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Guano
Guajak-Harz
einen schmalen Meeresarm, in zwei Inseln getrennt, 6 ramlo-T'erro gegen O., und vasso-7orro gegen W. Dieser Theilist von S. nach R. von einer vulkanischen Gebirgskettedurchschnitten, dennoch ist derselbe ebener, bewässerter undfruchtbarer als 6ranäe-7orre. Die Insel ist übrigens furcht-baren Orkanen und Erdbeben ausgesetzt. Die Produktederselben sind Zucker, Kasse, Baumwolle, Cacao, Gewürz-nelken, Indigo, Reis, Tabak, Eassia, Farbe- und Ebenholz,Schwefel, Rum, Lafia, Manioc, Pfeffer, Cocos rc. DerHandel ist beträchtlich, und im Jahr 1836 betrug der Werthder Einfuhr nach Frankreich 24,873,141 Frcs., die Ausfuhraus Frankreich hierher 22,119,138 Frcs. Die Einfuhr indie Insel besteht hauptsächlich in Mehl, Oel, Wein, Brannt-wein, Seiden-, Woll- und Baumwollwaaren, Glas, Papier.— Aufkrancko-Ierre steht die Haupthandelsstadt?oinl-a-?itrean der Mündung des Salzfluß, in sumpfiger und ungesun-der Lage, ohne Trinkwasser, aber mit einem bequemen undguten Hafen, 14,000 Einw. und beträchtlichem Handel.Hier befindet sich das Tribunal erster Instanz. — DieHauptstadt und Sitz des Colsnial-Guvernement ist vasse-lorre, auf der Küste von llasse-Ierre, am Fuß von Bergenin sehr eingeschlossener Lage, mit 8000 Einw. Kasse-Ierroist reich an Quellwasser. Uebrigens mangelt der Stadt einguter Hafen, und auch die Rhede ist allen Winden ausgesetzt;deshalb überwintern die Schiffe auf den südlich liegenden klei-nen Inseln Samtes oder in dem sehr ungesunden Hafen önse-a-la-karque, dem sie jedoch stets den viel sicherern zu Loint-ä-kitre vorziehen. In Lssse-Ierre haben der Guverneur, derLouseil xrive, der Lonseil colonisl, die virection äe I'ints-rieur, das Tribunal erster Instanz, der königl. Gerichtshofihren Sitz.
«echnung und Münzen, so wie die Maaße und Sennchlesind gesetzlich die französischen; von den beiden letzteren wer-den noch die alten französischen gebraucht, und in der Geld-Rechnung 188 Colonkal-bivres —100 Lrancs, oder 100 Co-lSNial-Iärres --- 842/27 rraucs.
Guajak-Harz, Franzosenholzharz oder Gummi,lat. kesma üusjaci, stanz, kssiao äe gajac, engl. guaiacum,ist das Harz des in Südamerika und Westindien wachsendenBaumes, Luajacum okücinale b. Man erhält es in größterMenge, wenn man die der Länge nach durchbohrten Stämmeauf der einen Seite über Feuer legt und das auf der andernSeite abfließende Harz in untergestellten Kalabassen (Kür-bisschalen) auffängt. Man soll es auch durch Auskochungder Holzspähne mit Wasser und Kochsalz, oder durch Destil-lation des geraspelten Holzes mit Weingeist erhalten. Dasdurch Ausfließen gewonnene Harz besteht i» kugeligen oderin tropfenförmigen Stücken, die von außen schwach bestäubtund schmutzig grün, im Bruch schwach, muschlig, stark glän-zend, von Geruch schwach harzig, benzoeartig sind und starkan den Zähnen kleben. Auf Kohlen oder heißem Blech ent-wickelt das Guajakharz einen balsamischen, vanilleartigenGeruch. Gewöhnlicher kommt das Guajakharz in größernStücken, als Ouajacum in massis, in den Handel. Diesesenthält aber viel Rinde und Holzstückchen, ist mit Riffen undkleinen Höhlungen durchzogen und mit einem grünen Pul-ver bestäubt. In den großen Stücken erscheint es dunkel-grün, in Splittern gelblich. Beim Kauen verursacht es imSchlunde ein unangenehmes und lange anhaltendes Kratzen.
