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Erster Band. A - G.
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553
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Capstadt

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capsche Gulden — 1 kölnische Mark fein Silber, und 1 cap-scher Gulden im Werth von 12 Sgr. 11 Pf. preuß. Cu-rant.— Man rechnete auch häufig, wie in Holland, nachRykSdalers (Reichsthalern), eingetheilt in 8 Schil-linge oder 48 Stüber capsche Valuta. 1 Rvksdaler hatte

I Thlr. 4 Sgr. 8^/, Pf. Silberwerth. Man hatte auch einPapiergeld in Scheinen von 1 Thlr. bis zu 300Thalern,und auch abwärts bis zu 1 Schilling, im Gesammtbetragvon angeblich 8 Millionen Thalern, das von der englischenRegierung übernommen und garantirt wurde.

Als die Colonie (1814) britisch wurde, kam für 1Million Thaler neues Papiergeld in Umlauf; im Jahr1824 aber ward der Reichsthaler Papiergeld —l'/r Schilling capsche Sterlings-Valuta gewerthet,indem kurz nach dem Eintritt der neuen Regierung die Rech-nung nach:

Pfund —20 Schillingen ä 12 Pfennige Sterlingtapisch

eintrat, in welcher capschen Sterlings-Valuta dieenglische Guinee (— 21 Schillinge englisch Sterling) gesetz-lich auf 22 Schillinge gewürdigt wurde, wonach 34>/,„ Pfd.Sterling capsch auf die kölnische Mark fein Gold zu rech-nen sind, und der Werth eines Pfundes Sterling capschK Thlr 10 Sgr. 10>/g Pf. preuß. beträgt. Die capscheSterlings-Währung ist über 4?/, Proc. schlechter als dieenglische. IPfd. Sterl. ist im Silberwerth — 6 Thlr.20 Sgr. 42/z Pf. preuß., oder im 24>/2 Guldenfuß ----

II Fl. 41 Kr. 1 Pf.

Uebrigens ist neben dieser neuen auch noch die alteRechnungsart gebräuchlich, und es ergeben sich hieraus fol-gende Verhältnisse und Werthe der hiesigen Rechnungs-münzen:

1 Ryksdaler — 8 Schillinge, — 18 Pence6 Stüver ---1 - ^-2'/. -

4 ^ —> 3/ ,

1 - - — - /s "

Von englischen Münzen cirkuliren alle aus Goldund Silber, besonders aber kupferne Pence in sehrgroßer Menge, und bekommen hier auch die holländischeBeibenennung Dubbeltjes.

Von den fremden Münzen wird der spanischePiaster (Dollar) — 4'/z Schill. gerechnet.

Lues.

Die Wechselgeschäfte beschränken sich fast aus-schließlich auf den Verkehr mit England, auf welchesLand die Wechsel in der Regel 30 Tage nach Sicht zahl-bar gestellt werden; und zwar werden Tratten auf das eng-lische Guvernement pari begeben, d. h. man zahlt 1 Pfundenglische Sterling-Valuta, — 20 ^/ 2 , Schillinge capscheSterlings-Valuta, in der Capstadt für 1 Pfund eng-lische Sterlings-Valuta in solchen Wechseln auf England.

Maaße und Gewichte sind die alten holländischen;in neuerer Zeit bedient man sich auch der englischen.

Die ersteren sind von dem amstrrdam'schen Pfund ab-geleitet und gehen von 30 Pfd. herab bis zu 1 Loth oderdem 32. Theile eines Pfundes.

Mfsigleitsmaaß.

16 Flaschen -- Anker.

4 Anker ----- 1 Ahm.

4 Ahms — 1 Leaguer.

— Caragi

Geireioeniaaß.

4 Schepels --- 1 Muid.

10 Muids — 1 Last.

107 Schepels --- 82 Winch.-Bushels.

4 - ohngefähr 3 Jmp.-Bushels.

Das Muid Weizen wiegt durchschnittlich 110Pfd.holländisch, oder etwas über 196 engl. Pfd.Liingenniaaße.

12 rheinl. Zoll — 1 rheinl. Fuß.

27 - - -- 1 holländ. Elle.

144 - Q.-Zoll— 1 Quadrat-Fuß.

144 Quadratfuß---- 1 Q.-Ruthe.

600 Q.-Ruthen — 1 Morgen.

100holländ.Pfd.--- fast 109 engl. Pfd. av. äu pois.100 engl. Pfd. — fast 92 holländ. Pfd.

1 Flask---0,6old Gallon,---4,946Jmp.-Gall.

1 Anker--- SV 2 - --7,9 -

1 Ahm ---- 38 - ^-312/z -

ILeaguer—152 - —126,6 -

1Pipe---110 - --- 91,6 -

In der Capstadt sind zwei Banken auf Actien ge-gründet: die Lapo ol 6ooü klope Kaule im Jahr 1837 mit -einem Capital von 70,000 Pfd. Sterl., und die 8outbäkrican Ilallli, 1838 mit 60,000 Pfd. Sterl. eingezahltemCapital.

tlapiit , Lodtenkopf, Colco-

thar, nennt man ein rothes Pulver, welches als Rückstandaus dem Eisenvitriol bei der Vitriolölfabrikation verbleibt,vornehmlich aus rothem Eisenoxyd besteht und zum Putzenvon Metall und als Anstreichfarbe benutzt wird. Die Vi-triolölbrennereien, so wie die Alaun- und Vitriolwerkeliefern diesen Artikel zu sehr billigen Preisen.

Hauptstadt der gleichnam. Provinz imFreistaat Venezuela im nördlichen Süd-Amerika, war auchHauptstadt der ehemaligen Lapitonia zoneral. Die Stadt,Geburtsort Bolivar's, liegt in einem schönen gesunden Ge-birgsthal, drei Meilen von der Küste des Antillen-Meersentfernt. 1812, 26. März wurde sie durch Erdbeben bei-nahe ganz zerstört, hatte aber 1840 schon wieder 38,000Einw. Sie ist ein reicher und bedeutender Haupthandels-platz an der südamerikan. Nordküste und ihr Hafenort ander Küste, an der Mündung des Guayra, la ilu.-^ra, aberin einer sehr ungesunden Lage.

Die Provinz Caracas stößt im N. an das Antillen-Meer von der Mündung des Unare bis zur Punta-de-Aroa, ist theils gebirgig, hat theils Llanos, undan der Küste gute Häfen, mehrere Rhcden und Anker-plätze. Das Klima ist nach der Beschaffenheit und Lagedes Landes sowohl heiß, als gemäßigt und kalt, aber dasLand vcrhältnißmäßig, 2829 QM. mit 242,888 Einw.,gering bevölkert, obschon diese Provinz am stärksten vonallen bevölkert ist. Das vorzüglichste 'Produkt derselben istvorzüglicher Cacao, außerdem guter Indigo, Vanille, dereingebürgerte Kaffebaum und viel Rindvieh.

Münzen, Rechnung, Gewichte, s. Venezuela.

Caraffa , ein Flüsstgkeitsmaaß in Neapel.

Caragi heißen in der Türkei die Ein- und Ausfuhr-

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