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Brody
Iil-167
Handelsrath, einer hydrographischen Schule, Diseontokasseder Bank von Frankreich, Salzraffinerie, Leder-, Wollzeug-,Likör- und Mefferfabriken, Papiermühlen, Wachsbleichen rc.Der Haftn heißt beguü, ist leicht zugänglich, sicher und faßtSchiffe von 330 Tonnen. Hier werden Schiffe zur Fischereibei Neu-Foundland, zu Fahrten in die Südsee und nach denÄntillen gerüstet.
Stadt und Hauptort des gleichnam.Ärrond.im Depart. Moselle in Frankreich, mit 1938 Ew., vorzüg-licher Bierbrauerei, Baumwollspinnerei, Baumwollweberei,Färbereien, Gerbereien.
Brig, Brigantine, franz. llrixantm ; engl. llrig;HMnd. Lrigantijn ; ital. vrigantina, ein Schiff von der leich-testen zweimastigen Takelage, mit doppelt übersetzten Ma-sten, niedrigem Bord und einem Verdeck. Der Hintere Mast,welcher ein wenig nach hinten überhängt, heißt der große,der vordere, gerade stehende, der Fockmast. Beide sind mitRaasegeln versehen, außer denen das Fahrzeug noch ein be-sonderes, das Brig-Segel oder große Segel führt. DieBrigs dienen vorzüglich als Kauffahrteischiffe, doch giebt esauch Kriegs-Brigs. Dreimastige Brigs sind auf dem Mit-telmeere in Anwendung, diese haben Ruthen-Segel, 10 bis18 Ruderbänke an jeder Seite, und bilden eine Art kleinerGaleeren; ähnlicher Schiffe bedienen sich die Seeräuber derBerberei. — Brig-Cutter, ei» wie ein Cutter (der eng-lische Name für Schaluppe, vergl. den Artikel Boot.)gebautes Fahrzeug, welches aber die Takelage der Brigführt.
Hivtzrliltti» , Vriglitlivlmstono, Stadt in Eng-land, Grafschaft Suffex, in der großen Bucht zwischen derSelsea-Bill und Beachy-Head, durch eine Eisenbahn mitLondon verbunden, mit 42,000 Einw., Seebädern, Bier-brauereien, Steinkohlen- und Weinhandel, Eisengießereien,einigen Bankiersgeschäften, einem Leuchtthurm; zweimaligeDampfschifffahrt in der Woche nach Dieppe, und regelmäßigeHandelsschifffahrt von dem westlich liegenden nahen und mitder Stadt durch eine Eisenbahn verbundenen HandelshafenShoreham (mit einem Leuchtthurm) nach Honfleur, Havre,Caen tc.
, Stadt und Hauptort des gleichna-migen Arrondiffements in Frankreich, Depart. Bar, mit8818 Einw., Unter-Präfectur, einem Civil- und Han-dels-Tribunal, beträchtlicher und vorzüglicher Gerberei,Seidenspinnereien, Papierfabriken, Olivenölpreffen, vor-züglichen getrockneten Pflaumen (prunes-äo-Lrignoles) undHandel.damit.
Brillant, s. Diamant.
K^lstol, 1 ) Stadt in England, vom Avon, unweitdessen Mündung in den Severn, durchflosftn und so getheilt,daß der Stadttheil rechts am Fluß zur Grafsch. Glouccster,der links zur Grafschaft Somerset gehört, durch Eisenbah-nen mit London, Gloucester, Birmingham und Ereter, sowie durch den Kennet-Avon- und den Wilts-Berks-Kanalmit London und Oxford verbunden, mit 104,000 Einw.,einer Börse, Kaufmannshalle, Bazar, mehreren Bankge-schäften, Eisenhammern, Eisengießereien, Zuckersicdereien,Fabriken mathematischer Instrumente, Goldschmieden, Uhr-Macherei, chemischen Fabriken, beträchtlichem Handel mit
Eisen, Kolonialwaaren, Gewürzen, Leinwand, Seidenzeugen,Tuch, Wein, Sprit; Schiffswerften. Im Jahr 1832 besaßBristol 296 Schiffe von 46,367 Tonnen: im I. 1840 lie-fen 470 Schiffe von 99,443 Tonnen, im Jahr 1843: 746Schiffe von 122,111 Tonnen ein. Die Hafengelder sind sehrhoch und dem Seeverkehr nicht günstig. — 2) Hauptstadtder gleichnam. Grafschaft in Rhode-Jsland, auf der West-küste des Bristol-Neck und an der Ostseite der Bristol-Bai,mit 6000 Einw., Wallfischfang, Baumwollspinnerei,Handel.
