Groß-Britanm'en
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Groß-Bntcmnicn
aus dem britischen Australien 1 2,939,871 Pfd., u. führte 1842an Wollenwaaren aus für 3,185,948 Pfd. St., davon kom-men auf Preußen nur 814, aber auf Deutschland 933,369,auf die nordamerik. Vereinigten-Staaten 873,647 Pfd. St.Deutschland verbraucht die meisten englischen Wollwaaren.Uebcrhaupt stehtDeutschland sowohl hierin, durch die bedeu-tende Ausfuhr der rohen Wolle und die starke Einfuhr vonenglischen Wollenwaaren, als wie durch die fortwährendbeträchtlich sich mindernde Ausfuhr an deutscher Leinwand,soz. B. setzte Bremen von deutschen Leinen 1846 für 3,149,699,1841 für 2,487,835,1842 für 1,431,217, 1843 fürl,157,353,1844 für 993,249Rthlr. in Gold ab,im großen Mißverhältniß.Ueberschaut man alle Verhältnisse der deutschen Staaten, soist es hohe Zeit, daß Deutschland etwas thue, wenn es sichnicht erdrücken lassen will. Wie sehr England seine Inter-essen und damit seine Macht zu wahren sucht und weiß, be-weisen nicht nur die fortschreitende Verbesserung des Ma-schinenbauwesens in jeder Rücksicht, wodurch eben der Fa-brikbetrieb so umfassend und großartig geworden ist und dasUebergewicht im Weltverkehr über das Ausland gewonnenhat; ferner seine unzähligen Handelstraktate zu Gunstenseines auswärtigen Handels, selbst mit dem Könige der Ha-waian- oder Sandwichs-Jnseln, und seine Consulate inallen nur einigermaßen ansehnlichen Handelsplätzen auf derErde, seine regelmäßigen Dampfschiff-Verbindungen mit denbedeutenden fremden Städten, so wie namentlich die ostin-dische Ueberlandspost, die jetzt durch das rothe Meer, überdie Landenge von Suez nach Alfeh, Kairo (Boulac) undAlexandrien, Triest, durch Deutschland, Ostende bis London,von Bombay in 39, von Hongkong in China in höchstens45 Tagen befördert wird. Jedoch wächst trotz der vielen undbedeutenden Hülfsquellen Englands seine Nationalschuld.Dieselbe betrug 1796: 391,861,366 Pfd. St., die Zinsenauf die fundirte und unfundirte zusammen 11,841,294 Pfd.St.; 1843 war die Schuld 768,789,241 Pfd. St., und dieZinsen 27,287,263 Pfd. St.
Die bedeutendsten Städte sind London, Bristol, Manche-ster, Liverpool, Birmingham rc.
Münzen und Rechnung.
Im ganzen britischen Reich wird nach pounäs oderlürres (Pfund) Sterling zu 29 8IüIImzs »12 Police (Pfennige)gerechnet. Das Zeichen für „Pfund Sterling" ist F. oder l..
Das Münzwesen ist auf die G o ldw ä h ru n g gegrün-det und es ist Niemand verbunden, bei Zahlungen, welche49 Nijlüug übersteigen, mehr als diesen Belauf in Silberanzunehmen, weil das letztere blos als Scheidemünze imgewöhnlichen kleinen Verkehr dient. Uebrigens muß manim englischen Münzwesen zwei Perioden unterscheiden: dieZeit vor 1816, und die Zeit nach dem Münzgesetz vom 22.Juni 1816.
Geprägte Münzen.
g) In Gold: 8overeizns (seit 1816) zu 29 8biII.,welche also das Pfd. Sterl. repräsentiren; dergleichen halbe,doppelte und fünffache (letztere sehr selten), zu 22 KaratStandard.
Guineas (Guineen), und zwar fünffache, doppelte,einfache, halbe und Viertel. Diese Münzen werden seit18>6 nicht mehr geprägt und verschwinden immer mehr ausdem Verkehr.
k) In Silber: klronns (Kronen), ganze zu 5 undhalbe zu 2>/2 8!u!I.; jetzt wie früher zu 14 Loth 14^ Grän.
