Gabanholz
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Galbanum
G.
Gabanholz, com-woock, s. Roth holz.
Gabare, ein vorzüglich in Frankreich und den Nie-derlanden gebräuchliches breites und glattes Fahrzeug, wo-mit man den Strom hinauffährt; auch eine Art Lichter-vhiffe, welches in seichten Häfen, wohin größere Schiffemit voller Ladung Nicht einlaufen können, zum Ausladender Letztem gebraucht wird; ferner: eine Art Wachtschiff,welches in Häfen oder auf großen Flüssen beständig vorAnker liegt, um die ein - und auslaüfenden Schiffe zu beob-achten und, behufs der Zollerhebung, zu visitiren (Zoll-schiff) ; auch noch: eine Art Fischcrnachen.
Gabelung, s. Kaveling.
Gablonz, Marktflecken in Böhmen, bunzlauer Kreise,mit 3300 Einw.; wichtiger Fabrikort. 112 Tuchmacherverfertigen jährlich gegen 10,000 Stück Tuch, im Werthevon einer halben Million, die größtcnthcils nach Wien undItalien gehen. Auch befindet sich hier eine Schafwollspin-nerei, zwei Handschuhlederfabriken, eine Messingwaaren-gießerei und bedeutende Fabrikation von Glasperlen undkünstlichen Edelsteinen, welche sich über die ganze Gegenderstreckt, über 6000 Menschen beschäftigt und einen Activ-handelsartikel von mehr als 1 Will. Gulden herbeiführt.Die Ausfuhr geht bis nach Südamerika, nach der Türkei,nach Aegypten, Haiti rc.
Gagat, Pechkohle, schwarzer Bernstein,franz. lavct; engl. llol, knick oval, eine zum Geschlecht derBraunkohle gehörige Kohle von sammet- oder pechschwarzerFarbe und muschligem Bruch; sie ist ziemlich weich, läßtsich mit dem Messer schneiden, hat ein spezif. Gew. von1,29 bis 1.33 und verbrennt, ohne zu zerfließen, jedochunter Verbreitung eines starken Geruches. Fundorte:In der Braunkohlenformation und im Lias, z. B. amMeißner in Hessen, bei Einsiedet, Oberroth u. a. O. inWürtemberg; bei St. Colombe, Peyrat und la Bastidein Frankreich (l)ep. >Ie I'^uke), ferner in Spanien und Eng-land. Die Pechkohle läßt sich leicht auf der Drehbank bear-beiten , und man macht daraus Knöpfe, Rosenkränze,Kreuze, Ohrgehänge, Dosen rc. Zum Verarbeiten werdendie reinsten Stücken ausgesucht, d. h. solche, die keinenEisenkies oder andere metallische Einmengungen enthalten.Nachdem die Form der Gagatarbeiten auf der Drehbankvollendet ist, so werden sie mit Trippel und Oel polirt, wo-durch sie einen schönen Glanz bekommen. In den oben an-geführten Orten des Depart. de lÄube in Frankreich warenfrüher (noch im Jahr 1786) über 1200 Arbeiter mit derGagatfabrikation beschäftigt.
Galacz (ausgespr.: Gslatsch), Haupthandelsstadt imFürstenthum Moldau, an der Donau, wo der Sireth ein-stießt, mit einem Flußhafen, 10,000 Einw., Schiffs-werften für Dsnauschiffe und lebhaftem Handel, welcher,namentlich seit die Donau von Wien bis zum schwarzenMeer mit Dampfschiffen befahren wird, einen hohen Auf-schwung genommen.
Münzen, Maaße und Gewichte wie in Jassy.
Galambutter, franz. verirre äo kalrm; engl. 6slambutter, ist ein dem Palmöl ähnliches Pflanzenfett, welchesvon einem in Senegambien wachsenden, zur Familie derSapvtöen gehörigen Baume kommt. Es hat eine röthlich-weiße Farbe und schmierige Consistenz, ist etwas körnig,riecht und schmeckt schwach wie Cacaobutter, schmilzt leicht,gerinnt bei 211/4" L. und wird von siedendem Alkohol nurwenig aufgelöst. Die Galambutter wird, so wie das Palmöl,zur Seife benutzt, kommt aber erst feit kurzer Zeit in denHandel.
Galanteriewaaren werden die verschiedenen Luxus-,Putz- und Modeartikel genannt. Es gehören hierher dieBijouteriewaaren, die feineren Gegenstände von Eisen, Holz,Glas, Leder, Blech rc.
Galbanum, Muttergummi, Mutterharz,latein. 6ummi kesina Kaidanum; franz. llalbanum; englisch6um Laldanum, ein schon seit sehr langer Zeit in den Dro-guenhandel kommender Artikel; dennoch war bis in dieneueste Zeit dessen Stammpflanze in Europa unbekannt.Erst im Jahr 1831 wurde dieselbe von Don aufgefundenund l-aibenuin ollicmaie, von Rees aber kiruia gaibanikera,genannt. Ihr Vaterland ist überhaupt Afrika und beson-ders das Vorgebirge der guten Hoffnung und Aethiopien.Uebrigens ist es höchstwahrscheinlich, daß nicht nur diese,sondern noch mehrere andere Pflanzen das Galbanum lie-fern. Das Galbanum, ein Gummiharz, ist der verhärteteMilchsaft der Pflanze, aus Einschnitten in den unterenTheil des Stengels, vielleicht auch in die Wurzel. ImHandel unterscheidet man gewöhnlich drei Sorten, vondenen die beiden ersten aus Afrika kommen: 1) 6->!ba-»um in grnnis, Mutterharz in Körnern. Un-gleiche und unregelmäßige, tropfenförmige Stücke (Körner)von verschiedener Größe, linsen- bis hasclnußgroß, vonorangegelber oder etwas hellerer Farbe, starkem, aber nichtangenehmem Geruch, brennendem, beißendem, bitterem undunangenehmem harzigem Geschmack. Zwischen den Fingernund im Munde werden die Körner weich. Auf dem Bruchhat es Fettglanz und mehr oder weniger weiße Körner.Oefter finden sich unter dieser Sorte Stücke, die aus mehre-ren kleinen zusammen gebacken und mit Haaren, Samen undHolztheilen verunreinigt sind. Das Galbanum in Körnernlöst sich leicht in Alkohol auf, und die Auflösung, so wie derweiße Dampf des schmelzenden Galbanum röthen das Lack-muspapier. — 2) llaibsnum in msseis; Mutterharzin Massen. Größere, eckige, unförmige Stücken vongelbgrüner oder gelbbrauner Farbe, und in den übrigen Ei-genschaften mit der vorigen Sorte übereinstimmend, ge-wöhnlich aber noch stärker riechend und weicher, so daß essich nur bei strenger Kälte zu Pulver stoßen läßt. DieserSorte sind meist Stengel- und Blakttheile eingemengt. —3) Lolbanum persicum; persisches Mutterharz.Der Name rührt vom Bezugslande Persien her. Es kommtin unförmlichen, in Häuten oder Kisten verpackten Massenin den Handel. Anfangs ist es so weich, daß es sich leichtmit dem Spatel stechen läßt; beim ruhigen Stehen in ge-