Golgns
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Gotha
mit Bimsstein undGyps abgerieben, letztere mitFirniß, ausWeingeist, Harzen und Gummi, überzogen.
GvlgaS , heißen gedruckteFlanelle.
Gombctte , ist gleichbedeutend mit §a m b e t t e.
Gorlitz, Kreisstadt in Preußen, Ober-Lausitz, Re-gierungsbcz. Liegnitz, an der Neiffe, mit 12,000 Einw., diebesonders viel gutes Tuch liefern.
Goslar, Stadt in Hannover, am nördl. Rande desHarzes, an dem in die Ocker sich ergießenden Flüßchcn Gose.Früher eine rcichsunmittelbare Stadt, seit 1816 zum han-növerschen Fürstcnthum Hildcsheim gehörig, mit 7800 E.,die sich zum großen Theil durch den schon seit 7 Jahrhun-derten hier blühenden Bergbau ernähren. Die wichtigsteErzlagerstätte bei Goslar ist der '/z Stunde von der Stadtentfernte Rammelsberg, welcher Gold, Silber, Kupfer,Blei, Zink, Schwefel, Arsenik, Ochcr, blauen, grüne» undweißen Vitriol gewährt. Es werden darin 11 Gruben be-trieben, wovon 4 dem Magistrat in Goslar und 7 Hannoverund Braunschweig gemeinschaftlich gehören. Bon der Aus-beute erhält ersteres ch) und letzteres Alle Erze werdenauf gemeinschaftliche Kosten auf den an der Ocker und Granegelegenen Hüttenwerken verschmolzen. Man schätzt diejährliche Ausbeute des Rammelsberges auf 10 bis 12 MarkGold, 4000 Mark Silber, 11,000 Ctr. Blei, 3300 Etr. Ku-pfer, 100 Ctr. Zink, 3300 Ctr. Vitriol, 2000 Ctr. Schwefel;den jährl. reinen Ueberschuß von allen Produkten aber auf30 bis 40,000 Thlr. An Fabriken hat Goslar 2 Hagel-oder Schrot- und 2 Rollenbleigießereien, 3 Vitriolölbrenne-reien; auch fabrizirt man hier Tapeten, Spielkarten, Leder,Tabak, Stahl, Potasche, ein eigenthümliches (Gose genann-tes) Bier. Der Handel mit Blei, Vitriol, Schwefel, Alaunund andern Berg - und Hüttenprodukten ist beträchtlich,auch zeichnet sich Goslar durch seinen Getreidehandel nachdem Harze aus. Das hier sehr bedeutende Kupferschmied-gewerbe verarbeitet jährlich 800 bis 1000 Ctr. Kupfer. Inder Nähe von Goslar befinden sich Draht-, Hammer- undMcssingwerke, eine Ocherschlemmerei und Stein- und Schie-ferbrüche.
Stadt in Belgien, Prov.Hainaut, mit8000 Ew., vielen Rägel-, Messer-, Wollzeugfabriken, Ger-bereien und Handel.
Göta-, Götha-Canalin Schweden; s. Canal.
Gotha, ein sächsisches Hcrzogthum, mit dem sächsischenFürstenthum Coburg (s. ebend.) vereinigt, 28>/,o QM. mit(1843:) 101,062 Einw-, liegt nördlich an und auf demThüringer-Waldgebirge, außer einigen Parzellen, zwischender preußischen Provinz Sachsen (Regierungsbez. Erfurt),Schwarzburg-Sondershausen (Oberherrschaft), Weimar-Eisenach, der kurhessischen Herrschaft Schmalkalden undSachsen - Meiningen. Die Produkte dieses ziemlich rauhenGebirgslandcs sind Eisen, Getreide, Kartoffeln, Flachs,Hanf, Waid, Anis, Koriander, Kümmel, Potasche, Theer,Kienruß, Schleif- und Mühlsteine (bei Krawinkel), Kalk,Gyps, Hausthiere, Wild. Die Industrie schafft Leinwand,Woll- und Baumwollzeuge, Holzwaaren, Glas, Porzellan,Eisen- und Stahlwaaren, Feuergcwehre, Papier, Leder,Berlinerblau, Salmiak rc. — Die gleichnam. Hauptstadtdes Herzogthums liegt am Leina-Kanal, mit 18,000 Einw.,beträchtlichen wissenschaftlichen Instituten, Realgymnasium,
Handlungsschule mit einer Sammlung für Waarenkunde,Sonntagsschule, Gcwerb- und Gartenbau-Verein, Kattun-,Buntpapier-, Tapeten-, Karten-, Porzellan-, Tabak-, Far-benfabriken, vorzüglichen geräucherten Fleischwaaren, leb-haftem Handel, und einer großartigen Feuerversicherungs-und einer Lebensversicherungs-Bank.