Ganze und halbe 81,i!!.; die letzter» auch 8ixpcnco ge-nannt.
Orools, zu 4 pence Sterling; Iloll-8ixpenco zu 3 pencoSterl.; IIo>l-6rools zu 2 pence Sterl.; Pennv-Stücke zu 1penn^ Sterl.
c) In Kupfer: Stücke zu 2 pence und 1 pcnnx,kloll-penmes zu >/? und korlhmgs zu >/,pcnnx. — Bei Zah-lungen braucht man nicht mehr als 12 pencc Kupfermünzenzu nehmen.
Außerdem cursirten frühcrhin noch einige andere Münz-sorten, die aber jetzt fast gar nicht mehr angetroffen werden,nämlich von Goldmünzen: !ll:,rlcs zu 13>/j>, ängelszu 19 und kiuhlrszu62/z8l,jll., und vonS i lb erm ü n zen:Kraals zu 4 pencc, und Stücke von 3 ponce. — Auch dasPfund Sterling eristirte früher (unter Karl I. 1642geprägt) als Silbermünze von feinem Metall, b'/j, Lothschwer, ist aber nur in Münzkabinetten als Seltenheit zufinden.
Ausmünzung und Iahlwerth. Das Münz-gold, Standardgold genannt, ist 22 Karat fein; 12Ounces Standardgold sind also — 11 Ounces fein Gold,und aus dem llro^-Pfund dieses Standardgoldes werden462»/,o 8a,ercchns (oder früher 44»^ Guineas) geprägt.Hiernach gehen auf eine köln. Mark fein Gold 31,9268uvorr,8ns oder Pfd. Sterl., und der Werth eines 8ovceeiZnoder pvuml ist also 6 Rthlr. 4 Gr. 2 Pf. oder 6 Rthlr. 5Sgr. 3 Pf. in Passirpistolen zu 3 Thlr.
Das Münzsilber, Standardsilber genannt, ist11 Ounces 2 penn^cvcizlits fein, enthält also 27 /,0 reines Sil-ber, nach unserer Benennung 14 Loch 142/, Grän fein. Essind also 126 Ounces Standardsilber — 111 Ounces feinSilber. — In der Zeit bis 1816 wurden 5>/« 8Ni!I. (62pencc), in der seit 1816, aber 5>/2 8NiII. (66I'ence) aus derOunco Standardsilber geprägt. Sonach sind 62 alte — 66neuen (oder 31 alte---33 neuen) 8IiiII., oder die älterenfind 6>»/g, Proc. besser als die neuen. — Demgemäß gehenauf die kölnische Mark fein Silber: s) nach der früherenAusmünzung: 41,9813 8ki>I., also 2,999 Pfd. Sterling;d) nach der jetzigen Ausmünzung: 44,6898 8l,M., also2,233 Pfd. Sterl. Nach dieser Ausprägung der Silber-münzen kommt der Werth eines Pfd. Sterling aus:s) nach der früheren Ausmünzung: zu 6 Rthlr. 29Sgr. 1 Pf. preuß. Cur.; d) nach der jetzigen Ausmün-zung nur zu 6 Rthlr. 7 Sgr. 11 Pf. preuß. Cur. Diese sosehr hohe Werthung des Silbers hat zum Zweck, das Sil-bergeld im Lande zu halten, und in der That wird es Nie?mand einfallen, solches auszuführen. — Das Verhältnißdes Goldes zum Silber ist nach der früheren Ausmün-zung des Silbergeldes wie 15,21 zu 1, nach der jetzigenwie 14,29 zu 1.
Wenn man, um den Werth des Pfundes Sterling oder8ovcreixn in deutschem Silbergelde zu finden, von dempreuß. Friedrichsd'or ausgeht, so kann man der Erfah-rung zufolge von diesem durchschnittlich 39>/2 Stück (zud'/zThlr. im 14-Thalerfuß> auf die kölnische Mark fein Goldrechnen, und da man imDurchsch»itt32>/,oSkück8ovcre!g»s,