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Erster Band. A - G.
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trägt man den Caffenbestand, zur Eröffnung der neuen Ge-schäfte, wieder ins Soll vor.

So ist es oben in Klarensee's Eaffabuch gemachtworden.

Die Summe des So ll betrug: Lhlr. 6116. 1. ö.

die des Haben: - 3738. 6.9.

Der Cassenbestand also: Lhlr. 2377. 18. 8. '

dessen Betrag unterm 1. Februar auf neue Rechnung vor-getragen wurde.

Das Caffabuch wird, bei seiner Wichtigkeit und derNothwendigkeit, sich öfter von dem Stande des Borrathesan baarem Gelde zu überzeugen (abweichend vom Haupt-buch und Waarenlagerbuch), am Ende eines jeden Monatsabgeschlossen.

7) Der Abschluß des Hauptbuches.

Man verfährt bei'm Abschluß des Hauptbuches (derBilanz, dem Bilanziren desselben) mit jeder Rechnung durch-aus eben so, wie es vorhin bei der Easse geschehen ist, indemman die Summe des S o ll und die desHaben sucht undalsdann die kleinere von der größeren abzieht. Die Diffe-renz (der Saldo) wird aus der Seite bemerkt, wo die kleinereSumme sich vorfand, und nachdem man hierauf beide Sei-ten addirt hat, welche nun einen gleichen Betrag ausweisenmüssen, trägt man den Saldo auf der Seite, auf welcher ersich vorhin als Ueberschuß ergab, von neuem vor. Manpflegt den Abschluß deS Hauptbuches vorzugsweise Bi-lanz d. h. Ausgleichung, zu nennen, obgleich man unterdiesem Namen eigentlich die Aufzählung sämmtlicherSaldi, behufs der Auffindung des reine» Vermögens, ver-steht. Vom Abschluß des Kapital-Conto, nämlich der er-sten Rechnung im Hauptbuch, kann jetzt noch nicht die Redesein, da derselbe erst nach Beendigung des Abschlusses allerBücher vorgenommen werden kann, indem man dazu dasErgebniß der ganzen Arbeit schon wissen muß. Das Cassa-Conto dient im Hauptbuch eigentlich nur als Controle desCaffabuches. Das Resultat des Abschlusses dieser Rechnungmuß genau mit dem in jenem Buche gefundenen überein-stimmen.

8) Der Abschluß des Waarenlagerbuches.

Um die Rechnungen des Waarenlagerbuches abzuschlie-ßen, addirt man die Quantität, d. h. die Menge der Ballen,Kisten, Cenrner, Pfunde rc. des Einkaufs, so wie des Ver-kaufs, und zieht diese von jener ab. Dadurch erhält mandie Größe des Vorraths einer Waare, welcher mit dembei der Inventur gefundenen wirklichen Borrath überein-stimmen muß. Den Betrag oder die Summe desselben be-merkt man auf der Seite des Verkaufes als Saldo, indemman den Werth desselben zum Einkaufspreis in der Sum-men-Columne auswirft. Darauf addirt man die Summendes Einkaufs so wie die des Verkaufs, und zieht den kleine-ren Gesammtbetrag vom größeren ab. So ist die Differenzoder der kleinere Betrag der des Einkaufs, der Unterschiedzwischen beiden der reine Gcwinn; ist dagegen der klei-nere Betrag der des Verkaufs, so zeigt der Abschluß einenVerlust im Geschäft. Die Summe des Gewinns wirdauf die Seite des Einkaufs angemerkt; aber die Summe desVerlusts auf der Seite des Verkaufs eingeschrieben. Nun

werde» Quantität und Summen im Einkauf und Verkaufaddirt, und es muß sich auf beiden Seiten dasselbe Resultatherausstellen. Endlich trägt man den Borrath und dessenWerth im Einkauf auf neue Rechnung vor.

Bei der Ermittelung des Vorrathes tritt manchmalder Fall ein, daß die sich wirklich vorfindende Menge einerWaare mit derjenigen, welche sich aus den Posten desWaarenlagerbuchs ergiebt, nicht vollkommen übereinstimmt,indem jene entweder kleiner oder größer ist als diese. Dererstere Fall findet Statt bei Waaren, welche mehr oder we-niger feucht auf's Lager kommen und dem Eintrocknen unter-worfen sind, ferner durch das sogenannte Einwiegen oderEinmeffen; das letztere bei solchen Artikeln, welche aus derLuft Feuchtigkeit anziehen. In solchen Fällen bemerkt mandie Differenz im Waarenlagerbuch zur Ausgleichung in dieQuantitäts-Columne, und zwar, wenn sich bei der Auf-nahme der Waarenvorräthe, d. h. der bei Inventur, einUeberschuß gegen das Waarenlagerbuch ergab,— im Einkauf,fand sich ein Abgang — im Verkauf.

Oben ist gesagt worden, man nehme bei der Werthbe-stimmung des Vorrathes den Einkaufspreis an. Dies ge-schieht in der Regel. Ist jedoch ein Artikel bedeutend imPreise gesunken, oder hat er sich durch Zufälle irgend einerArt auf dem Lager verschlechtert, so pslegtman, um sich nichtselbst zu täuschen, den Preis anzunehmen, zu welchem mandenselben nun einkaufen kann, den sogenannten Marktpreis;im umgekehrten Fall nimmt man aber keinen höheren Preisan, da sich bei'm späteren Verkauf des Vorrathes der wahreGewinn ohnehin ergiebt, während derselbe, bei höher ange-nommener Werthbestimmung, alsdann geringer erscheinenwürde. Artikel, welche durch Lagern überhaupt verlieren,besonders Modewaaren u. dgl., sind den Preiserni'edrigungenvorzüglich unterworfen.

9) Das Inventarium.

Unter Inventarium versteht man die Aufzeichnungunseres Besitzthums, unserer Forderungen und unsererSchulden, wodurch man die Auffindung des reinen Vermö-gens und hieraus des reinen Geschästsgewinnes bezweckt.Der Abschluß der Bücher ist die erste zu dem Ende nothwen-dige Verrichtung; die zweite ist die sogenannteZnv entur,d. h. die Aufnahme der sämmtlichen Waarenvorräthe, umden Waarenlagerabschluß zu berichtigen, wovon wir vorhingesprochen haben. Endlich muß man noch die im Portefeuillebefindlichen Wechsel verzeichnen.

Die Aufstellung des Inventariums geschieht in folgen-der Ordnung: Zuerst verzeichnet man die Activa, undzwar a) das liegende Besitzthum (Grundstücke, Häuser rc.),b) die Mobilien, c) den baaren Geldvorrats,, 6) den Ver-rath an Wechselbriefen, v) die vorräthigen Waaren, k) dieausstehenden Forderungen, worauf man deren Summen zu-sammenrechnet. Dann zeichnet man zweitens die Passiva,nämlich ») die noch laufenden, auf uns gezogenen Wechsel,und K) die Schulde» des Geschäfts auf. Nachdem manauch diese zusammengezählt hat, zieht man den Gesammt»belauf der Passiva von dem der Activa ab und erhält hier-durch das reineVermögen. Zieht man von diesem je-tzigen Vermögen den Betrag des bei Beginn der Handlung

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