Band 
Erster Band. A - G.
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472
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Bromberg

L72

Bronzirt

Curs-Zettel von Brody.

Brody wechselt auf:

Veränderlicher

Curs.

Curs-Erklärung.

Amsterdam i> 2 Monate <i»to ....

122

russische Silber-Rubel für 280 Fl. holländ. Curant.

Augsburg » 2 Monate ämo ....

3'/-

Proc. Aufgeld, oder 103-/2 S.-R". für 100 S.-R". in Augs-burg, indem man hierbei, als festes Verhältniß, 90 S.-R".mit 180 Fl. augsburg. Cur., oder was einerlei ist, denS.-R". zu 100 Kreuzer Conv.-Geld rechnet.

- oder auch ä 2 Monate «ist»

62i/,g

S.-R". für 100 Fl. Conv.-Cur. in Augsburg.

Berditschef kurze Sicht.

90

neue S.-R". in Brody für 100 neue S.-R". in Berditschef.

Breslau i> 2 Monate äato .....

88'/-

S.-R". für 100 Thlr. preuß. Cur.

Genua ä 73 Tage äalo..

20-/.

S.-Kopeken für 1 biranuuvo; sonst Zi 19-/, S.-Kopeken für1 Inra kuori kanco.

Hamburg ä 2 Monate äato ....

131

S.-R". für 300 Mark Hamburg. Banco.

Leipzig in die Messe. ..

90-/.

S.-R". für 100 Thlr. im 14 Thalerfuße; bis Ende 1840 aber:2-/2 Proc. Ausgeld, oder 102-/2 S.-R". für 100 S.-R".,bei dem festen Verhältniß von 90 S.-R". für 100 Thlr.leipziger Wechselgeld.

Livorno d 78 Tage äato .....

18-/.

S.-Kopeken für 1 toskan. Lira; oder Z7.19-/, S.-R. für 100toskan. Lire. Sonst und bis 1837: Z: 120-/, S.-Kopekenfür 1 Leern äa otto lienli.

London b 3 Monate äato .....

8. 73

-i- 3 S.-R". 73 Kopeken für 1 Pfund Sterling.

Moskau, Odessa, Petersburg kurze Sicht

99-/2

S.-R". baar für 100 S.-R". in genannten Plätzen.

Paris ä 3 Monate äst».

70-/2

S.-R". für 300 Franken.

Wien ä 2 Monate äato .....

3-/2

Procent Aufgeld, wie bei Augsburg. (Siehe hieroben.)

Curs der Geldsorten.

Holländische neue Ducaten. . . . .

283

S.-Kopeken für 1 holländ. neuen, vollwichtigen Ducaten.

Oesterr. und andere deutsche Ducaten .

284 b 281

S.-Kopeken für 1 österr. und andern deutschen Ducaten.

Conventions-20-Kreuzerstücke . . .

8 8 8

Proc. Aufgeld, dabei aber 100 Kopeken für 100 Conv.-Kreuzergerechnet.

Russische Banknoten.

3-/2

R°. in russ. Banknoten für 1 S.-R"., dabei auch wohl mit -/,» -// Proc. Gewinn oder Verlust.

Russische neue Silber-Rubel ....

V-

Proc. Aufgeld gegen alte S.-R".

Es gilt die galizische Wechsel-Ordnung vom 22. Juli1778. Es sind drei Respect-Tage gestattet, ausgenom-men bei Wechseln auf Sicht oder einige Tage nach Sicht,weil diese Frist nicht Halb-Uso oder 7 Tage ausmacht.Halb-Uso ist — 7 Tagen, der einfache Uso — 14 Lage».l'/rUso —21 Lagen, die Sonn- und Feiertage eingerechnet,Die Respect-Tage beginnen erst nach dem Verfalltage.Ist dieser ein Feiertag, so wird die Zahlung am nächstenWerktage geleistet. Unter der Hälfte eines Monats wirdstets der 13. des Monats verstanden. — Lrassirte Wechselsind ungiltig, wenn der Aussteller und Bezogene an einemOrt wohnen. Bei Conkursen kommen Wechsel und Buch-sorderungen in eine Klasse.

Die Maaße und Gewichte sind zwar bei den Behörden diegalizische»; aber die meisten Waaren werden nach rus-sischem Gewicht, und einige nach wiener und polni-schem Gewicht gewogen, z. B. Cochenille, Saffran, Vanillepr. wiener Pfd., Arsenik, Bleiweiß, Spießglanz, Zinnober,Häute pr. 100 wiener Pfd., Hanf, Honig, Wachs pr. Steinvon 36 polnischen Pfd. Man vergleicht 137-/2 ruff. Pfd.— 100 wiener Pfd.; 11 russische Pfo. — 8 wiener Pfd.;1 Pud oder 40 russ. Pfd. — 29-/,, wiener Pfd.; 1 Steinvon 36 poln. Pfd. — 265°/n wiener Pfd.

Brvmberg, Hauptstadt des gleichnam. Regierungs-bezirks in Preußen, Sitz der Regierung und des Ober-landsgerichts, an der Braa und dem Anfang des Netze- oderbromberger Kanals, wodurch die Braa mit der Netze, undso die Weichsel mit der Oder verbunden wird, mit 7300 E.,einem Gymnasium, Tuch-, Zeug- und Leineweberei, Schiff-

fahrt und Handel. Dieser Regierungsbezirk ist in Preußender an Gewerbbetrieb ärmste; nur das nächste Bedürfnißwird dadurch befriedigt, und von allen Gewerben ist dieLeine- und Tuchweberei, außerdem die Wollspinnerei undThcerbrennerei ansehnlich.

Bronze, ist eine Mischung aus Kupfer und Zinn,zuweilen noch mit etwas Zink und Blei, die härter als Ku-pfer allein ist, und schon im höchsten Alterthum zu Schwer-tern, Beilen, Standbildern und Helmen verarbeitet wurde.Das Verhältniß der verschiedenen Metalle ist die Hauptsache,um eine gute Mischung zu erhalten. So weit dieselbe ausdem Alterthum bekannt ist, besteht sie nur aus Kupfer, 07Theile, und Zinn, 3 Theile. Die beste Mischung zu Me-daillen und Münzen ist 8 bis 12 Theile Zinn auf 02 bis 88Theile Kupfer. Wird noch 2 bis 3 Proc. Zink zugesetzt, sowird die Farbe schöner. — Das Kanonen-Metall,

das Glocke» metall, so wie die chinesischen Tam - Tamsoder bronzenen Zimbeln bestehen ebenfalls nur aus Kupferund Zinn; eben so wird das S p i e g elm eta l l zu Telesko-pen und anderen optischen Apparaten am besten aus 1 TheilZinn und 2 Theilen Kupfer zusammengesetzt.

Bronzirt, nennt man diejenigen Gegenstände ausHolz, Gyps rc., denen man ein Bronze-Ansehen durch geeig-nete Mittel gegeben hat. Diese sind sehr fein pulverisirttMetalle, die aus Blattgold, Musivgold, Metallgold odermetallisch niedergeschlagenem Kupfer bestehen. Man kanndies Bronzepulver entweder mit Leinölsirniß zusammen«!- ^ben, und diese Farbe dann auf den zu bronzirenden Gegen-stand auftragen, oder denselben erst mit dem Leinölsirniß