Münzen.
Durch den Beitritt des Herzogthums zu derAollvereins-Münz-Convention ist hier, verschieden von dem FürstenthumCoburg, der 14-Thalerfuß gesetzmäßig seit 1841 eingeführt,auf die Mark fein Silber 14 Thaler, den Thlr. zu 30 Groschen.Danach werden dieMünzen geprägt: in Silber, Zweitha-lerstücke oder Vercinsthaler —3'/? Gulden im 24>/z-Guldcn-fuß; Einthalerstücke, >/°-Thalerstücke, im Ringe geprägt unddie einzelnen Stücke justirt. — Silberscheidemünze:1 Groschen ('/z»), und 2 Groschenfs'/^), >/? Grosckcn (>/eo),im Werth von 16 Thalern aus der Mark fein Silber, denGroschen zu 10 Pfennigen; und Kupferscheidemünze:Zwei- und Ein-Pfcnnigstücke (//-o und Groschen). Die1 Groschen wurden schon (1837) vor 1841 als >/», desThalers ebenso wie 1841 geprägt.
Früher und bis Ende 1840 rechnete man nach Tha-lern(Reichsthalcrn)zu24Gcoschen ä 12Pfennige im gesetz-mäßig gültigen 20-Guldenfuß, die kölnische Mark fein Silberzu 13>/z Rthlr., und danach der Thlr. ^ 1 Thlr. IV 2 Sgr.preußisch. Daneben bestand im gewöhnlichen Verkehr eingeringerer Zahlwerth, den SpecieSthaler zu 34 gGr. gerech-net, — 29 Sgr. 7t>/j Pf. preuß.
Wirklich bis 1841 geprägte Landesmünzen warenin Silber: Ganze, Halbe-, Viertel- und Sechstel-Convcn-tionsthaler (die letztern sogen. Viergroschenstücke); fernerZwölftel-Thaler oder Zweigroschcnstücke; — Groschen undSechser; — in Kupfer: zu 3, 2, l'/?, 1 Pfennig, 24 alte— 23 neuen Pfennigen.
Seit dem 14. Juni 1838 wurde fremde Scheidemünzenebst den älteren gothaischen l'/zPsennig- oder sogenanntenDreihellerstücken außer Curs gesetzt, ausgenommen die könig-lich sächsische Scheidemünze.
In Wechseln und Anweisungen ist die Zahlungausschließlich auf eine einzige, und nicht auf mehrere Münz-sortcn zu setzen.
Im Lues richtet man sich nach dem leipziger Wechsel.
Die Wechselordnung von 1732 wurde 1776 durch eineneue ersetzt.
Der Uso wird zu 14 Tagen nach der Acceptation, mitden Sonn- und Festtagen verstanden.
Sichtwechsel müssen nach geschehener Annahme sofortnach 24 Stunden, auch an Sonn- und Feiertagen bezahltwerden; bei den übrigen Wechseln geschieht die Zahlung,wenn der Verfalltag ein Sonntag oder Feiertag ist, auf demnächsten Werktag.
Ilespekt- oder discrclionslage sind nicht gestattet. DieMitte des Monats ist der 18. desselben.
Maaße und Sewichte. ,
Der Fuß (Bau- oder Werkfuß) ist das-Landes-Ver-messungsmaaß und — 12 Zoll d 12 Linien, ---- 127,3 paris.Linien, also 80 Fuß — 23 Meter. — Der Waldfuß(Holzmaaß) 128,3 pariser Linien. — Die Elle ---249°/,s pariser Linien. — Die Feldruthe (oder Ruth?