Difsltiren
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Dinkel
gen. Will aber der Bevollmächtigte vorstehenden Eid nichtabschwören, oder weigert er sich, einen Ort, wo die Vorle-gung an den Prinzipal geschehen könne, anzuzeigen, sokann auf die von ihm etwa offerirte Diffession keine Rück-sicht genommen, sondern der Wechsel muß in contumaciamfür recognoscirt geachtet werden. Will der Kläger den Be-vollmächtigten zu diesem Eide nicht lassen, so steht ihm frei,die Richtigkeit der Hand- und Unterschrist durch Zeugenoder Vergleichung der Handschrift, nach Vorschrift des vori-gen Paragraphs, nachzuweisen. Ist dieser Nachweis hin-länglich beigebracht worden, so muß vorläufig auf gericht-liche Niederlegung oder annehmliche Sicherstellung der ein-geklagten Summe erkannt, und dies Erkenntniß in dasVermögen des Beklagten vollstreckt werden.
„Ist hingegen der Beklagte wegen bescheinigter Krank-heit außen geblieben, so muß mit der Abnahme des Diffes-sionseides, insofern es nach Maßgabe des oben erwähntenParagraphs darauf ankommt, in seiner Behausung verfah-ren werden, es wäre denn, daß der Beklagte von dem dazuernannten Deputirten so krank befunden würde, daß der-gleichen Handlung von ihm mitBewußtsein undUeberlcgungnicht vorgenommen werden könnte, in welchem Fall die Ab-leistung des Eides bis zu seiner Besserung ausgesetzt bleiben,oder, wenn die Krankheit in einen anhaltenden Wahn - oderBlödsinn ausartet, ihm ein Curator bestellt und gegen die-sen die Sache fortgesetzt werden muß.
„Ist endlich ein Wechfelbeklagter, in dessen Namen einBevollmächtigter die Diffession offerirt, ohne alle scheinbareUrsache außen geblieben, so muß auf die angebotene Diffes-sion gar nicht geachtet, sondern der Wechsel in cunlumaciamfür recognoscirt angenommen werden."
Diffitiren , die Richtigkeit der Unterschrift einesWechsels ableugnen.
Digestivsalz, salzsaures Kali, Snl äizesüvnm, Kulimurisuicum, ein in der Arzneikunde und zur Darstellungkünstlicher Kälte (Eis) gebrauchtes, aus Chlor und Kaliumbestehendes Neutralsalz. In Würfeln krystallisirt, hat eseinen bitterlich salzigen Geschmack, ist luftbeständig, löst sichin 3>/2 Theilen Wasser von 0° und ohngefähr zu gleichenTheilen in heißem Wasser auf, und bewirkt beim Auflöseneine sehr starke Abkühlung. Es kommt in der Natur vorim Steinsalz, den Salzsoolen, dem Quellwafser, und auchin vegetabilischen und animalischen Körpern.
Hauptstadt des Depart. Cote d'or in Frank-reich mit 29,100 Einw.; Präfectur, königl. Gerichtshof,ein Civil- und ein Handels-Tribunal, Zeichnenschule, Asse-kuranzen, Strumpf-, Mützen-, Leder-, Spielkarten-,Wollenzeug-, Leinwand-, Muslin-, Sammet-, Senf-,Wachslicht-Fabriken, Messerschmiede, vorzüglicher Wein-bau, Leinwandbleichen, Gießereien und Dampfmaschinen-bauwerkstätten, Wollspinnereien, mehrere Bankhäuser. Han-del mit Wein und Eise».
Dike, eine Silbermünze von 20 Schillingen oder'/? Gulden im schweizer Kanton Zug.
bezeichnet in Frankreich im Allge-meinen alle gerichtlichen Verfolgungen, welche bezwecken,sich an einem Schuldner bezahlt zu machen oder sich in irgendeinem Rechte zu erhalten. — Im Wechselwesen versteht
er sich von den Protesten, welche man wegen Mangel anAnnahme oder Zahlung eines Wechsels genöthigt ist, auf-nehmen zu lassen, um sich die Regreßnahme an denAussteller oder die Indossanten zu sichern,oder um den Acceptanten zur Zahlung zu nöthigen. Manbewirkt auch Diligences über Anweisungen; dies sindaber nur einfache Vorladungen (Mahnungen) und keineProteste.
Dill , Kümmerlingskraut, gemeiner oder Garten-Dill, Aneilium gravcolens l.., eine im südlichen Europa bisnach dem schwarzen Meere hin wild wachsende bei uns inGärten angebaute und auch am Vorgebirge der guten Hoff-nung, so wie auf den Molukken und Antillen vorkom-mende Pflanze, von der hauptsächlich der Samen, 8cmcnAnechi, und das daraus durch Destillation gewonnene Oel,OIcum Inctlü benutzt wird. Das frische Kraut wird zartgeschnitten als Würze des Sauerkrauts angewendet. Dieovalen linsenförmigen Samen haben reif eine hellbräunlicheFarbe, sind 2>/z Linien lang und mit einem breiten, flachenRand eingefaßt. Geruch und Geschmack eigenthümlicharomatisch; sie dienen in die Apotheken und als Gewürz,vornehmlich beim Einmachen der Gurken und des Sauer-krauts. Durch Destillation erhält man aus 10 Pfd. Samen12 Loth Oel, welches eine grüngelbliche Farbe, den eigen-thümlichen Geruch des Dills und einen süßlichen, brennen-den Geschmack hat. In Deutschland verbraucht manwohl nur selbstgebauten Dill; doch ist der italienische,spanische, portugiesische und griechische größerund gewürzhafter.
Dillingc», Stadt in Baiern, an der Donau mit3300 Einw.; Schiffbau, Papiermühle, Landwirthschafts-und Gewcrbsschule, Schifffahrt, Feld-, Obst- und Ho-pfenbau.
Dime oder Disme, Silbermünze der nordamerika-nischen Vereinigten Staaten.
Dimerli, Getrcidemaaß in der Walachei vo» 16Okken, 1210 stanz. Kubikzoll oder 24,397 stanz. Liter hal-tend — 7,16 berliner Wetzen.
Dimity, ist ein Baumwollenzeug, eine Art glatterBarchent mit verschiedenen Köperstreisen oder anderen ein-fachen und (leinen Mustern.
Dinar, persische Rechnungsmünze.
Dinars bisto, persische Rechnungsmünze; s. Per-si e n.
Dinero , Rechnungsmünzc und Probirgcwicht inSpanien.
Dingzettel, s. Schlußzettel.
Dinheiro, portugiesisches Probirgewicht.
Dinkel, Dünkel, Dinkelweizen, Corallenweize»,Spelt oder Spelz, Düicum spclm I.., eine dem Weizensehr ähnliche Getreideart, deren Körner aber kleiner sind undsehr starke Hülsen haben. Es kommen verschiedene ArtenDinkel vor, mit und o hneGrannen, mit rothliehen undweißen Aehren. Auch unterscheidet man Sommer-spelt oder Speltgerste, dessen Körner sehr klein sindund nur zu Graupen und Grütze verwandt werden; Win-ter spelt. die vorzüglichste Art; Speltreis c^rEm-