Ceylon
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der Mahawally auf der Ostküste. Das Klima ist sehr heiß,im Innern ungesund, und wird auf der Küste nur durchMeerbrisen gemäßigt. Die Küstenstriche sind fruchtbar.
! Die Produkte sind, außer schönen Diamanten, Rubinen,Sapphiren, Amethysten und anderen Edelsteinen, Perlen imGolf von Manaar, deren einträgliche Fischerei von der Re-gierung verpachtet wird, vorzüglicher Iimmt, der sonst nir-gend in dieser Art sich findet, Kasse, Zucker, Pfeffer, Carda-mum, Betel, Nelken, Muscat, Cocosnüffe, CocoSöl, Reis,Tabak, Arrak, Ebenholz, Elfenbein, Salz bei Hambantotte,Elephanten, Schakal, Gazellen, Damhirsche, Schlangen,Krokodille. Die Bewohner sind theils malaische Singalesen,nicht ohne Bildung, theils die wilden Bedahs oder Weddahsim Innern. Die Insel hat gute Häfen, nämlich Po in t-de - Galle, an der Südküste in der gesundesten Gegend derganzen Insel, mit einer großen Citadelle, großen Zimmt-wäldern und ansehnlichem Handel. Dieser Hasen ist derHülfshafen von Colombo, wo gewöhnlich die nach Europabestimmten Schiffe befrachtet werden. — Lrinkomaly,an der Ostküste, mit einem bedeutenden und einem der schön-sten Häfen in Asien, der durch seine Lage den Schlüssel zumindischen Ozean bildet. Derselbe ist die Station der Kriegs-flotte, mit Schiffswerften. — Die kleine Stadt Maturaist wegen der Elephanten-Jagd und wegen der Edelsteineauf ihrem Gebiet wichtig. — Eolombo, aus der West-küste, ist die Hauptstadt auf der Insel, groß, gut gebaut undstark befestigt, mit 70,000 Ew.; Sitz des Guverneurs undStapelplatz für den auswärtigen Handel, obschon der Hafenwährend eines großen Theiles des Jahres unsicher ist.
Der Anbau des Kaffes nimmt reißend zu. Im Jahr1833 betrug der Einfuhrzoll für Ecylon-Kaffe in England- 1,870,143 Pfd., 1842: 7,098,343 Pfd. Dagegen hat die
Ausfuhr des Cinnamon abgenommen; denn im Jahr 1841betrug der Werth der Ausfuhr 24,837 Pfd. Sterl., 1842:13,207 Pfd. Sterl., während die Ausfuhr der Areka-Nüffebeträchtlich zugenommen hat, nämlich 1841 für 22,428,1842: 29,222 Pfd. Sterl. Ueberhaupt betrug der Werthder Ausfuhr inländischer Produkte 1830: 274,810,1833:132,530, 1836:334,319, 1840:386,779, 1841:344,715, 1842 : 421,413 Pfd. Sterl.; der Werth der Ein-fuhr 1830: 349,381, 1833: 320,891 , 1836: 411,167,1840: 333,977, 1841: 564,478 , 1842: 622,447 PfundSterling.
Münzen- und Rechnnngsmeise.
Früher, als Ceylon noch holländische Kolonie war, rech-nete man nach Rixdalern (Reich sthalern) zu 12,Fanams, zu 48 Stüvern und 144Chalins indisch, wie inBata via. Jetzt rechnet man auf der ganzen Insel nachThalern oder Silberrupien zu 12 Fanams d 4Pices oder Piesü 3 holländische oder 4 englischeChallies, häufig aber auch nach englischer Sterl.-Valuta. — 1 Rixdaler — 1'/- engl. Schillings oder13 Sgr.
Bei Wechseln auf Madras wird die Stern- Pa-goda (Pogoilo-Siar) zwischen 39 und 61>/2 Fanams (baldhöher, bald niedriger) notirt.
Span isch-mejica nische Piaster gelten, je nach-, dem sie begehrt werden, 37 bis 39 Fanams, — 4 Schillinge4 Pence.