Stadt und Hauptort des gleichn. Arrond.im Depart. Correze in Frankreich, mit 8821 Ew., Unter-Präfectur, einem Civil- und einem Handels-Tribunal,Wachsbleiche, BaümwollspiNnebei, Fayencefabrik, Handelmit Trüffeln, Trüffelpasteten, Nußöl, Kastanien, Wein.
Broc, Gelte, Flüssigkeitsmaaß im schweizer Kant.Waadt.
Brocat, ein schweres Seidenzeug mit eingewebtenGold- und Silberblumen.
Brochet, Stütze, Flüssigkeitsmaaß im schweizer K.Neufchatel.
Brody, freie Stadt im zloczower Kreise in Galizien,unweit der russischen Grenze, mit 22,000 Einw., davon19,000 Juden sind, einem Handels- und Wechsel-Gericht,unter dessen Beisitzern sich ein jüdischer befindet, und sehrbeträchtlichem Handel mit Rußland, der Moldau, Wallachei,Ukraine, Krim. Die Manufaktur-Waaren werden vonWien und Leipzig, die Kolonial-, Farbe- und Droguerie-Waaren von Breslau, Hamburg, aus Italien Seide, Glas-perlen , Korallen, aus Steiermark Sensen bezogen; ausRußland werden Rohprodukte, nämlich Wachs, Honig,Talg, Hanf, Wolle, rohe Häute, Roßhaare, Borsten, Ka-viar, Hausenblase, Bibergeil, Rauchwaaren, Juchten fürden Handel nach Deutschland eingeführt. Diese Einfuhrhat zugenommen, während die Ausfuhr nach Rußland ab-nahm. Diese betrug 1840 an 2,300,000 Fl. Conv.-Münze,1842: 1,102,131 Fl. Conv.-Münze, jene 1842: 1,414,039Fl. Conv.-Münze, 1844: 2,217,833 Fl. Conv.-Münze.Indessen läßt sich der Schleichhandel bei der Ausfuhr, so be-trächtlich derselbe auch ist, nicht berechnen. Für die leip-ziger Messen ist der Verkehr mit Brody von großemEinfluß. Vier Woche» »ach einer leipziger Messe, wodie Waaren aus Leipzig eintreffen, findet in Brodyeine Art Messe statt, zu der die russischen Kaufleuteihre Produkte zum Tausch gegen die leipziger Waarenbringen.
Münzen, Rechnung und Lues.
Gesetzmäßig rechnet Brody, wie ganz Oesterreich, nachGulden zu 60 Kreuzern ü 4 Pfennige, aber im gewöhnli-chen Verkehr rechnet man auch nach Thalern zu 6 pol-nischen Gulden ü 8 Sgr. — 30 polnischen Groschen,oder nach russischen Silber-Rubeln i> 100 Kopeken.Namentlich wird der Curs in Silber-Rubeln notirt, dahier vorzüglich russische Silber- und Goldmünzen cursiren;dabei rechnet man den Silber-Rubel zu 100 Kreuzern oder12/g Gulden CM., obscho» derselbe nur 92>/z Kreuzer oderiVw Fl. CM. werth ist. Brody's Wechselverkehr ist be-deutend.