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Erster Band. A - G.
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Dalmatien

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Dänemark

Dalmatien, ein Königreich im Kaiserthum Oester-reich; grenzt im R. an Kroatien, O. an die Herzegowine,Skutari und Montenegro, S. und W. an das adriatischeMeer, wo es ein schmales, gebirgiges Küstenland bildet.Im N. wird es durch das Velebitchi-Gebirge von Kroatien,und im O. durch die Prologh- und Popillach-Gebirge vonBoSnien, weiterhin durch das Montenegro-Gebirge vonAlbanien geschieden. Das Land ist wasserarm, hat nurKüstenslüsse (Marpolazza, Zermagna, Narenta, Kerka,Cettina rc.), einige Seen und große Sümpfe, wodurch dasLand ungesund wird; die Gebirge sind kahl und unfrucht-bar, mit nur wenigen fruchtbaren Thälern. Weder Land-bau noch Industrie sind bedeutend, und zur Ausfuhr kom-men von den wenigen Produkten nur Oel, Wein, Feigen,Mandeln, Rosmarinöl, rohe Häute und Seesalz. An derbuchtenreichen Küste liegen mehrere Inseln, die zu Viehwei-den benutzt werden. Eingetheilt ist das Land in die vierKreise Jara, Spalato oder Spalatco, Ragusa, Cattaro,mit gleichnam. Kreisstädten mit Häfen.

Münzen und Kechmmg.

In Dalmatien, so wie in der dazu gehörigen ehemali-gen Republik Ragusa wird gegenwärtig, wie in Oesterreichüberhaupt, nach Gulden zu 60 Kreuzern i> 4 Pfennigenim 2»-Guldenfuß gerechnet und cursiren die österreichischenGold-, Silber - und Kupfermünzen.

Maaße und Gewichte sind gesetzlich die österreichischenoder wiener; im gewöhnlichen Verkehr und Handel werdenaber noch immer die ehemaligen dalmatischen gebraucht,die größtentheils, besonders die Maaße für Getreide undFlüssigkeiten, von den venetianischen abstammen, jedoch inden verschiedenen Orten verschieden sind. Ebenso weichendie in dem ehemaligen Gebiet von Ragusa davon ab, na-mentlich waren die Gewichte hier ursprünglich die türkischen.Das Olivenöl wird in Dalmatien nach der venedig erBarila (klarils Vene-to), in 6 Seccbj getheilt, gemessen.Die Getreidemaaße sind von dem venediger Slojo oder Stars— dem triester Stajo abgeleitet.

Damascirte Waaren, s. Eisenwaaren.

Damaö, Damask, Hauptstadt des gleichnamigenEjalets am Fuß des Antilibanon, in einer schönen Ebeneam Barady. Sie hat große Straßen und viele ausgezeich-nete Gebäude, worunter hier der Khan der Kaufleuteerwähnt zu werden verdient, ein Gebäude mit 6 Kuppeln,von Marmorsäulen getragen, neben einem schattigen, vonAreadcn umgebenen Hofe, wo sich die Waarenlager befinden;gegen 360,666 Einw., worunter 20,000 Christen und etwa8000 Juden sind. Die Industrie beschäftigt sich mit Stahl-und Eisenfabrikation, aber die Damasccnerklingen sind nichtmehr so berühmt wie früher und finden deshalb auch nichtmehr gleichen Absatz, ferner mit Leder-, Glas-, Baum-wollen- und Seidenwaaren. Der Handel ist sehr bedeu-tend, und zur Zeit, wann die große Karavane von da nachMekka zieht, versammeln sich wohl 40,000 Pilger.

Man rechnet nach türkische» Piastern zu 80As per».

liingenmaaße. Der Pik (Elle) von Damask---288franz. Linien oder 22,8 englische Zoll; der Pech») 280,2sranz. Linien, --- 24,8 engl. Zoll.

l.

tzandelsgewicht. Der Cantaro — 100 Rottoli,i> 60 Unzen a 10 Pesi. Der Rottolo, welcher auch in400 Metecali getheilt wird, wiegt 37333 holländ. As, —60 Unzen, ohngesähr — 3"/,« Hamburg. Pfd., — 1,783Kilogramm, ----- 3 Pfd. 13 Unzen engl. ovuir äu pois. —1 Metecal — l'/z Pesi.

Edle Metalle, Moschus und Rosenöl verkauft mannach der obigen Unze von 10 Pesi oder 62 /g Metecali.

Damast ist eigentlich ein Seidenzeug. Man giebtaber jetzt auchlei neuen, wollenenundbaumwolle-n e n Stoffen diesen Namen.

Damiette, Damiah, Stadt, 1'/? M. von derMündung des östl. Rilarms in Unter-Egypten, mit 30,000Einw., die Weberei, Reisbau und Handel mit Reis, Baum-wolle, Salmiak, Kasse und Leinwand treiben.

Rechnung, Münzen, Maaße und Gewichte wie inAlerandrien.

Damine, eine Kupfermünze zu Bassora.

Dammar-Harz, vammar-kuti, Steinharz,Katzenaugenharz, Itesina vainmar, das Harz eines derhöchsten ostindischen Bäume, Linus vammara Lamb., derauf den Molukken oft einen Durchmesser von 8 bis 10 Fußerreicht. Ueber der Wurzel hat er oft kopfgroße Auswüchse,aus denen ein weiches klebriges Harz ausfließt, das an derLuft nach einigen Monaten erhärtet und das Dammar giebt.Obgleich es in Ostindien und China schon seit langer Zeit inGebrauch ist, so kommt es doch erst seit 1827 über Englandin den deutschen Handel, in Stücken von verschiedenerGröße (von Erbsen- bis Hühnereiergröße), gelblichweißoder weingelb, außen mit einem weißen Pulver bestäubt,mehr oder weniger durchscheinend, leicht zerbrechlich, aufdem Bruche flach muschlig und stark glänzend. In denHänden erwärmt, wird es wenig klebend und knistert öfterswie Schwefel. Zwischen den Zähnen läßt es sich zermalmenund hat einen schwachen Harzgeschmack. Bei 80" k. wirdes zähe; bei höherer Temperatur kommt es zum Schmelzen,wobei es einen nicht unangenehmen Harzgeruch verbreitet.Terpentinöl und die ätherischen Oele lösen es schon in derKälte leicht auf, schwieriger geschieht dies mit fetten Oelen.Gebrauch: In Ostindien bereitet man aus dem Dammar-harz Fackeln, die in Sagoblätter eingewickelt ohne Dochtbrennen; auch bedient man sich dort desselben zum Kalfaternder Schiffe und benutzt es überhaupt, so wie wir das Pech.In Deutschland wird es vorzüglich zur Bereitung farbloserLacke verwendet, auch um den Copal damit zu verfälschen,und die kleinern Stücke hat man als Sandarak in den Han-del zu bringen gesucht.

Da», Dhan, Gold - und Silbergewicht, in der bri-tisch-ostindischen Präsidentschaft Bengalen.

Dänemark, ein Königreich, zu dem die deutschenLänder Holstein, Schleswig mit den Inseln Femern, Alsen,Aeröe, und Lauenburg, die Insel Island und die Faröer-Jn-seln in Europa, und außerdem Colonien in Nord-Amerika,Westindicn, Afrika und Asien gehören. Das eigentlich dä-nische Land ist Jütland (440>-z QM.) mit den benachbartenInseln, von denen die größten Fühnen und Seeland, dieübrigen bedeutenderen Lolland, Falster, Bornholm, Lange-

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