Großenhain
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Ousäeloups
1 l.oaä (Last) Bier zu 12 Darrels.
1 Doaä (Last) Schießpulver zu 24 Darrels ä 100 Pfd.
1Doack (Last) gemeine Häute zu 20 Dickers (Decher) a 10Stück. — 1 Dunäreä Häute zu 8 Scores t> 20 Stück.
1 Ilmber (Zimmer) Rauchwerk zu 40 Stück.
1 Dicker (Decher) Handschuhe zu 10 Paar.
1 Rolle Pergament zu 8 Dutzend oder 60 Stück Fellen.
1 Ballen Papier zu 10 Ries (Deains) ä 200 Buch (tzuires)s 24 und 26 Bogen (Skeets).
Großenhain, Hayn, Stadt und Amtssitz, Kreis-direktion Dresden, an der Röder, eine der wichtigsten Fa-brikstädte in Sachsen, mit 6800 Einw., einigen bedeu-tenden Tuchfabriken , Streichgarn - Maschinenspinnereien;in dem nahen Dorf Naundorf die älteste Kattun - und Zeug-druckwaaren-Fabrik in Sachsen von Bodemer, Gewerbe-verein, Fabrikschule.
Großhandel, s. unter dem Art. Handel.
Groß-Hundert wird eine Anzahl von 120 undGroß-Tausend eine Anzahl von 1200 Stück genannt.
Group nennt man die in Papier oder Wachstuch ge-packten Geldrollen.
Grünberg, Kreisstadt in Preußen, Prov. Schlesien,Regierungsbez. Liegnitz, mit 10,800 Einw., ansehnlicherTuchmanusaktur und beträchtlichem Wein- und Obstbau,Champagnerfabrik.
Grüne Erde, eine in Porphyr, Basalt und Man-delstein nesterweife vorkommende, durch Eisen grüngefärbteErde, die gewöhnlich aus Kieselerde, Thonerde und Talk"besteht. Man unterscheidet nach dem Vaterlande: vero-neser, die beste, von spangrüner Farbe; cyprische, mehrapfelgrün und weicher; polnische, lauchgrün und mitSand verunreinigt; ungarische, tyroler, böhmischeund sä chsische, mattgrün. Man gebraucht sie als geringeAnstrichfarbe und auch in der Oelmalerei.
Grünspan, Spangrün, franz. Veräet, Vert äoxris; engl. Veräixris; ital. Veräeramo, ist seiner chemischenZusammensetzung nach ein halbessigsaures Kupferoxyd, wel-ches besonders im südlichen Frankreich aus Kupfer durchWcintrebern, aber auch in Deutschland und England fabricirtwird. In Montpellier bereitet man nach Chaptal denGrünspan auf folgende Weise: Man läßt die bei der Wein-bereitung ausgepreßten Schalen der Trauben (die Trebern)gähren, und wenn die Essiggährung anfängt, legt man sieschichtweise mit kupfernen Platten in steinerne Gefäße. DieKupferplatten sind vorher durch einen Ueberzug von inWasser aufgelöstem Grünspan gebeizt (corrodirt) und werdenvor dem Einlegen so stark erhitzt, daß man sie nicht gut mitbloßen Händen anfassen kann. Gewöhnlich sind sie nach 3Wochen zum Herausnehmen fertig; sie werden dann mitWasser benetzt und einige Tage lang der Luft ausgesetzt,wobei man sie auf die hohe Kante stellt. Sind sie wiedertrocken, so taucht man sie von neuem ein und wiederholt die-ses Verfahren 6 bis 8 Mal, alle Wochen einmal. Durchdiese Operation schwellen die Platten gleichsam auf und be-decken sich mit immer stärker» Lagen Grünspan, den mandann mit einem kupfernen Messer abkratzt. Von 40 PfundKupfer gewinnt man 8 bis 6 Pfd. frischen Grünspan (Vert
