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Kassie
tinotorius, s, Safflor.römisches Wein- und Oelmaaß.
Carub, s. Karub.
V»8k»lv, Stadt im Königreich Sardinien, General-Intendanza Alessandria, am Po; Wein, Getreide, Seiden-spinnerei; 16,000 Ew.
Casbeck, Casbechi, Kasbek i, eine kupferne Schei-demünze in Persien.
Cascarille, Lortox cascarillao, ist die Rinde des inPeru, Paraguay und auf den Bahama-Jnseln wachsendenStrauches Lrolon Lascariila. Sie kommt >/z bis 1 Liniedick zusammengerollt, in Stücken von einiger, Zoll Länge inden Handel; ist außen aschgrau und oft runzlig, inwendigbräunlich-rostfarben oder braunschwarz, fest und schwer,glänzt auf dem Bruch. Anfangs schmeckt sie bitter, nachheretwas scharf, und erregt eine anhaltende Wärme im Munde.Der Geruch schwach, aber dem Moschus und Ambra ähnlich,wird aber durch Wärme und durch das Pulvern so wie aufglühenden Kohlen stärker. Sie brennt leicht und enthältein ätherisches Oel, das gelblichwei) oder grünlich aussieht,und dem man die Heilkraft der Rinde als vorzügliches Mit-tel gegen Fieber, Erbrechen und Ruhr, sowohl in Pulver-form als Ertract, zuschreibt. Auch als Räuchermittel undzu Tabaksaucen wird die Rinde gebraucht; jedoch darf zuletzterem Zweck nicht viel genommen werden, sonst betäubtder Tabak. — Das ätherische Oel gewinnt man durch De-stillation in Wasser.
Als Rebensorten der Cascarille kommen im Handelvor: die (Zuina blanca oder Lopalcbo, aus dem mejicanischenStaac Bera-Cruz, in langen Röhren, gelblich-aschgrau mitröthlich-braunen Flecken, inwendig rostbraun; — und dieLascariila nova, außen grünlich und inwendig weißer als dieechre Cascarille.
Verpackt wird die Cascarille in Suronen, Kisten oderFäßchen.
Casch, Casches, Kas, Käsch, Scheidemünzen inOstindien; siehe Batavia, Madras, Pondichery,Tunkin, Lrankebar; fernerein Gold- und Silberge-wichl in China.
Easco, stanz. Lorps, cngl. I!oä^, skull, holländ. Hol,I.igbam, ital. Lasco, Largo, 8callo, heißt der Rumpf oderKörper des Schiffs. Im Affekuranzwesen versteht mandarunter das ganze Schiff im Gegensatz zur Ladung, daherder Allsdruck „Versicherung auf Casco."
Cashemir Shawls, s. Shawls.
Casimir, ein feines, geköpertes Wollzeug, dem manwegen seiner Leichtigkeit, Dauerhaftigkeit und Elasticität denVorzug vor dem Luch giebt. Er wird gewöhnlich im Stückgefärbt, aber auch gedruckt. Der vorzüglichste Casimir istder englische; in Frankreich wird er vorzugsweise zumDrucken gearbeitet. Viel liefern auch Preußen und Sachsen.Die Mode vernachlässigt dieses schöne Zeug jetzt.
Cassa, Cassa-Buch, Cassa-Conto, Cassi-rer. Mit Cassa, Casse, stanz. Laisso; englisch Lasb;holl. Lassa, lias; ital. Lass», pflegt man im Handel und imgemeinen Leben häufig das baareGeld überhaupt zu be-zeichnen, wenn man sagt: „bei Casse sein," „nicht beiCasse sein," „bei guter Casse sein" — !c> So sagt man
z. B. „Ich brauche heute viel Cassa zur Einlösung dreifälliger Wechselposten," „Zahlung per Cassa," d. h. Zah-lung durch baares Geld, und nicht durch Wechsel oderScontriren rc. — Cassirer,Cassier, stanz. Laissior;engl. Laskler; holl. Lassior; ital. Lassiero, heißt derjenigeGeschäftsgehilfe, dem die Einnahme und Auszahlung derbaaren Gelder, die Einziehung der Wechsel rc. obliegt, sowie auch bei Corporationen und Behörden der mit diesemGeschäft beauftragte Beamte. Der Cassirer hat über seinebaaren Einnahmen und Ausgaben zunächst ein Brouillon(Schmierbuch), dieCassa-Strazze, zuführen, in denmeisten Häusern auch ein besonderes Sorten-Buch; ge-wöhnlich hat er auch die Führung des eigentliche» Cassa-Buches zu besorgen; s. den Art. Buchhalten. In ei-nigen Gegenden, vorzüglich in Holland, pflegt man unterCassirer auch den Bankier zu verstehen, und sagt indieser Bedeutung: „Ich werde Sie durch eineAnweisung aufmeinen Cassirer bezahlen" rc. — Cassa-Conto heißt imBuchhalten diejenige Rechnung, auf welcher alle Verände-rungen, die sich auf das baare Geld beziehen, vorgemerktwerden, durch deren Abschluß sich daher der Vorrath anBaarschaft ergiebt; s. Buchhalten.
Cassel, s. Kassel.
Stadt in Frankreich, Dep. Nord, Arrond.Hazebrouck, auf einem Berge mitten in einer weiten Ebene,mit 1410 Einw., Oelfabriken, Salzraffinerien, Gerbereien,Brauereien, Leinwand- und Tuchweberei, Spitzenklöppelei,Viehhandel.
Cassenanweisnngeil, Cassenbillets, heißt daspreußische Papiergeld.
Cassengeld, wurde in einigen deutschen Staaten bis-her diejenige Währung (Valuta) genannt, worin die Zah-lungen an öffentliche Landescassen für Steuern rc. geleistetwerden mußten, zum Unterschiede von der im Verkehr ge-bräuchlichen geringern Curant-Valuta. So wird z. B. inHannoverder bei öffentlichen Cassen lange Zeit hindurchnoch üblich gewesene leipziger oder 18 Guldenfufi mit demNamen Cassengeld bezeichnet, und 9 Thaler Caffengeldwerden — 10 Thlr. Conventionsgeld gerechnet.
Casserillas, der spanische Name mehrerer Artenweißgarnigcr deutscher Hausleinwand, die über Hamburg,und Bremen nach Spanien, Portugal und den Coloniengeht. S. Leinwand.
Cassetto, heiße» die venetianischen 2 Soldistücke.
Cassico, Oelgewicht in Messina. 1 Cassico — 12'/?Rottoli -- 227,2082/z holl. As oder 23 Pfd. 11 Lth. preuß.
Cossie, Lassia llskula oder bistularis, Röhrencas-sie, Purgircassie, stanz. Lasso, Lasso en bawns, Lane-iico, engl. Lassia kistuia, Lassia in tiio cano, ist die Fruchteines in Ostindien und Südamerika wachsenden großen Bau-mes aus der Familie der Leguminose». Sie ist eine walzen-förmige, gerade, harte, glatte, schwarze, 1 bis 2 Fuß lange,>/s bis 1 Zoll dicke Hülse mit vielen Fächern, ist denen einbraungelber Same in süßem und weichem Mark liegt. Manunterscheidet levantische oder ostindische Cassie mitlangen, dickenHülsen und süßem Mark; alexandrinischeoder ägyptische, dünner und mit weniger Mark; diekleine amerikanische, die geringer als die ostindische ist;