Chagrin
Lnrs. Von Colombo aus wird gewöhnlich nur aufLondon gewechselt, in mehrmonatlicher Sicht, indem mehroder weniger 96 bis 100 Pfd. Sterl. hier für 100 Pfd. St.in London gezahlt werden. Auch wird auf Bombay, Cal-cutta, Madras gewechselt.
Maaße und Sewichle werden in Unzen, Pfunde rc.eingetheilt, und sind jetzt dieselben wie in England.
DieHauptmaaße für trockene Waaren sind derParrha— 2 Marcals » 22 /z C 0 rneys. Der Corney — 4>/rSeers oder Maaß a 4 Chandoos. — Das Ammomamoder A m 0 n a m — 8 P a r r h a s, und die L a st -- 9>/2 Am-moniums oder 1800 Seers. — Der Parrhasoll 6^/, alteWein-Gallons ---- 5,62 Jmperial-Standard-Gallons, —23,33 franz. Litres halten; doch wird er gewöhnlich nachdem Gewicht geschätzt, welches nach den verschiedenen zuwiegenden Waaren natürlich verschieden ist; so wiegt z. B.1 Parrha Salz 33 Pfd., Kaste und Pfeffer 30 Pfd., Reis44 Pfd. engl. avoir äu poiüs. — Der Parrha ist ein voll-kommener Würfel; sein inneres Maaß ist auf allen Seiten11,87 engl. Zoll. Dies beträgt für seinen Inhalt 1548,815engl. Kubikzoll, — 1279,44 franz.Kubikzoll. — Der Seerist ein vollkommener Cylinder von 4,35 engl. Zoll Tiefe und4,35 Zoll Durchmesser.
/lüfsigkeitsmaaße. Der alte englischeGallonhat2^/2 Canadeszu2Quarts a 15 Drams. 5 Canadesoder 2 Gallons machen eine Velte aus, und 73 Weites 1Legger. — 130 Gallons — 1 Leaguer oder Leggcr. —Arak wird per 80 Weites eingekauft und nach dem Leggcrvon 73 Veltes verkauft.
Handelsgewicht ist das englische. Der Candy oderBahar ist 500 Pfd. engl. avoir äu poicks schwer, —226,777 franz. Kilogramm, — 483 preuß. Pfd., — 461Pfd. Holland. Troy-Gewicht. — Der Garce ist 9256>/2Pfd. engl. av. ä. p. schwer. — Der Ballen ceyloner Ca-nehl (Zimmt) wiegt meist ohngefähr 92>/2 Pfd. englischavoir äu poicks.
Da zwischen den eigentlichen Cey lauern oderCing«lesen der Tauschhandel noch gebräuchlich ist,so findet man bei ihnen den Gebrauch des Geldes nurselten.
Im Jahr 1840 wurde die vanü ak lloxlon gegründet,die ein Comtoir in London und das Hauptgeschäft in Co-lumbo hat. Sie macht alle Bankgeschäfte, sowohl durchGeldwechsel, als durch Kreditbewilligung in laufender Rech-nung nach dem schottischen System, im Wechsel-Discon-tiren w.
Chagrin oder Chagrain, von den Türken undPersern Sagri, Sogri oder Sauwer genannt, nenntman die auf eine eigenthümliche Weise zubereiteten Häutevon Pferden, wilden Eseln und Kameclen. Er wird fastnur im Orient und von den Tartaren gemacht. Die Lar-taren und Armenier verfertigen in Astrachan von dem Rü-ckenstück der Pferde- und Eselshäute gleich über dem Schwanz,beinahe in halbmondförmiger Gestalt, 1^/4 Ellen in derQuere, 1 Elle nach der Länge des Rückens. Man weichtdiese Stücke in Wasser ein, enthaart und fleischt sie aus, so daßvon der ganz weich gewordenen Haut nichts weiter übrigbleibt, als das reine saftige Gewebe, welches ohngefähr wie