Kardamom
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Cariolla
Cardamöm, franz. Laräamomes; engl. Lsräamoms;holl. liaräemomen; ital. Laräamomi; span. und portug.Loräamomos; hind. Lujaroli, elacki, ist der Same einerPflanze, Xmomum Laräamomum, von der verschiedene Artenin Indien, Cochinchina, Siam und Ceylon wachsen. Manunterscheidet den kleinen, langen, großen und run-den oder mittleren Cardamom. Der erstere ist der besteund befindet sich in >/- Zoll langer, V» Zoll breiter, nveiß-gelblicher, dreieckig abgerundeter, schwach gestreifter, drei-fächeriger Kapsel. Man bringt diesen von der malabari-schen Küste. Er ist der Same des ^momum ropens Sonnerat(^Ipinia Larllainomum Iloxb.), und heißt tlrrllanwmmn mi-nus, oder Semen Laräamomi minoris inaladarensis, franz.le petit Larckamomc. Dieser kommt von der malabarischenKüste und von Ceylon. Die Schalen sind geruch- und ge-schmacklos; die graulichen Samenkörner dagegen riechenstark und angenehm, und schmecken durchdringend gewürz-haft, eigenthümlich kampherartig brennend. — Der langeCardamom hat etwas längere (1 bis 1'/? Zoll), aber schwä-chere Fruchtschalen als der vorige. Die Samenkörner habeneine rörhlichbraune Farbe. Dieser kommt aus Persien,Syrien, Egypten, Ostindien, Java und heißt Semen Lar-äamomi meäium, franz. le moxen llaräamome. — Dergroße Cardamom hat über 1 Zoll lange und schmale Sa-menkapseln, die graubraun und am Ende rundlich sind.Die weißlichen Samenkörner haben einen schwachen Geruchund Geschmack. Er heißt Laräamomum masus, oder Laräa-moini masores Munenses, franz. le granä Laräamome, undkommt von der Pflanze Lmoinum anguslilolinm Sonnerat.Aehnlichen Samen soll die japanische Pflanze ^momumIllwga Ilinnk. haben — Der lange Cardamom kommt imHandel selten vor. Die Samenkapseln haben die Größeeiner Kirsche und sind eiförmig, von gelblichweißer in braun-rothe spielende Farbe mit schwachen Längenstreifen. Dieeckigen Samenkörner schmecken zwar stark gewürzig, abernicht brennend, den Lerebinthen ähnlich. Er kommt vondem ämomum racemosum.
Die Frucht des Cardamom wird im November reif undgesammelt. Die Kapseln sind dann noch grün, werdenaber durch das langsame Trocknen am gelinden Feuer stroh-gelb. Die Heimath der Pflanze ist Ostindien, auf den Ge-birgen oberhalb Calicut und Cochin. Sie wächst in schat-tigen Orten. Wird sie durch Anpflanzung gebaut, so blühtsie vor dem vierten Jahr nicht.
Die Hauptmärkte für Cardamom sind in EuropaLondon, Amsterdam, Hamburg, Bremen. Die Preise wer-den per Pfund angesetzt: in London nach Schillingen, inHamburg nach Mark Banko oder Schillingen, in Bremennach Grooten, in Amsterdam nach Stübern per '/z Kilogr.Der kleine oder malabarische steht stets fast um die Hälftehöher im Preise als der lange oder ceylonsche, abgesehen vonder größeren oder geringeren Zufuhr und Nachfrage. DieVerpackung und Versendung geschieht in Fässern, Kisten,Körben oder Ballen.
Cardobenedicten , Bornkraut, Laräuus done-äiclus, Lenwureo bcneäicta, ki.; franz. Llwräon dem, eineeinjährige Pflanze auf den Inseln Chio und Lcmnos und inSpanien, bei uns in den Gärten gebaut. Dieselbe hat
einen mehrere Fuß langen ästigen, behaarten Stengel mitlänglichen, dornig gezähnten Blättern. Die Blumen sindgelb und von großen dornigen Kelchen umgeben. DasKraut verbraucht man theils frisch in den Apotheken, theilskommt es getrocknet in den Handel. Dies ist fast geruchlos,hat aber einen sehr bittern Geschmack und gilt für ein vor-züglich magenstärkendes Mittel.
ein spanisches Wein-, Oel- und Getreide-maaß von verschiedener Größe.
Cargador, Cargadeur, Supercargo, franz.und englisch Supercargo; holländ. Lsrxackoor, Supracarxa;italienisch Sopraccarico, heißt diejenige Person, welcher eineHandelsgesellschaft oder ein einzelner Geschäftsmann aufweiten Seereisen die Obhut und den Verkauf der auf einemvon ihm befrachteten Schiffe verladenen Güter, so wie, wennder Unternehmer eine Rückladung (Retour) beabsichtigt, dieVollmacht zum Einkauf von Waaren am Bestimmungsortdes Schiffes oder einem andern Platze anvertraut. DieErnennung eines solchen Cargadors findet vorzüglich dannstatt, wenn der Eigenthümer der Ladung am Bestimmungs-ort derselben keinen, oder doch keinen ihm genugsam be-kannten Correspondenten besitzt. Bei sehr bedeutenden La-dungen werden zuweilen zwei Cargadoren, ein Ober- undein Unter-Cargador mitgesandt. Der Unternehmergewährt dem Cargador bestimmte Procente von der Summeder Verkäufe und Einkäufe, und es hat der Letztere außer-dem noch die Erlaubniß, eine gewisse Menge von Waarenfür seine eigene Rechnung laden zu dürfen; bisweilen er-hält jedoch der Cargador einen bestimmten Antheil am Ge-winn, oder er bezicht endlich auch einen festen Gehalt; zu-weilen erhält er mehrere von diesen drei Besoldungsartenzugleich. Rücksichtlich des rechtlichen Verhältnisses geltenfür den Cargador im Allgemeinen die beim Faktor statt-findenden Grundsätze, und die Ausdehnung und Grenze»seiner Befugnisse und Pflichten hängen ganz von der beson-deren Vollmacht ab, welche ihm sein Prinzipal ertheilt.Für vorgefallene Versehen ist daher der Cargador auch ver-antwortlich. Die Beaufsichtigung des Schiffers und Schiffs-volkes steht dem Cargador nur in so weit zu, als das Inter-esse für die Ladung sie erheischt; er hat sich daher aller Ein-mischungen in die Amtsgeschäfte des Schiffers zu enthalten,wenn nicht zugleich sein Prinzipal Rheder des Schiffes undder Cargador von ihm dem Schiffer übergeordnet ist.
Cargador nennt man auch wohl, namentlich in Hol-land, den Schiffsmäkler, d. h. denjenigen, welcher, als Mit-telsperson zwischen Kaufleute» und Schiffern, den letzter,,Fracht für ihre in Ladung liegenden Schiffe, und den ersternSchiffsgelegenheiten besorgt.
Cargo, Carga, franz. Largaison; englisch Largo;holl. I.aämx; ital. Larico, heißt 1) die S chiffslad ung;2) das Verzeichn iß aller auf einem Schiffe geladenenWaaren, welches außer deren näherer Bezeichnung noch dieNamen der Absender und die Angabe der Löschungsorte ent-hält; 3) ein Handelsgewicht in Spanien und den spanischenInseln Majore« (Mallorca) und Minorca.
Carica, ein Weinmaaß auf der Insel Cypern.
Cariolla, Salzmaaß auf der ionischen Insel Santa-Maura.
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