Außer diesen beiden Sorten kommt noch eine dritte in denHandel, die sehr unrein ist und aus mehr Holzspähnen alsHarz besteht. Verfälschungen des Guajakharzes mit Colo-phonium, Bernstein, Sand, Steinchen ic. kommen zuweilenvor. Es wird nur in der Arzneikunde gebraucht.
Guajak-Holz, Franzosen-, Pock- ober Hei-ligenholz, lat. bignum sanctum, b. lluajaei; franz. Ooisäo gaxac; engl. Lock nwvck; ital. l.exno ranto, ist das Holzdesselben Baumes, welcher das Guajakharz liefert; gelblich,sehr hart und schwer, so daß es im Wasser untersinkt; sehrharzig, und brennt mit Heller Farbe. Oft hat es dunkelgefärbte flammige Zeichnungen und längliche schwarzePunkte. Es wird von den Ebenisten und Tischlern benutzt;man macht daraus auch die Kegelkugeln, Rollen, Walzen,Keile rc., und verwendet es in der Arzneikunde. In denHandel kommt es in großen, mehrere Centner schweren,noch mit der Rinde bedeckten Stücken, oder geraspelt,wo es alsdann durch die Einwirkung der Luft eine grünlicheFarbe annimmt. Beim Reiben entwickelt das Guajak-Holzeinen angenehm gewürzhaften Geruch; sein Geschmack istbitterlich und scharf. Es kommt über England und Hollandin den Handel.
Guajak-Rittde, Lortox kuajaci s. lixni sancti, istdie Rinde des gleichnam. Baumes, die wie das Holz in derArzneikunde gebraucht wird. Sie ist nur 1 bis 2 Linien dick,glatt, hart und schwärzlich, oder bräunlich-grau, auf derinnern Seite Heller und gelblich.
, die südlichste und größte derden Spaniern gehörenden Marianen-Jnseln, 20 Meilen imUmfang und fast ringsum mit Korallenbänken eingeschlos-sen; fruchtbar an Reis, Mais, Cacao, Indigo, Baumwolle,Zuckerrohr, Früchten und Waldhölzern; mit 3000 Einw.,während die ganze Inselgruppe nur 8000 Ew. hat. Haupt-stadt und Sitz des Guverneurs ist ögana.
, einer der inneren mejicanischenStaaten oder Provinzen, der W. an Guadalajara und Ja-lisco, RW. an Zacatecas, N. an San-Luis-Potosi, O. anQueretaro, S.an Mechoacan grenzt, an 400QM. mit(l832:)643,000 Einw. in 3 Städten, 4 Flecken, 37 kleineren Ortenund Dörfern, und 448 Landgütern. Fast das ganze Landliegt auf den Hochebenen der Kordilleren von Anahuac,schließt die an Gold und Silber unermeßlich reiche gleichn.Gebirgskette, ist außerdem sehr fruchtbar mit günstigemKlima. Die gleichnam. große Hauptstadt, auch Santa ksäs kuanajuato genannt, liegt 6860 Fuß hoch über dem Meerin der engen Schlucht Lanaäa <!o IllarliI, von einem Flußdurchströmt, mit schönen Gebäuden, der Münze, Gymnasiumund 80,000 Einw. (1807: 90,000 Einw.), im Mittelpunktder reichsten Bergwerke der Welt, die von 1766 bis 1828an Gold und Silber 234,487,810 Pesos, und nachdem diein der Revolution vernachlässigten und ersoffenen Grubenerst seit 1828 wieder thätiger betrieben wurden, von 1828bis 1833 an Gold 6798 Mark, an Silber 1,990,778 MarkAusbeute gaben.
Guano, Huano (der peruvianische Ausdruck fürDünger), eine eigenthümliche Substanz, die auf einigenkleinen Inseln an der Küste von Peru und Bolivia in sogroßer Menge sich findet, daß sie bedeutende Lager bildet.