Dänemark
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Dänemark
land, Möen, Samsöe, Läfföe, Anhalt, Fanöe, Taasing rc.Dänemark überhaupt umfaßt 1021 Q.M. mit (1848:)2,400,000 Einw., deren Haupterwerb Ackerbau, Viehzucht,Fischerei, Schifffahrt und Handel sind. Die Industrie istin Dänemark nicht heimisch, und das Gewerbewesen, invielen Rücksichten nur auf häusliche Thätigkeit beschränkt,schafft größtentheils nur für den heimischen Bedarf, z. B.die Garnspinnerei, Weberei, Stickerei, Brauerei, Brannt-weinbrennerei, Wollstrickerei und Töpferei (in Jütland),die Verfertigung von Stubenuhren auf der Insel Born-holm !c. Von einiger Bedeutung sind die Kupferschmiede-,Sattler-, Riemer- und Kunstdrechslerwaaren, die Eisen-gießerei und die durch hohen Einfuhrzoll geschützten Zuckcr-rafsinerien. Die Papierfabrikation im Königreich Däne-mark ist der in den Herzogthümern Schleswig und Holsteinsehr überlegen. Dort sind (1843) 13 Fabriken, welche 428 Ar-beiter beschäftigen und 4,730,000 Pfd. Lumpen verarbeiten,hier 18 Fabriken, beschäftigen aber nur 130 Arbeiter undverarbeiten 1,260,000 Pfd. Lumpen, und befriedigen deninländischen Bedarf keinesweges. Die beträchtlichsten Aus-fuhrartikel sind Getreide, Mehl, Fett, Butter, Fleisch, Vieh,Pferde, Malz, Kleesaat, Hülsenfrüchte, Oelkuchen, Hanf-, Lein-ei. Rüböl, Leder, Wollwaarcn, Felle, Häute. Die Küsten, ringsvom Meer umflossen, stehen der Schifffahrt offen, und derVerkehr wird nicht blos durch Kauffahrer, sondern auch durchdie Dampfschifffahrt zwischen Kiel, Kopenhagen, Aarhus,Götaborg, Stettin, Stockholm, Riga, Petersburg rc.unterhalten. Beträchtlich ist auch die Wallsischfängereidänischer Schiffe im großen Ozean nebst der Lhransiederei.Die bedeutendsten Handelsstädte sind Alton«, Flensburg,Kopenhagen, Kiel, Rendsburg, Glückstadt, Apenrade, Cap-peln, Eckernförde. Die Einfuhr besteht hauptsächlich inEisen, Holz, Zucker, Kasse, Tabak, Reis, Wein, Manu-fakturwaaren. Die Hauptwege für den Handel durch dendänischen Staat zur See sind: der Sund, der große Beltund der schleswig-holsteinische oder Eider-Canal. Auch dieElbe ist für den Transito-Handel des dänischen Staats inso-fern wichtig, als der Elbzoll bei Lauenburg der Staatskasseeine Einnahme gewährt, die jetzt ebenso groß ist wie die vomschlcswig - holsteinischen Canal. Uebrigens besteht der dä-nische Handel hauptsächlich durch die Schifffahrt. Die Han-delsflotten von Dänemark und den Herzogthümern Schleswigund Holstein halten sich beinahe das Gleichgewicht, dennwenn Dänemark an Größe der Schiffe überlegen ist, so habendie Herzogthümer eine bei weitem größere Zahl kleinererSchiffe. Dänemark besaß 1844: 1781 Schiffe von 39,031Commerzlasten, die Herzogthümer 2403 Schiffe von 39,431Commerzlasten; Schleswig hat davon 20,477, Holstein18,974 Commerzlasten. Auswärtige Plätze, welche vonSchiffen unter dänischer Flagge besucht werden, sind (18 44):London (166,000 Commerzlasten) , Hüll (18,800 CL.),Hamburg (13,000 CL.), Newcastle (12,300 CL.), Leith<8000 CL.), Hartlepool, Rio-Janeiro, Christiania, Ber-gen, Antwerpen, Stettin, Buenos-Ayres, St.-Petersburg(3100 CL.). Die meiste Zufuhr seewärts erhält Dänemarkvon Norwegen und England; die Herzogthümer von Schwe-den und England. Flensburgs Einfuhr aus den westindi-schen Colonien betrug 1844: 3,000,000 Pfd. Zucker und70,000 Viertel Rum.
