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Erster Band. A - G.
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774
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Gothmburg

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Granat

Baumaaß) — 14 Baufuß; dieQuadrat-Feldruthe---196 Quadratfuß; 140 Quadrat-Feldruthen --- 1 Feld-acker--- 22,7 franz. Aren. — Die Waldruthe — 16Fuß; die Quadratwaldruthe ---- 236 Q.-Fuß; 160Q.-Waldruthen ^ 1 Waldacker, --- 33,884 französischeAren.

Vom /ruchimaaß hält das Malter 2 Scheffel oder 4Viertel oder 16 Metzen; der Scheffel hat 2 Viertel oder8 Metzen oder 32 Mäßchen, das Mäßchen — 6 Rösel. 1Malter — 8864,4 franz. Kubikzoll; 1 Scheffel in Gotha---- 1,6033 berliner und 0,8212 dresdner Scheffel.

Die Maaßeinheit ist das Viertel, d. h. das eigentlicheMaaß zum Messen.

Das /liifsißkkitsmaaß ist der Eimer,— 40 Kannenoder 80 Maaß, das Maaß 2 Nösel; 1 Eimer — 3668,3franz. Kubikzoll; 1 Kan ne 1,3889 berliner Quart, —1,8l9 Liter. Den Wein verkauft man auch nach Orhof-t e n von 3 Eimern oder Feuilletten von 1>/z oder A n-ker von >/» Eimer. Im Kleinhandel ist das Oelgemäß dasPfund — 23,203 franz. Kubikzoll. — Die Bier last hat12 Tonnen oder 288 Stäbchen a 2 Kannen. — Das FaßBranntwein hält 110 Kannen.

Semichl. Im gewöhnlichen Verkehr hat der Ctr. 110Pfd. a 32 Loth a 4 Quentchen; das Pfund ist gerade — 2köln. Mark und wiegt also 467,404 genaue franz. Gramm;im Zollwesen wird der sogenannte Zollcentner von 100 Pfd.gebraucht.

Das Medmnalgewichi ist dem nürnberger gleich.

Gothcnburg oder Götaburg, Hauptstadt desgleichnam. Län, an der Südwestküste von Schweden, ohn-gefähr 3 Meilen oberhalb der Mündung des Flusses Göta,mit 40,000 Einw., und die wichtigste Stadt nach Stock-holm, theils auf einem Felsen, theils in sumpfiger Niede-rung, 87" 42' 28" n. Br. 9" 37' 31" ö. L., von Canälendurchschnitten, die mit Baumreihen eingefaßt und durchBrücken verbunden sind, mit einer Börse, dem Zeughaus,dem Gebäude der ostindischen Gesellschaft, einer Leihbank,einer Sparbank (1820 die erste in Schweden eingerichtet),Gymnasium, Sonntagsschule, königl. Akademie der Wis-senschaften, Gesellschaft für Ackerbau, patriotische Gesell-schaft, technologisches Institut, Schifffahrtsschule, Fabri-ken für Porter, Kattun, Segeltuch, Färbereien, Schiffbau,beträchtliche Ausfuhr von heimischem Stangeneisen, Rägeln,Stahl, Brettern, Theer, Pech, Alaun, und Einfuhr vonSalz, Tabak, Wein rc. Der Hafen der Stadt liegt unter-halb derselben, und ist damit nur durch eine lange, anschroffe Felsen sich lehnende Gasse verbunden. Die Waarenwerden aus der und in die Stadt, aus und in die SchiffeLurch Lichterfahrzeuge geschafft. Der Zug der Häringe hier-her hörte 1812 auf. Durch Dampsschiffsahrt ist die Stadtmit Kopenhagen und Kiel verbunden.

(Gran), Gewicht in England und in

Frankreich.

Gramm, die Gewichtseinheit des französischen metri-schen Systems.

Grän, eine Unterabtheilung des Gold- und Silber-gewichts.

