Candis
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Canton
^ 8>/2 Oka, an Inhalt — 11,1626 Liter, — 2,949 alte engl.Wein-Gallons; in Retimo an Gewicht — 16 Oka. — DerBarile oder Tonne — 8 Mistati.
tzanbelszeivicht. Der Cantaro oder Centner — 106Rotoli oder 44 Oka, — 116«/z Pfd. engl. av. <l. p.; 10ka— 406 Dramm (Drachmen); 1 Rotoli — 176 Dramm. —1 Rotolo oder Pfund wiegt 827,676 Gramm, — 1,1633Pfund engl. »V. a. p. — 1 Oka — 1,19926 Kilogramm,---- 2,64394 Pfd. engl. av. ä. x.
Candis, s. Zucker.
Candy, Handelsgewicht in Ostindien, s. Bombayund Calcutta.
Canea, in Lause, befest. Stadt, mit 12,060 Einw.,dem besten und besuchtesten Hafen an der Nordküste der In-sel Candia, einem Leuchtthurm. Die Ausfuhr bestehthauptsächlich in Olivenöl, Seife, Wolle, getrockneten Wein-trauben, Honig, Wachs, Seide, Orangen !c.; die Einfuhrin Manufakturwaaren, Seidenzeugen, Tuch, bunter Lein-wand , Eisen rc.
Canel, s. Zimmt.
Canevas, Kannefaß, heißt sowohl grobe roheLeinwand aus Hanf oder Flachs, von der die gröbste Sortezur Emballage, die besseren Sorten zur Kleidung gebrauchtwerden, als die besondere Art des Lapis serie-Cane-vas, Laneras L lapisserio, sowohl aus Hanf oder Flachs,Baumwolle, Wolle, oder auch Seide. Derselbe ist offengewebt, mit regelmäßig eingelegten bunten Fäden, um da-durch das Zählen der Fäden in der Tapisserie zu erleichtern.Es giebt 12 bis 13 sowohl in verschiedener Breite alsFeinheit, in Stücken und Streifen. Ehedem wurde derCanevas, nachdem er gewebt, appretirt; jedoch wurdendadurch die Carrs-Fäden verschoben. Deshalb wird jetztzu den bessern Sorten das Garn appretirt, ehe dasselbe ver-webt wird. Er ist auch gefärbt, braun, grau, gelb rc.Der Verbrauch dieses Canevas ist sehr beträchtlich.
Lanaäa, ein Flüssigkeitsmaaß in Por-tugal und Brasilien.
Canne, Klafter, große Elle, in Italien,Spanien, Frankreich rc.
im spanischen Handel die unge-bleichte deutsche Leinwand, vorzüglich aus Westphalen.
Cantar, Centner, sardinischesHandelsgewicht, — 834,868 Holland. As schwer.
Stadt in England, GrafschaftKcnt, am Fluß Stour, mit 13,606 Einw., Sitz des erstenBischofs in England, prachtvollem alten Dom, Baumwoll-und Seidenzeugfobriken, Hopfcnbau, Getreide- und Vieh-handel.
Canthariden, s. Spanische Fliegen.
Canton, Kangtong, chinesisch kouang-7ckoon,einer der größten Stapelplätze im Osten, 23° 8^ 9" n. Br.110° 86^ 36" ü. L., der als Handelshafen vor oder doch un-mittelbar nach Calcutta steht, liegt in der Provinz Kuan-Tong in China und war bis 1843 der einzige Ort in diesemReich, welcher dem europäischen Handel seewärts geöffnetwar.
Canton liegt an dem östlichen Ufer des Pekiang, derals schiffbarer Strom 306 engl. Meilen weit aus dem In-nern kommt, bei der Stadt breiter ist als die Themse bei derlondoner Brücke, und 86 Meilen weiter in das südlicheMeer von China fällt. Rahe an der Mündung in dasMeer wird er von den Ausländern vocca äs Dxris, von denChinesen Houmene genannt. Die Stadt ist von einerdicken Mauer aus Bruch - und Ziegelsteinen umgeben unddurch eine andere von Osten nach Westen laufende Mauerin zwei Theile geschieden, von denen der nördliche Theil diealte und der südliche Theil die neue Stadt heißt. In deralten befindet sich der Mantschu- oder tartarische Generalmit einer Besatzung von Mantschu-Truppen. Der Vice-guverncur oder Fooyuen hat ebenfalls seinen Sitz in deralten Stadt, während der Guverneur und Hoppo, obersterZollbeamter in der neuen Stadt, nicht weit von dem Flussewohnt.
Aller auswärtige Handel wird in der südwestlichenVorstadt betrieben, in der die fremden Comptoirs oder Fac-toreien liegen und die mit den andern Vorstädten wahr-scheinlich eben so viel Einwohner zählt als die Stadt selbst.Die Europäer sind auf einen kleinen Raum am Fluß be-schränkt, der indessen so angenehm sein würde, wie ein dicht-bewohnter Handelsplatz sein kann, wäre der Fluß nichtgrößtenteils von kleinen Wohnböten bedeckt. DieLeute, welche den größeren Theil dieser Böte inne haben,sollen ursprünglich von Süden hergekommen sein, und durf-ten anfänglich als ein fremdes und verachtetes Geschlechtnicht am Lande wohnen; jetzt sind aber die meistenUnterschiede zwischen ihnen und dem übrigen Volke ver-schwunden.
Obgleich Canton fast unter derselben Breite liegt wieCalcutta, so besteht doch ein beträchtlicher Unterschied inder Temperatur, indem das Erstere um so viel kälter ist,daß man in den Wintermonaten Feuerung bedarf. DieStraßen sind in Canton sehr schmal, mit kleinen rundenSteinen gepflastert, aber den Häusern entlang mit Fließenbelegt. Die Vorderseite jedes Hauses ist ein Kaufmanns-laden, und die in den Hauptstraßen enthalten Artikel für dieFremden. Die China-Straße ist den Europäern zugewie-sen, und hier findet man die Erzeugnisse fast jedes Theilesder Welt. Einer der Ladenbesitzer sitzt immer auf dem La-dentische, wo er mit dem Kameelhaarpinsel schreibt und mitseinem Instrument so schnell rechnet, wie der geschicktesteeuropäische Rechenmeister. Da dieser Theil von Cantonhäufig von Seeleuten besucht wird, so wenden die chinesischenKleinhändler alle Kunstgriffe auf, »m die Aufmerksamkeitder Fremden anzuziehen; jeder hat sich einen englischen Na-men außen an seinem Laden anmalen lassen, und überdiesbefinden sich dort eine Menge Ankündigungen, die von denSeeleuten in ihrer eigenen Sprache gemacht wurden. DieLetzteren werden, wie sich vermuthen läßt, von ihren chinesi-schen Freunden oft hintergangen.
Die europäischen Schiffe fahren auf dem Flusse nur biszu der Insel Whamp oa, 13 englische Meilen unterhalbCanton, wo sie mittelst der Böte der Eingebornen aus- undeinladen.
Die Chinesen sind als Handelsleute außerordentlichthätig, ausdauernd und klug, überhaupt ein Handelsvolk.