Münzen und Dehnung.
1) Die Verordnung vom 8. Januar 1813 bestimmtden Münzfuß im Königreich so, daß aus einer kölnischenMark fein Silber 9>/, Species oder 18^ Reichsbankthaler(Ilizskonkäoler) geprägt werden sollen. Die Mark sein Sil-ber wird mit 2 Loth 8'/? Gran Kupfer verschmolzen, wo-durch ein Species und Reichsbankthaler beinahe 14löthig,
--13°"/°-- ist-
Ein Species ist — 2 Reichsbankthalern;1 Reichsbankthaler — 6 Mark, ^ 96 Schillingen, —192 Halbschillingen; 1 Reichsbankthaler ^ 22 Sgr.8^/7 Pf., — 1 Gulden 19 Kreuzer i V-Pf- im 24'/2-<8ulden-suß, — 1 Gulden 4 Kr. 3^/7 Pf. im 20-Guldenfuß; 1 Spe-cies ---1 Thlr. 13 Sgr. 4^7 Pf., -- 2 Fl. 38 Kr. 3°/, Pf.im 24l/2-Guldenfuß, --- 2 Fl. 9 Kr. 2-/7 Pf.
Neben den durch die Nationalbank geprägten Speciesund Reichsbankthalern, so wie den kleineren Silbermünzen,als 32 (11 löthige), 16 (8 löthige), 8 (6 löthige), 4 (4 lö-thige), und 3 (32/zlöthige) Reichsbankschilling - Stücken(Skilling), cirkuliren noch eine Menge älterer Silbermün-zen im Königreich, die einen festen Curs erhalten haben.Au diesen gehören neben dem holsteinischen Species, >/z —382/z Reichsbankschill., >/,2 — 16 Reichsbankschill., und >/,zSpecies- (12, 3 und 4 lß-) Stücke, auch Ein-lübsch-Schill.-Stücke.
Außerdem cirkuliren im Königreich Zettel zu 100,80, 8 und 1 Reichsbankthalern, die mit dem Silbergeld seiteinigen Jahren rll pari stehen; und kupferne Scheide-münzen in 6, 4, 3, 2, 1 und >/2 Reichsbankschilling-Stücken.
2) In den Herzogthümern Schleswig und Hol-stein rechnet man nach Curantgeld; jedoch sollen nachden Verordnungen vom 3. Jan. und 13. Oktbr. 1813 alleContracte, Schuldverschreibungen rc. auf ReichsbankgeldSilbermünze lauten, auch werden die königl. Steuern darinberechnet, und nach einer Verordnung vom 4. Juni 1814sollen alle neue Abgabentarife und Sporleltaxen nur solcheSätze enthalten, die sich sowohl in Reichsbankgeld als in dencursirenden Curantmünzsorten bezahlen lassen.
In den Herzogthümern galt der erwähnte Münzfußvon 9'/, Species schon vor der Verordnung vom 29. Febr.1788. Darin wurden 1, 2/^ und >/- (14 löthige), >/« (11löthige), >/i2 (8 löthige), '/2t (6 löthige) Species, oder 40-,20-, 10-, 3-und 2>/2-Schillingstücke geprägt. Außerdem cir-kuliren die dänischen Silbermünzen, nämlich derR eich s-bankthaler, die 32-, 16-, 8-, 4- und 3-Reichsbank-schilling-Stücke, auf deren 3 ersten Sorten der Werthin Curant mit 30, 10, 8, 2'/z und 1'/» Schilling angegebenist; ferner die kupfernen 2-Schillingstücke, von denen 32,1-Schillingstücke, von denen 64, '/z-Schillingstücke, von de-nen 128 aus 1 Pfd. kölnischen Kupfergewicht gemünzt sind.Neuerdings sind, um die Benutzung der Reichsbankscheide-münze bei Curant-Iahlungen zu erleichtern, Pfennigeoder '/z-Reichsbankschilling-Stücke, 320 aus 1 Pfd. köln.Kupfergewicht, geprägt worden. Indessen sind diese kleinenScheidemünzen des Reichsbankgeldes beinahe gar nicht inUmlauf gekommen, dagegen gangbar das ältere Curantgeld,11'/- Reichsthaler auf eine köln. Mark fein Silber, und alsScheidemünze silberne Schillinge (4 löthig), 13 ReichS«