Buchhalten
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Febr.
1
BonVorrath:
86
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876
20
Hat man bei einem Artikel mehrere Sorten zu ver- Sorten Melis eingekauft, und er will diese auf Eine Nach-zeichnen, so benutzt man dazu die in obigem Schema dem nung bringen, so wird dann natürlich auch der Vorrath vonGewicht gewidmeten Columnen, deren Anzahl man nach jeder Sorte besonders ermittelt und eingetragen. DieFormBedürfniß vergrößern kann. Klarensee habe z. B. zwei dieser Rechnung-Aufstellung wird folgende sein.
Mem.
F°l.
Mittel
Mem.
Mittel
S) Der Abschluß der Bücherüberhaupt ist nöthig, um den Erfolg der innerhalb eines ge-wissen Zeitraumes (eines Jahres, halben Jahres, Monats)gemachten Geschäfte zu wissen, indem man daraus, durchBildung des Inventariums, erfährt, wie in jenem Zeitraumsich der Besitzstand verändert hat, d.h. wie viel man gewon-nen oder verloren hat. — Das Verfahren des Abschlie-ßens selbst besteht darin, daß man die Summen des Sollund die des Haben jeder Rechnung in den abgeleitetenBüchern addirt und den zwischen ihnen stattfindenden Unter-schied (Saldo) sucht, der alsdann bei'm neuen Vortrage aufder Seite, welche Ueberschuß ergab, wiederum angemerktwird. Um jedoch die Gewißheit zu haben, daß jeder einzelnePosten aus den Grundbüchern in die daraus abgeleitetenBücher richtig übertragen und dabei keiner übersehen wor-den sei, pflegt man vor dem Abschluß diese Bücher, nämlichdas Hauptbuch, Memorial, und wo das Caffabuch aus demMemorial notirt wurde, auch dieses Buch mit jenem, demMemorial, und, wenn das Cassabuch getrennt davon geführtwurde, eben so dieses Buch, Posten für Posten zu verglei-chen oder collationiren. Die meisten Handelshäuserpflegen denAbschluß ihrer Bücher jährlich, und zwar amAnfange eines jeden Jahres vorzunehmen. Uebrigens istder Zeitpunkt des Abschlusses gleichgültig, weil die Haupt-sache dabei, dadurch den Stand des Geschäfts zu erfahren,
überwiegt. Die Wahl der Zeit zum Abschluß hängt alsostets von Verhältnissen, und insbesondere bei öffentlichenGeschäften von den gesctzkräftigen Statuten ab. Z. B. dieleipziger Bank macht den Abschluß halbjährig; die Bankvon Baiern jährlich, die englischen Banken jetzt wöchentlich,s. S. 269, -c.
6) Der Abschluß des Cassa-Buches.
Der Abschluß des Cassabuches ist sehr einfach. Manaddirt die Summen des Soll, das ist der Einnahme, unddann die des Haben, das ist der Ausgabe. Die letztere,welche natürlicherweise immer kleiner sein muß als die derEinnahme, weil man nicht mehr ausgegeben haben kann,als man eingenommen hat, zieht man von der ersteren ab,und erhält dadurch die Summe des Cassenbestandes. Derwirkliche Cassenbestand, d. h. die Summe, welche sich bei'mNachzählen des in der Casse befindlichen Geldes vorgefundenhat, beweist, ob man richtig gerechnet hat, indem beide Be-träge mit einander übereinstimmen müssen. Nachdem durchdiese Uebereinstimmung der Rechnung mit dem Caffenbestandedie Richtigkeit und Zuverlässigkeit des Verfahrens im Ab-schluß ausgemittelt worden ist, trägt man den Cassenbestandins Haben, um die Summen der Einnahme und Ausgabeauszugleichen, und nachdem man nun Soll und Habenim Cassabuche summirt und gleichstimmend gefunden hat,