<»i (lat.) Körner. Auf den Preiscuraliten derDroguisten findet man krona 6e Avixnon, (Avignonbeeren)

s. Gelbbeeren; 6r. Lbormos, s. Kermes; 6r. paraüisi, s. Pa-radicskörner; 6r. DgM oder lilli, s. Pürgierkörner.

Hauptstadt des gleichnam. General-Eapitanats und des gleichnam. ehemaligen Königreichs,große und schöne Stadt, am Zusammenfluß des Darro undLcnil, mit 80,000 Einw., der schönsten Seide in Europa,Band-, Tuch- und Zeugweberei, Handel mit Südfrüchten,Wein, Olivenöl, Flachs, Hanf, einer königl. Salpetersie-dcrei und Pulverfabrik.

Granat, franz. krenat; engl. krönet; ital. kramuo,ein schon den Alten unter dem Namen Carbunculus bekann-ter Edelstein, der sehr häufig in Körnern oder in solchenKrystallen (Dodekaedern) vorkommt, die rund wie Körnersind. Er ist durchsichtig, bis an den Kanten durchscheinend,hat einen starken Glasglanz und kommt in verschiedenenFarben vor, besonders blut-, kolumbin-, kirsch- undbräunlichroth, oft mit einem Stich ins Violblauc; außer-dem erscheint er aber auch in gelber, grüner, brauner undschwarzer Farbe. Der rothe Granat ist am beliebtestenund schönsten; er ritzt den Bergkrystall und wird vom Topasgeritzt, auch selbst von der Feile angegriffen. Spezis. Ge-wicht 3,38 (der Pyrvp) bis 4,24 (der Almandin). In derHitze wird er dunkler, oft sogar schwarz, nach dem Abkühlenerhält er aber seine frühere Farbe wieder. Vor dem Löth-rohr schmilzt er zu einer schwarzen Kugel. Seine chemi-schen Bestandtheile sind Kiesel-, Talk- und Thonerde, Eisen-und Manganoxydul. Nach den verschiedenen Nuancen seinerrothen Farbe unterscheidet man folgende Arten:

1) Syrischer Granat (oriental. oder edler Granat,Almandin, Karfunkel); blut-, kolombin- oder dunkel-kar-moisinroth mit einem Stich ins Violette.

2) Böhmischer oder zey Ionischer Granat (Py-rop, Körnergranat); weinroth, dunkel ponceauroth, miteiner Rüance ins Orangengelbe.

3) Vermeille; ponceauroth, mit einer Schattirungvon Pomeranzengelb.

Man findet den rothen Granat entweder eingewachsenin Granit, Gneiß, Glimmer-, Talk- und Chloritschiefer,Serpentin rc., oder lose in Krystallen, Körnern und kleinenGeschieben im Schuttlande, besonders in Böhmen: Dlas-kowitz, Bilin, Lschkowitz, Meronitz, Podsedlitz, Trziblitz,Scheppenthal; in Sachsen: Zöblitz; in Tyrol: Betzthal;ferner in Kärnthen, Steiermark, Spanien, Norwegen,Grönland, Massachusets, Ieylon, Hindostan rc.; die schön-sten in Pegu. Die lose im Schuttlande liegenden Granateneignen sich gewöhnlich besser zum Verarbeiten als die eingc-wachsenen. In Böhmen scheidet man sie durch Schlemmenund Aussuchen von der Erde und sortirt sie durch Siebenach der Größe; dann befreit man sie durch wiederholtesWaschen von den anhängenden fremdartigen Theilen undsucht sie nach Farbe und Güte aus. Die Körner erhaltennach der Anzahl, welche auf ein Loth geht, die Benennungen32r, 40r, 73r, 110r, bis 400r. Die noch kleineren heißenAusschuß. Solche, von denen nur 16 bis 24 auf ein Lothgehen, sind selten, und von Steinen, die Loth Gewichthaben, findet man vielleicht erst alle 18 bis 20 Jahre einen.Zu Swietlau im czaslauer Kreise werden jährlich circa20,000 Stück Granaten, die soh von Libochowitz kommen.

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