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Erster Band. A - G.
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Galiote

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Gallapfel

Maaße und Gewichte.

Länzenmaaß. Die Vaia (Elle) und der kie (Fuß) sinddie castilia nischen; nur die Elle für die in dieser Prov.gewebten Leinenzeuge, die Vera xallega, ist um 30 Procentgrößer, als die castilianische, also 1 Vara xallega—481,1978pariser Linien.

Gelreidemaaß. Die Lanexa hat 4 per,»los; diese Letz-tem sind aber in den einzelnen Städten verschieden. Derkerraäo von kiolla (einem Dörfchen unweit Ferrol) ist derbekannteste, und um 12 Proc. größer als der von Loruna,und macht >/g der castilian. Lanega aus. 100 Lorrallos vonHolla sind daher — 33>/z castil. Lanexas; 300 korrallos vonHella — 100 castil. Lanexas. 100 Lerralla8 von Loruna sinddemnach —circa 29^/, ; 29,762) castil. kanogas; 100 l aoexasvon Loruna ---- circa 119 castil. Lanexas. Der korrallo vonkiolla enthält 18,09 franz. Liter, derLorrallo von Loruna also16,13 franz. Liter.

Minmaaß. Der dlovo hat 4 Lanallas, 16 Lilas, 68srumbros, oder 272 Luartillos ä 20 Lncas. — 17 Luarlillossind — 20 castil. tzuartillus; 1 Lanalla — 1,0929 frankf.Ohm, — 9,7143 castil. Lantaras, — 2,7021 wiener Wein-Eimer.

handclsgewicht. Der Luinlal hat 4 ärrobas zu 23Inbras. — Die Llbra xailexa (das Pfund) wiegt 20 castil.Onras, und es sind daher 4 Inbras xallegas — 3 Librascasiollanas. — Außer der Libra xallega (dem galic. Pfunde)ist auch die Libra caslellana (das castil. Pfd.) von 16 Lncasin Gebrauch; — 4 Libras xallexas —8 Libras caslollanas.

Galiote, ein Lastschiff von 80 bis 90 Fuß Länge,deren sich die Niederländer zu Reisen nach Ostindien bedienen.Die Galiote führt einen gabelförmigen, zuweilen aber auchmehrere Masten und ist im Allgemeinen von flacher Bauart.Galiote, Galeote heißt auch eine leichte einmastigeGaleere mit 16 bis 20 Rudern und drei Geschützstücken,welche besonders im mittelländischen Meere gebraucht wird.

Galipot wird in Frankreich das weiße Fichtenharzgenannt, welches aus der Meerkiefer (Linus inarüima) aus-fließt. Man gewinnt es vom Mai bis September durchEinschnitte in den Baum. In der Provence nennt man esLerinno-viorzo, und die feinere gereinigte Sorte Ilijon.

Galizie», ein zum Kaiserthum Oesterreich gehörigesKönigreich, dessen nördlicher Theil Lodomirien und der süd-östliche Bukowina heißt, hat 1873 QM. mit 8,144,974 Ew.in 96 Städten, 193 Marktflecken und 6036 Dörfern. SeitEnde 1846 ist auch der ehemalige Freistaat Krakau damitvereinigt. Das Land liegt terrassenförmig am nordöstlichenAbhang der Karpathen, die an der Südseite des Landeseinen großen Bogen von der schlesischen bis zur siebenbürgi-schen Grenze bilden. Die Bukowina ist ein rauhes, zumAckerbau ungeeignetes Land. Galizien liegt zwischen derMoldau, Rußland, Polen, Schlesien, Mähren, Ungarn,Siebenbürgen. Landbau und die Ausfuhr der Naturpro-dukte bilden den Haupterwcrb. Bearbeitet werden urbaresLand an 8,803,447 Joch für den Bau von Weizen, Roggen,Mais, Gerste, Hafer, Flachs, Hanf. Die Viehzucht istim Verhältniß noch gering. Bedeutende Naturproduktesind das Salz, das in vielen Werken bereitet wird; außer-dem Holz. Won Industrie kann kaum die Rede sein; das

Meiste geschieht in Leineweberei, Tuch, groben Wollzeugen,Gerberei. Der Handelsverkehr besteht in Ausfuhr der Na-turprodukte und in der Einfuhr verarbeiteter Stoffe.

