Band 
Erster Band. A - G.
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Buchsbaumholz

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Koonos-Fzies

auszuweisen haben. Brüffel ist ein Hauptsitz für den Nach-druck französischer Originalwerke. Iu New-Park wurde1802 von den Nordamerikanischen Buchhändlern eine Messegestiftet. Wenn der Verleger dieses Werkes in den früherenAusgaben mit Recht in diesem Artikel die Bemerkung miteinstießen ließ, daß es eine allgemeine und nur zu wahreKlage sei, daß der ehrenwerthe Stand, für den dieses Werkvorzugsweise herausgegeben wird, so gar wenig für denBuchhandel durch Kauf von Büchern thut, so hat die-selbe im Allgemeinen noch immer Wahrheit.

Buchsbaumholz, das Holz des hochstämmigenBuchsbaums, üuxus somporvirons urborescens b., der imsüdlichen Europa und in Asien wild wächst. Von allen eu-ropäischen Hölzern ist es das schwerste und festeste, hat eineblaßgelbe oder auch grünliche Farbe, eine sehr feine und festeTextur und nimmt eine schöne Politur an, wo es dannmoirirt, geflammt aussieht. Es wird von den Drechslernund Jnstrumentenmachern zu vielen größeren und kleinerenArbeiten gebraucht, z. B. zu Flöten, Oboen, Klarinetten,Löffeln, Dosen, Kämmen, zu Holzschnitlstöcken rc., undkommt in großen und kleinen runden Stücken oder auch inScheiten von mehreren Fuß Länge in den Handel. Dasgrüne Holz ist viel zarter und leichter zu bearbeiten, alsdas gelbe, aber selten. Von dem gelben Holz unterschei-det man nach Güte und Farbe das französische, spa-nische und levantische. Das französische hat eineweißliche, nicht gleichmäßige Farbe, ins Grünliche spielendeStreifen oder auch lichtere Linien; pvlirt ist es zarrgelb undgeflammt. Am reichsten an Buchsbaum ist in Frankreichdas Jura-Gebirge, wird aber auch hier sehr stark verarbeitet.Das spanische ist zwar wenig verkrüppelt und wenigerknotig, aber weich und wird von den Lautemachcrn verar-beitet. Das levantische hat eine schone gelbe Farbe, istsehr hart, dicht und knotig, kommt in 2 Fuß langen, und >/2bis 1 Fuß dicken Scheiten in den Handel. Dieses eignet sichnamentlich zu Drechslerarbeiten.

Buchweizen, s. Heidekorn.

Bücklinge, s. Heringe. '

Bude, s. Ofen.

Budgerok, Scheidemünze in Maskat.

Büdingen, gräflich isenburgische Stadt in der hessen-darmstädt. Prov. Oberhessen, am Seemen, mit 3000 Ew.,Gymnasium, Industrieschule, Stecknadelfabriken, Leinwand-und Strumpfweberei, Wein- und Obstbau; in der Näheein kleines Salzwerk.

Budissin, s. Bautz en.

Vudjia, befestigte Stadt an der Küste der algerischenProvinz Constantine, in einer großen Bucht mit Rhede.Budschu, s. lloulljou.

Budweis, Kreisstadt in Böhmen, am Zusammenflußder Maisch und Moldau, mit 8000 Einw., Tuch-, Leder-,Zuckerfabr., Schafwollkämmereien, Eisenwerken, Schiffbau,Schifffahrt, Handel mit Getreide und Salz. Durch dieMoldau steht die Stadt mit Prag, und durch eine Eisenbahnmit Linz und Salzburg in Verbindung.

, Hauptstadt der Republik laPlata und des gleichnam. Bundesstaates in Südamerika,auf der Südseite des Ri» de la Plata, etwa 200 englische

Meilen von dessen Ausfluß in die See, 31° 30/ 18" s. Br.und 60° 44' 12" w. L., mit 80 bis 00,000 Einw. Der laPlata ist einer der größten Ströme der Welt, und bildet füreine ungeheure Strecke Landes den natürlichen Absatzkanal.Unglücklicherweise aber ist die Schifffahrt auf demselben sehrschwierig, weil er viele seichte Stellen, Felsen und Sandbänkeenthält, und plötzlichen, heftigen Windstößen ausgesetzt ist.Buenos-Ayres hat keinen Hafen, der wirklich diesen Namenverdiente. Die Schiffe können sich nur bis auf 2 bis 3 Meilender Stadt nähern; dort entladen sie ihre Güter in Boote,aus denen solche an den Landungsplätzen in Empfang ge-nommen, und auf Karren in die etwa noch >/, Meile entfernteStadt gebracht werden. Schiffe, die des Kalfaterns bedür-fen, segeln nach der Bai von Barragon, einer Art Hafenetwa 10 Meilen südöstlich von der Stadt, und dort wartenauch die zur Abfahrt gerüsteten Schiffe auf ihre Ladung.

Alles Zimmerholz, welches zur Erbauung und Ausbes-serung von Häusern und Schiffen gebraucht wird, kommtauf Flößen den Strom herunter aus Paraguay. DieHauptartikel der Ausfuhr bestehen in Häuten, Hörnern undTalg, von welchen ungeheure Quantitäten nach England,den Vereinigten-Staaten, Holland, Deutschland rc. gebrachtwerden; außerdem werden Gold, Silber, Vicunnawolle ausPeru, Kupfer von Chili, gesalzenes Ochsenfleisch, Otter-felle ec. ausgeführt. Die Einfuhr besteht hauptsächlich inBaumwollen- und wollenen Waaren aus England, kurzenWaaren und irdenen Geschirren ebendaher, Leinwand ausDeutschland, Mehl aus den Vereinigten-Staaten, Gewür-zen, Weinen, gesalzenen Fischen, Maschinen, Hausgerä-then -c.; der feinste Tabak, Zucker, Wachs -c. werden ausdem Innern gebracht; eben so Paraguay-Thee, ein Artikel,der in Süd-Amerika sehr stark verbraucht wird. Derinnere Verkehr zwischen Buenos-Ayres, Peru und Chili istbeträchtlich.

Die hiesige Währung ist die des baarcn Geldes, Gold-oder Silbe^münzen, und die gewöhnlichere des Papiergeldesin den Banknoten der 1821 errichteten, aber schon 1837aufgehobenen Bank in Buenos-Ayres, die auf die Währungder Silberpiaster der Republik ausgegeben wurden, aberdurch den Fall des Staatücrcdits tief fielen. Die Rechnunggeschieht gewöhnlich nach Papierpiastcr; s. übrigensPlata (la). Uebrigens giebt es Staatsobligationen.

CursvonBuenos-Ayres.

veränderlich

England oder London

8

Frankreich oder Paris

40

Montevideo.

14'/.

Nordamerika (New-

York !c.) .....

20

Rio-Janeiro.

14

Geldsorte»

Onzas, Doblones oder

280

spanische Quadrupel

Stüber nicderländ. Eur. für1 Papierpiaster.

Centimes für 1 Papierpiastcr.

hiesige Papierpiastcr für 1 Sil-berpiaster in Montevideo.

hiesige Papicrpiaster für nord-amerik. Silberdollar.

hiesige Papierpiastcr für 1 Mil-reis in Rio-Janeiro.

hieffgePapierpiaster für 1 span.Onzas oder Doblone.

Die Wechselsicht auf England und Frankreich ist ge-wöhnlich mehrere, 3 bis 6 Monate.