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Erster Band. A - G.
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Lressuiro

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Lrioue

oder L e i n w a n d - E l l e genannt, hat 2 Fuß, und ist daher

— 233,39 pariser Linien oder 0,57612 Meter; 100 breslauerEllen — 86,35 preußische oder berliner Ellen, — 101,9675leipziger Ellen, — 73,9376 wiener Ellen. — Gewöhnlichbedient man sich jetzt aber der großen oder berlinerElle.

13 hiesige Fuß — 1 alte breslauer Ruthe.

Das hiesige Garnmaaß ist die Haspel nach einerVerordnung von 1827 3,4554 preuß. oder 4 alte breslauerEllen; 20 solche Fäden machen ein Gebinde, 20 Gebinde

— 1 Zaspel, 3 Jaspeln — 1 Strähn, 4 Strähn — 1 Stück,60 Stück — 1 Schock.

/eldmaaß. Die Hufe hat 30 Morgen. Der schlesischeMorgen enthält 300 schlesische Quadrat-Ruthen oder67500 schlesische Quadrat-Fuß; 31 schlesische Morgen — 60preußische oder Magdeburger Morgen.

Die schlesische Lachter bei'm Bergbau, abgeschafft1816, —80 breslauer Zoll. — Die schlesische Meile —1500 breslauer Ruthen.

Selreioemaaß. Der Malter hat 12 Scheffel ü 4 Vier-tel ä 4 Wetzen a 4 Mäßel. Der Scheffel enthält 74,87Liter — 3774,594 pariser Kubikzoll, der Malter daher8,9844 Hectoliter.

/lüffigkeitsmaaß. Der E i m e r hat 20 Topf» 4 Quartö 4 Quartierlein. Das breslauer Quart enthält 0,69343Liter, 34,957 pariser Kubikzoll, — 0,69559 preuß. Quart;der Eimer also 55,4744 Liter, — 0,80743 preuß. Eimer.

— Die Tonne wird zu 200 bresl. Quart gerechnet.

Vrenrcholzmaaß. Der Stoß ist gesetzlich 10 schlesischeEllen breit und 3 schles. Ellen hoch; die schlesische Klafter---126 breslauer Kubik-Fuß.

Handelsgewicht. Der Centner hat 132 Pfund, oder5>/2 Stein L 24 Pfd. Das alte breslauerPfundhat32 Loth, und wiegt 405,338 franz. Gramm oder 8440,46holländ. As,-----0,86707 preuß. Pfd.

Verarbeitetes Silber ist im Feingehalt vonll^/zbis 12 Loth, und hat als Stempel das Haupt des Johannesauf der Schüssel.

Sold- undSilbergewicht ist das preußische.

Stückgüter. Das Zimmer Füchse bedeutet 12 einzelneStück, dasAimmer Zobel aber 20 Paar oder 40 Stück. —Der Decher hat 10 Stück. — Der Ballen — 10, derSaum — 22 Tücher oder Stücke zu 32 Ellen.

»ir«8«iilie> Hauptort des gleichnam. Arrond. inFrankreich, Dep. Deur-Sevres, mit 2683 Einw., Webereivon Wollzeugen, Flanell, Leinwand u. Taschentüchern.

große und feste Stadt, und Hauptort desgleichnam. Arrond. in Frankreich, Dep. Finistöre, nördlichan einer schönen Rhede im atlant. Ozean, mit einem Kriegs-hafen, dem schönsten und sichersten in Europa, worin 500Kriegsschiffe Raum haben, und der die Hauptstation für dieSeemacht Frankreichs im atlant. Ozean ist. Die Flut trittin 3 Stunden 43>/s Minuten ei». Die Stadt hat 48,225Einw., die Unter-Präfectur, ein Civil- und ein Handels-Lribunal, Schiffswerften, See-Tribunal, See-Artillerie-Schule, mehrere Assekuranzen, Sardellensifcherei, eine Fei-

lenfabrik, Tapisserie-Manufakturen, Gerbereien, Handel mitGetreide, Wein, Branntwein, Bier.

Bretagnes, der französische Name für eine Art Lein-wand, die ehedem nur in der französischen Provinz Bretagnegemacht wurde; sie verschaffte sich aber bald Eingang ausallen Märkten, und wird jetzt auch in England, Böhmen,Schlesien und der Lausitz sabricirt, doch behalten die franzö-sischen Bretagnes bis jetzt noch immer den Vorzug vor allenandern Sorten, und sind auch in der Regel um 20 Procenttheurer. Die Hauptmärkte sind St.-Quentin, Uzel, Pon-tivy, Ludeac und Moncontur im Nord-Departement, wohindie Waare von den Landleuten der Umgegend an die dorti-gen Leinwandhändler verkauft, alsdann dort gebleicht, zu-gerichtet, nach der Feinheit sortirt, und über Nantes, St.-Malo und Morlaix in bedeutender Menge nach Spanien,Amerika und den westindischen Inseln verschifft wird, woman sie zu Hemden, Tisch- und Betttüchern gebraucht. Dienachgemachten Bretagnes liefern Schlesien, Böhmen unddie Lausitz in großer Menge nach Hamburg, Bremen, Am-sterdam, Trieft rc. zum spanischen und amerikanischen Han-del. Ihres billigen Preises wegen sind sie gesucht. Dieenglischen Bretagnes sind geringer als die deutschen, undwerden in Südamerika um circa 25 Proc. wohlfeiler ver-kauft, haben jedoch das Uebergewicht auf den überseeischenMärkten gewonnen.

Uretviitl, 1) Stadt in Frankreich, Depart. Eure,Arrond. Evreux, mit 2153 Ew., einem Hochofen nebst Ei-sengießerei und Quincallerie-Werkstätten. — 2) Stadtebend., Dep. Oise, Arr. Clermont, mit 2399 Ew., beträcht-licher Schuhmacherei.

Hi «t«vtII«-8iir-L»lL«, Flecken in Frankreich,Depart. Calvados, Arrond. Falaise, mit 947 Einw., undstarker Gerberei.

, stark befestigte Hauptstadt des gleich-namigen Arrond. in Frankreich, Depart. Hauces-Alpes, amZusammenfluß der Guisanne und Claree, woraus die Du-rance entsteht, hat 4301 Einw., die Unter-Präfectur, einCivil-Lribunal, Anthrazit-Gruben, Handel mit Landespro-dukten, Medizin, und Färbereipflanzen rc.

Bricken, s. Neunaugen.

Hi lelxet«» li, s. Oorbaaoes.

Hi-iitilKeiintvi-, Stadt in England, GrafschaftSomerset, unweit der Mündung des Parret in die Bridge-water-Bai, mit einer steinernen und einer eisernen Brückeüber den Fluß, Hafen, Handel und 9000 Ew.

Briefe, s. Correspondenz.

Briefcopierbuch, s. Buch halten.

Brieg, Kreisstadt im Regierungsbezirk Breslau inPreußen, links an der Oder, mit 12,000 Ew., einem Obcr-Bcrgamt, Gymnasium, Tuch-, Leinwand- und Wollstrumpf-fabriken, Vieh- und Wollmärkten.

8t.-»i1«ii«, Hauptstadt des Depart. Cotes-du-Nord und Hauptort des gleichnam. Arrond., in einem Berg-kessel, unweit der Mündung des Gouet in den Ozean, mit12,484 Einw., der Präfectur, einem Bischofsitz, einem Civil-und einem Handels-Tribunal, Handelskammer, General-