Correspondmz
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Corsica
den Vorräthen und Preisen der hauptsächlichsten Artikel undfordern zu Bestellungen auf. — Die Bestellungsbriefehaben, wie der Name sagt, eine Bestellung von Waaren aneinem auswärtigen Orte zum Gegenstand. Man sprichtdarin sein Vertrauen zu dem Empfänger und seine Verspre-chungen aus, legt ihm sein (des Bestellers) Interesse ansHerz, nennt die verlangten Waarenartikel, die Sorte unddie davon gewünschte Menge und bittet um billigste Stel-lung des Preises, oder limitirt auch wohl den Letztern. —Die Antwort hierauf sind die Briefe über die Ausfüh-rung erhaltener Bestellungen, worin man die Absenkungmeldet die beste und balligste Bedienung versichert, Rech-nung giebt, und um bildige Erneuerung der Bestellungbittet, zu welchem Ende man häufig eine Preisliste bei-legt. — Die Briefe über Commissions - Einkäufeund- Verkäufe folgen eben diesen Regeln, s. Com-mission.
Die Briefe über Speditivnsangelegenheitensind meistens sehr kurz; man zeigt den Empfang oder dieAbsenkung von Speditionsgütern durch den Fuhrmann oderSchiff und Kapitain N. R. an, fügt die Spesenrechnungbei und empfiehlt sich zu fernern Aufträgen.
Die im Wechselgeschäft vorkommenden Briefe sindäußerst mannigfaltig und richten sich nach den verschiedeneneinzelnen Angelegenheiten, deren oft mehrere vereint sind.Die Briefe über Wechselangelegenheiten werden unter allenkaufmännischen Briefen am kürzesten gehalten. Es kommthier hauptsächlich aufBestimmtheit, nicht auf viele Worte an.Die einzelnen Gegenstände dieser Briefe sind: Trakten undRimessen aller Art, Wechsel-Acceptationen, Vorzeigung vonWechseln, Einziehung und Zahlung von Wechselsummen,Zahlungsweigerungen, Wechselproteste, Interventionen rc.
Die von Baarzahlungen und Baarsendungenhandelnden Briefe enthalten: die Anzeige einer gemachtenBaarzahlung oder Baarsendung oder den Empfang einersolchen, den Auftrag zu einer Auszahlung, die Berechnungvon Unkosten deswegen rc.
Die kaufmännischen Erkundigungsbriefe wegender Solidität eines Hauses, mit dem man eine Geschäfts-verbindung beabsichtigt, die Briefe, welche eine ^gewünschteAuskunft ertheilen, die Verweisungs -, War-nungs- und Mahnbriefe und die Antworten darauffolgen den allgemeinen Regeln. In den Erstern sei manhöchst vorsichtig, so daß, wenn sie auch in andere Händekommen sollten, Niemand eine Verletzung der in Rede ste-henden Person darin finden kann. In den Letztern sei manhöflich und freundlich; schreibt man an einen bösen Schuld-ner, so verfahre man ernst und weniger schonend, aber stetsmit Würde.
Die von Fallimentssache» sprechenden Briefehaben die verschiedenen bei den verschiedenen Arten des Fal-liments vorkommenden Fälle zum Gegenstand.
Briefe über Rhederei, Bodmerei, Assekuranzund andere Schiffsangelcgenheiten sind sehr variirt nachden einzelnen sie veranlassenden Umständen; man sehe obigeArtikel.
Kreditbriefe oder Accreditife sind Schreiben,welche Bankiers oder andere angesehene Kaufleute an ihre
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auswärtigen Freunde richten, und welche sie solchen Per-sonen anvertrauen, die ihnen als rechtlich hinlänglich be-kannt sind. In diesen Creditbriefen ersuchen die Ausstellerdie Empfänger, den namentlich angeführten Inhabern derErstern, wenn Letztere es verlangen, bis zu einer gewissenHöhe Geldvorschüffe zu machen, ihnen mit Rath und Thatan die Hand zu gehen, und empfehlen sie ihrer Freund-schaft.
Aehnlicher Art sind die sogenannten Empfehlungs-schreiben, deren Inhalt aber eingeschränkter ist, indemman es hier dem Empfänger des Briefes überläßt, demUeberbringer so viel Gutes und Angenehmes zu erzeigen,als er will und für gut hält. Doch bittet man auch hierden Empfänger, den Vorzeiger des Schreibens mit Rathund Freundschaft zu unterstützen. Man unterläßt dabeinicht, von der Hochachtung, die man für Denjenigen hegt,an welchen der Brief gerichtet ist, von seinem Danke, vondem Eifer, womit man bei jeder Gelegenheit die erzeigteFreundschaft zu vergelten suchen werde rc., zu sprechen.Dasselbe geschieht natürlich auch bei den Creditbriefen.
Briefe endlich, welche Dienstanerbietungen vonHandlungsgehülfen an Kaufleute zum Zweck haben, müs-sen mit gebührender Achtung, Höflichkeit und Bescheiden-heit abgefaßt sein. Der Schreiber bezieht sich auf das Zeug-niß seiner frühern Prinzipale und bittet um Anstellung.Da es hierbei darauf ankommt, sich selbst, seine Fähigkeitenund Leistungen zu empfehlen, so muß ein solcher Brief mitaller Sorgfalt abgefaßt werden, doch weit entfernt sein vonKünstelei, die man nicht für eine günstige Empfehlung hal-ten darf. Man behalte auch hier die oben gegebenen allge-meinen Regeln stets im Auge.
Corrospondent. 1) Derjenige Handlungsge-hülfe, welchem ausschließlich die Correspondenz in einemHause oder ein Theil derselben übertragen ist. 2) Jederauswärtige Geschäftsfreund, mit welchem man inBriefwechsel steht, daher häufig für: Com Missionär.
Corsar, s. Korsar.
Eorsery, ein ostindisches, durch die Dänen in denHandel kommendes Baumwollenzeug.
Covsica, franz. Lorso, ist eine zu Frankreich gehörigeInsel im mittelländischen Meer, 30 Licues südöstlich von derfranzösischen Küste, und bildet ein besonderes Departement;874,74t Hectaren groß mit 221,463 Einw. in den S Arron-diffements Ajaccio, Bastia, Corte, Calvi, Sartcne. DieBewohner sind größtenteils sehr roh und träge. DieProdukte der Insel sind Südfrüchte, guter Wein, Getreide,Flachs und Hanf, viel Holz, im Meer Korallen, Thunfischeund Sardellen, außerdem Honig und gesuchtes Wachs,Rindvieh, Schafe und Käse. Von Industrie kann kaum dieRede sein. Die Bewohner liefern nur sehr grobes Tuch fürdie Gebirgsbewohner aus der braunen und schwarzen Wolleder Landheerden, vermischt mit Ziegenhaaren; in einigenDörfern um Niolo im Arrond. Corte grobe Leinwand, vielKäse, Leder, Eisen aus dem Erz, das man von Elba holt.Ajaccio ist Sitz derPräfectur; bedeutend sindaußerdem diebefestigten Küstenstädte Ajaccio, Calvi, Bonifaciounh Corte aus der Mitte der Insel.
In früherer Zeit rechnete man auf der Insel in der
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