Band 
Erster Band. A - G.
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Carld'or

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Carte«

Carld'or, nennt man die Fünfthaler-Goldstücke, dieunter Fürsten, welche Carl hießen, geprägt wurden. Esgiebt einfache und doppelte.

heißen 1) Goldmünzen im KönigreichSardinien; 2) eine Silbermünze im Königreich beider Si-cilien (Neapel, Sieilien).

Hauptstadt der Grafschaft Cumberlandin England, am Eden, wo der Caldew und Peteril einstie-ßen, mit 22,000 Einw., berühmtem Dom, Baumwoll- undSeidenweberei, ist durch eine Eisenbahn mit Newcastle aufder Ostküste und mit Maryport auf der Westküste ver-bunden.

Carlsbad, Stadt in Böhmen, Kreis Einbogen, ander Töpel und Eger, berühmt durch seine warmen Bäderund die sogenannten CarlsbaderWaaren (Nadeln, feineTischlerwaaren rc.); 3800 Ew.

Carlsruhe, s. Karlsruhe.

Carlstadt, befestigte königl. freie Stadt in der öster-reichisch-kroatischen Militärgrenze, südwestlich von Agram,an der Culpa; 7000 Einw., griech. Bischofsitz, Gymnasium,beträchtl. Speditionshandel von hier über die Gebirge nachdem adriat. Meer.

Stadt im Königreich Sardinien,Piemont, unweit dem Po; 12,000 Ew., beträchtlicher Sei-denhandel.

Carmin, ist der durch Riederschlag aus einer Auflö-sung der Cochenille bereitete hochrothe Farbestoff, der ausdem eigentlichen Farbestoff und einem thierischen Stoff be-steht, die beide in der Cochenille enthalten sind und in derBereitung noch mit einer Säure verbunden werden. DurchKochen in Aether gewinnt man krystallinische Körnchen, dieman dann wieder in reinem Weingeist auflöst und daraufnoch mit Aether vermischt, um den Farbestoff zu erhalten,der sich aus jener Mischung nach einiger Zeit in glänzenden,purpurrothen Körnern zu Boden setzt. Diese lösen sich sehrleicht in Wasser auf, das carmesinroth wird. DieselbeFarbe giebt der Farbestoff auch in der Auflösung durchLhonerdesalze, so wie durch im Uebermaaß zugesetztes sal-petersaures Queckstlberoxydul; dagegen wird er durch sal-petersaures Quecksilber und salzsaures Zinnoxydul scharlach-rot!), durch Kalkwasser, Bleisalze, leichtlösliche Alkalien undsalpetersaures Quecksilberoxydul violett; veilchenblau durchessigsaures Blei; lebhaft ponceauroth durch essigsaurenBaryt, jedoch nur langsam und wenig färbend; braunrothdurch Eisensalze; carminroth durch Thonerdehydrat; schnellgelb durch Chlor, langsam durch Jod, Zinn und die Mine-ralsäuren; aber die Boraxsäure macht diese Farbe dunkler.

Es giebt verschiedene Sorten Carmin, in Rücksicht aufFeinheit und Reinheit, die man durch Nummern unterschei-det. Die Hauptunterschiede derselben entstehen durch dieMenge des Zusatzes von Alaun während des Riederschlags,wodurch die Farbe entweder schwach, oder lebhaft und tiefwird. Außerdem wird er auch verfälscht durch Zusatz vonOrleans (giebt einen Stich in's Pomeranzengelbe), mitslorentiner Lack (setzt sich dann im Wasser schnell zu Bodenund färbt schwach), mit Zinnober (hat einen Schimmer insPonceaurothe), mit Mennige, oder mit Fernambuk. Alle

diese Zusätze erkennt man am besten durch die Auflösung inAmmoniak, worin der unreine Carmin unlöslich bleibt.

Das Carmin ist eine der feinsten und theuersten Farben,die meist nur zur Miniaturmalerei, in mathematischen Ris-sen (weil sie die schwarzen Punkte und Linien nicht deckt),zur Färbung der Conditorei-Waaren und künstlichen Blu-men, zur vorzüglichsten rothen Dinte, zur Schminke, rothenFolie rc. gebraucht wird.

Das meiste Carmin liefert Paris, das beste aber auchtheuerste Wien.

Man nennt auch andere Farben Carmin, z. B. blauenCarmin (gefällter Indigo), braunen Carmin (gereinigterUmbraun), schwarzen.

Carmin-Lack, s. Kugellack.

Carmin-Roth, nennt man Schminke.

Carolin, Carlin, nennt man 1) die ehemals inAnspach, Baiern, Köln, Fulda, Hessen'-Darmstadt, Wür-temberg rc. geprägten Goldmünzen zu 3 Goldgulden — 3Goldthaler (Pistolen), im Gewicht 202-/z holländische As;2) die in Frankfurt a. M. übliche Währung, im Wechsel-geld — 62/,5 Thlr., — 9>/r Gulden, in Waarenzahlung —11 Fl. 3) ehemalige schwedische Silbermünze, zu 2 und 4Markstücken, jene fast 12 Sgr., letztere 28 Sgr. preuß.

(dlortb-), einer der NordamerikanischenBereinigten-Staaten, der in Ost-und Südost an den atlant.Ozean, N. an Virginia, SW. an South-Carolina, W.an Tenessee stößt; 49,800 QM. groß, 1840: 248817 Ew.Die Blauen-Berge durchziehen das Land von SW. nachRO. Das Klima ist mild, der Sommer heiß, die Winter-zeit in den niedrigen, besonders den südöstl. Küstengegendenungesund. Die Produkte sind Getreide, Tabak, Hanf,Baumwolle, Reis, Indigo, Holz, Rindvieh, Schafe. Sitzder Regierung ist die Stadt Raleigh.— 8ontli-L., stößtSO. an den arlant. Ozean, im N. und RO. an North-Carolina, im W. und SW. durch den Savannah vonGeor-gia geschieden. Die lange Regenzeit macht das weite Nie-derland sehr ungesund durch das gelbe Fieber. Im Nord-westen ist das Land gebirgig durch hohe Zweige des Alle-ghany-Gebirge. Die hauptsächlichsten Produkte sind Mais,Hafer, Reis, Baumwolle, Kartoffeln, Weizen, Rindvieh,Pferde, Schweine, Schafe.

Carotten, s. Tabak.

Hauptstadt des gleichnam. Arrond.in Frankreich, Dep. Vaucluse, am Auzon, mit 11,300Ew.;beträchtlichem Handel mit Seide, Mandeln, Krapp, Saffran,Wachs, Honig, Trüffeln, Olivenöl, vorzüglichen Früchte»,Seidenspinnerei, Färberei, Gerberei.

Carratte, Carrate, Carret, die kleinste Rech-nungsmünze in Arabien, 700 --- 1 Dollar, 6400---1Toman.

Carro, Getreide-, Wein- und Ackermaaß in Italien.

Carroor, Croor, Kaur, in Ostindien — 100,000Lack Rupien.

Cartell, bezeichnet in seiner gewöhnlichen Bedeutungeinen Vertrag zwischen einzelnen Sraaten wegen Ausliefe-rung von Personen an denjenigen Staat, welchem sie Ver-bindlichkeiten schuldig geblieben sind, in Fällen, wo sich die-