leder, Seife, Thransiederei.Der Handel dieser Stadt ist durch den Unternehmungsgeistund die Tüchtigkeit des bremer Handelsstandes für den über-seeischen Absatz aus Deutschland so wie überhaupt für dendeutschen auswärtigen Verkehr sehr wichtig, obschon ihrevon der Küste entfernte Lage nicht günstig ist, und sie außer-dem bis jetzt landwärts noch jede Verbindung durch Eisen-bahnen entbehrt. Für den Verkehr zur See sind der Hafen-ort Vegesack, und Bremerhaven auf einem 1827 vonHannover Landstück von 350 Morgen, rechts an der Weser-Mündung, 53° 32' 33" n. Br. 6° 14' 41" ö. L. Bre-merhafen hatte 1842schon: 2380 Ew., obgleich der Hafenerst 1830 dem Verkehr geöffnet worden ist. Der Schiffbauist auf den hiesigen Schiffswerften bedeutend.
Münzen und liechnmigsmeise.
Bremen rechnet nach Rcichsthalern zu 72 Groten d 3Schwären in Gold (Pistolen zu 3 Thaler). Der Zahl-werth besteht überhaupt in Friedrichsd'or oder andern gold-nen Fünfthalerstücken. Das hier geprägte Silbergeld, fürden kleinen Verkehr, besteht größtentheils aus Groten,nach dem Conventions- oder 20 Guldensuße geprägt, wo-von also 13>/z Thaler auf 1 köln. Mark fein Silber gehen.
Früher rechnete man nach derBremer-Markzu32,der Kopfstücke zu 12, der Dütgen zu 4'/,, der Flin-riche zu 4 und der Schillinge zu 1'/- Grot. Von al-len kommen Schillinge noch am meisten vor. Unter derMark versteht man jetzt die Drittel-Thalerstücke ->24 Grot.
Wirkliche Stadtmünzen waren früher
inGold: Ducaten, die von 1640 bis 1746, gesetzlich nachdem deutschen Reichsfuß geprägt, zu 2-/, Thlr., mit 3 bis 3Proc. Aufgeld, im Umlauf waren. Bis 1649 wurden auchGoldguldennachdem rheinischen Fuß geprägt;
in Silber: ganze und halbe Speciesthaler, zu1'/» und 2 /z Thlr. oder 96 und 48Groten; Drittelstückezu 24 Grot, Kopfstücke zu 12 Grot, und Flinriche zu4 Grot.
Scheidemünze in Silber: Stücke zu >/?, 1, 2, 3und 6 Groten; in Kupfer zu 2l/z Schwären und 1Schwären.
In Bremen ist die Goldwährung gebräuchlich.Im Umlauf sind besonders braunschweigische, hannöversche,preußische, sächsische und dänische, doppelte,, einfache undhalbe Pistolen zu 10, 3 und 2'/-, Thlrn. Gold. Bei denzu leistenden Zahlungen macht man keinen Unterschied in denerwähnten Arten der Pistolen, wenn sie das Passir-Gewichthaben. Silbergeld, grobes und kleines, wird nur alsScheidemünze gebraucht, und es kann Niemand bei einemBetrag, der in Gold bezahlt werden kann, gezwungen wer-den, Silbergeld zu nehmen. Seit dem Jahr 1840 ist neuessogenanntes Silber-Curant in >/, Thalerstücken zu 36 Gro-ten im Feingehalt von 13 Loth 14 Grän; >/« Thalerstückezu 12 Groten im Feingehalt von 11 Loth 13 Grän; >/,2Thalerstücke zu 6 Groten von 11 Loth 18 Grän fein; I Grotzu 4 Loth 9 Grän fein geprägt worden.
Lues. Der Wechselverkehr Bremens ist zwar von demHamburgischen abhängig; dennoch werden die Curse ineigenthümlicher Weise in sogenannter Louisd'or-Währungoder Pistolen zu 8 Thalern notirt.
Curs-Zettel
Bremen wechselt auf:
^ Veränder-licher Curs.
Curserklärung.
Amsterdam kurze Sicht 2 Monate dato
Augsburg 2 Monate dato.
Berlin 2 Monate dato.
Breslau 2 Monate dato . . . . .
Frankfurt a/M. 2 Monate dato . . .Hamburg kurze Sicht 2 Monate dato .
Leipzig 2 Monate dato.
London 2 Monate dato . . . . .
Paris (Bordeaux) 2 Monate dato . .Wien 2 Monate dato ......
128 d127103-/,108>/2108V«
1032 /,
138 » 136-/108>/261317 '-/^103-/,
Thlr. in Pistolen zu 3 Thlr. für 230 Fl. holländ. Curant.
Thlr. augsburg. oderConv.-Cur. f.lOOTHlr. in Pistolen zu 3Lhlr.
^ Thlr. preuß. Cur. für 100 Thlr. in Pistolen zu 8 Thlr.
Thlr. frankfurt. Wechselg. für 100 Thlr. in Pistolen zu 3 Thlr.Thlr. in Pistolen zu 8 Thlr. für 300 Mark Hamburg. Banco.Thlr. im 14 Thalerfuß für 100 Thlr. in Pistolen zu 5 Thlr.Thlr. in Pistolen zu 8 Thlr. für 100 Pfund Sterling.
Grot in Pistolen zu 3 Thlr. für 1 Franken in Paris rc.
Thlr. Conv.-Cur.in 20-Krn. für 100 Thlr. in Pistolen zu 3 Thlr.
Curs der Gelds arten»Ducaten, holländische rc. . , . . .
Holländische Gulden ......
Reue-/-Stücke ........
Conventions-Curant.
Preußisch Curant.
Preußische Caffen-Anweisungen . . .
I.
37
104>/
107'/»
2 Thlr. 63 Grot in Pistolen zu 8Thlr. für 1 Stück Ducaten.(Diese Goldborte wird selten notirt und scheint zu fehlen).Grot in Pistolen zu 3 Thlr. für 1 holländ. Gulden.
Thlr. in Pistolen zu 8 Thlr. für 100 Thlr. in neuen-/-Stücken,das neue -/-Stück zu 48 Grot fest gerechnet.
108/', Thlr. Conv.-Cur. für 100 Thlr. Louisd'or ä 3 Thlr.Thlr. preuß. Cur. für 100 Thlr. in Pistolen zu 3 Thlr.ch; 107V«THIr. preuß. Cur. für 100 Thlr. in Pistolen zu 3 Thlr»
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