Nechnung und Münzen jetzt wie in Oesterreich über-haupt; früher rechnete man meist nach polnischen Guldenzu 30 poln. Groschen, 80 Gulden, in späterer Zeit sogar 87Gulden poln. auf die köln. Mark fein Silber.

Nach der Wechselordnung vom 22. Juli 1773waren 3 Respekttage gestattet. Bei Wechseln nach Sicht,nach Belieben oder einige Tage nach Sicht sollen jedochkeine Respekttage statt haben, und die Zahlung binnen 24Stunden, auch an Sonn - und Feiertagen geleistet werden.Sobald am dritten Respekttage bis 3 Uhr ein Wechsel nichteingelöst wird, so muß sogleich Protest erhoben werden.Die Respekttage werden vom Lage nach der Annahme ge-rechnet. — Der einfache Uso war 14 Tage, der halbe 7,und 1>/2 Uso 21 Tage, Sonn - und Feiertage eingerechnet.— Jetzt gilt das österreichische Wechselrecht.

Maaß und Gewicht sind amtlich die österreichischenoder die sogenannten wiener; s. übrigens Brody undLemberg.

Gnlizienstein, wird vom gemeinen Mann der Zink-vitriol genannt.

Gallapfel, Gallnüsse, Gallen, franz. Lalles,bioix lle Lalle; engl. Lalls oder Lall-nuts; ital. Lalle, Lal-lurri; lat. Lallae sind die schon seit sehr langer Zeit bekann-ten und benutzten Auswüchse der Färber- oder Galläpfeleiche,iZuorcus inlectvria Oliv. Sie entstehen durch den Stich derFärbereichen-Gallwespe, L^nips Lallae tinctoriae Oliv., viplo-lepis Lallae tlnotorlae Lab. Das Weibchen dieses Insektslegt nämlich mittelst ihres Legestachels ihre Eier in dieBlattstiele. Hierdurch entsteht ein Ausfluß von Säften umden Stich. Die Auswüchse, worin sich das junge Insektausbildet, wenn es nicht stirbt, sind kugelig, kurzgestielt undmit unregelmäßigen, kurzen, stumpfspitzen Höckern versehen,außen dunkelgrün oder schwärzlich, oder weißgrau, inwendigschwarzbraun oder graugelblich, und haben einen sehr herbenund zusammenziehenden Geschmack. Diejenigen Galläpfel,aus denen das Insekt sich noch nicht durchgebohrt hat, diealso noch undurchlöchert sind, werden im Handel mehr ge-schätzt als die andern. Im Allgemeinen unterscheidet mandie Galläpfel als a) weiße oder gelbe, solche, aus denendie Gallwespe herausgekrochen ist und die also durchlöchertsind; b) marmorirte, grüne, blaue oder schwarze,solche, in denen das Insekt gestorben ist und die al;o keineLöcher haben, und mehr glatt, auch viel mehr fest sind. ImHandel werden die verschiedenen Sorten gewöhnlich nachihrem Vaterlande unterscheiden und benannt: 1) türkischeoder levantische, aleppische Galläpfel, die vonMofful und Aleppo kommen, und von diesen wieder dievorzüglichsten, die meist sehr klein sind, schwer, fest und in-wendig schwarzbraun. Sie werden im Juli gesammelt, ehe dasInsekt durchbohrt. Nach ihrer Farbe nennt man sie auchgrüne (Lallus virlllis) oder .schwarze (L. niger). —2) Die cyprischen Galläpfel, die aus Karamanien nachEypern gebracht werden, sind geringer als die aleppische»,werden aber oft als solche verkauft. — 3) Die Sorian-Galläpfel, kommen aus Syrien (Tripoli), und sind von