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äe gris kreis, dumiäe). Man knetet diesen in hölzernenMulden mit Wasser, packt ihn in Schläuche aus weißgahremLeder von 1 Fuß Länge, 10 Zoll Durchmesser und läßt ihnan Luft und Sonne trocknen, wobei er 40 bis 80 Proc. amGewicht verliert. Die Kupferplatten gebraucht man wiederund zwar so lange, bis sie ganz zerfressen sind. Ju Grenoblebereitet man den Grünspan mit Essig: man benetzt die Ku-pferplatten mit demselben und stellt sie in einem temperirtenLokale auf, wo sich der Grünspan erzeugt. In England,Schweden und Deutschland bedient man sich der Flanell-Lappen, die mit Essig genetzt mit den Blechen in hölzernenGefäßen geschichtet werden. Alle 3 Tage werden die Tüchervon neuem mit Essig befeuchtet; nach 12 Tagen zeigen sichkleine Krystalle, worauf man die Platten alle 6 Tage durchWasser zieht und die Tücher nicht mehr mit den Platten inBerührung bringt, sondern dieselben so schichtet, daß die Luftzwischen durch streichen kann. Nach 8 bis 6 Wochen ist dieArbeit vollendet. Man hat außer den beiden hier mitge-theilten Fabrikationsmethoden noch auf mehrere andere Ar-ten Grünspan zu bereiten gesucht.
Der in den Handel kommende, aus Weintrebern berei-tete Grünspan hat eine blaugrüne Farbe, ist hart, schwer zuzerbrechen, muß trocken sein, und darf nicht zu viel Kerne,Weinkämme und andere Uneinigkeiten enthalten. Dermittelst Essig bereitete hat eine reiner grüne Farbe. InMontpellier hat man die 3 Sorten: Vcräet kumiäe (feuchter),V. sec oräinsire (trockner) und V. sec au couleau ou au mrr-teau (steintrockner). Die ledernen Säcke, in denen er in denHandel kommt, enthalten gewöhnlich 23 bis 30 Pfd., unddie viereckigen Brode, in denen man ihn zuweilen erhält,sind 8 bis 10 Pfd. schwer. Wenn der Grünspan mitSchwerspath oder Gyps verfälscht ist, so bleiben diese Au-sätze zurück, wenn man ihn in Schwefelsäure auflöst.Gebrauch: als Farbe in der Oelmalerei und von Lackirern,als Beitze in der Färberei und Kattundruckerei, auch in derHutmachcrei und von dem Apotheker.
Destillirten oder krystallisirten Grünspanerhält man, wenn man den gewöhnlichen Grünspan pulvertund mit destillirtem Essig (Essigsäure) kocht, bis sich nichtsmehr auflöst. Die abgeklärte Flüssigkeit läßt man dannkrystallisiren. Die Krystalle sind dann essigsaures Kupfer-oxyd. Der destillirte Grünspan dient zur Bereitung der alsRadikalessig bekannten Essigsäure, des schweinfurter Grüns,in der Färberei, Kattundruckerei w.
Grütze, heißt das enthülsete und in gröbere oder fei-nere Stücke gerissene Getreide (Gerste, Hafer und Buch-weizen).
Gruyvres, Greyerz, Stadt im schweizer KantonFreiburg, mit 1600 Einw., berühmtem (Gruyeres-) Käse.
, 1) Hauptstadt der gleichnam.Provinz im General-Kapitanat Neu-Castilien, mit 7000 E.und vielen Tuchfabriken. 2) Hauptstadt der Prov. Jaliscoin Mejico, mit 48,000 Ew., Gold- und Silberschmieden,Holz- und Eisenarbeiten, Schildkrotarbeiten, Gerberei,Weberei und Kattundruckerei.
, eine französische Insel in Westin-dien, 34 QMeil. mit 130,000 Ew., die größte der Klein-Antillen. Sie wird durch den Salzfluß (Miere salbe),
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