Band 
Erster Band. A - G.
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787
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kustöwgls

— 787 — Gumea

Sie ist ohne Zweifel aus den Exkrementen der zahllosenSchwärme von Seevögeln entstanden, die auf diesen Inselnseit unbekannter Zeit Hausen. Der Hauptbestandtheil istAmmoniak nebst Erde. Der Guano ist in der neueren Zeitein Handelsartikel durch Verschiffung in großen Massen nachEuropa geworden, wo er sich als ein vorzügliches Düngungs-mittel erwiesen hat. Sein Gewicht ist 80 bis 60 Pfd. derenglische Bushel.

seit dem 7. Oktbr. 1842 einer derBereinigten Staaten von Central - AmerikamitHonduras, Riearagua und el-Salvador, hat sich zu An-sang 1847 als ein eigener Staat von den übrigen Staatengetrennt. Er grenzt im N. an die mejican. Staaten Chiapa,Bucatan und das Antillen-Meer, im O. an dasselbe Meer,Honduras und San-Salvador, SW. an den großen Ozean,W. an denselben und den mejicanischen Staat Oajaca. DasLand ist durch die große Anden-Kette sehr gebirgig und mitmehreren Vulkanen besetzt. Die Produkte sind edle Metalle,Seesalz, guter Cacao, Indigo, Baumwolle, Zucker, Kasse,Tabak, Reis, Mais, Gerste, Weizen, Vanille, Pfeffer, Ana-nas, Cochenille, Perlen, und die ungeheuren Wälder gewäh-ren vortreffliche Farbe-, Bau - und Lischlerhölzer, Gummi,Balsam, Arzneipflanzen; Pferde, Rindvieh ic. Diese Pro-dukte liefern die Ausfuhr. Die Einfuhr besteht in Leinwand,Baumwollwaaren, Tuch, Seidenwaaren, Wein. — Diegleichnam. Hauptstadt, auch >a kluera kumemsl» genannt,weil sie nach der Zerstörung von kuotemola »ntixua (1778)durch Erdbeben, gegründet wurde, liegt etwa 8s/, deutscheMeilen vom großen Ozean, mit dem Hafcnort Uuerm I.ilwr-äoä an der schiffbaren Mündung des Rio de las Vacas, mit80,000 Einw.; war Sitz der Bundes-Regierung, ist Sitzeines Erzbischofs, der Regierung, hat eine Universität, Aka-demie der schönen Künste, eine naturhistorische Sammlung,ein anatomisches Museum, die Münze, liefert Baumwoll-zeuge, Gold- und Löpferwaaren, musikalische Instrumente,Zucker, Indigo, Tabak und viel Cigarren. Frankreich hateinen Consul hier. Die Stadt ist ein Haupthandelsplatzmit besuchten Märkten.

Hauptstadt des gleichnam. Departe-ments im Freistaat Ecuadcr, auf der Westküste von Süd-Amerika, an der Mündung des gleichnam. Flusses in demgleichnam. Golf, gegenüber den beiden kleinen Inseln IslaVoräe und Isla kuna, 2" 11' 28" s. Br. 82» 18' 10" w. L.,mit 22,000 Ew., einem Hafen und einer Schiffswerft. DieSchiffe, welche in den Hafen einlaufen wollen, nehmen aufder Isis kuna einen Piloten. Die Ausfuhr dieses wichtigenHandelsplatzes besteht hauptsächlich in Cacao, Jipijapa-Strohhüte, Leder, Quinquina, Aloe-Fäden, Bauholz; dieEinfuhr in englischen Manufakturwaaren, Seidenzeugen,Wein, Mehl rc. Den Handelsverkehr unterhalten beson-ders Nordamerikanische, peruvianische, französische, mejika-nische, chileische, englische und sardinische Schiffe.

, kleine aber sehr wichtige Handelsstadtund Hafenort von dem 18 Kilom. entfernten Caracas inVenezuela, mit 8000 Einw., und mit einer zwar offenen,aber sehr besuchten Rhcdc. Die hiesigen zahlreichen Han-delshäuser gehören theils Franzosen, theils Engländern,Deutschen, theils auch Eingebornen. Der Werth der Aus-

fuhr betrug 1842: 3,230,399 Pesos, und der Einfuhr3,764,368 Pesos.

Guben, Kreisstadt in Preußen, Niederlausitz, Regie-rungsbezirk Frankfurt, an der Reiste und an der Eisenbahnzwischen Berlin, Frankfurt, Breslau, mit 11,000 Einw.,beträchtlichen Tuchfabriken, Wollmaschinenspinnerei, Wein-und Obstbau.

Hauptstadt des Depart. Creuse und desgleichnam. Arrond. in Frankreich, an dem Fluß Gartempe,mit 4900 Ew., der Präfectur, Primär-Normalschule, Civil-Tribunal, mehreren Assekuranzen und einer Bank.

eine der englischen Krone gehörige In-sel, im Kanal, SSW. vom französ. Cap Hogue, RW. vonder Insel Jersey, 9 englische M. lang und 6 M. breit, mit27,000 Einw. Die Küsten sind von hohen Felsen bekränzt,und nur die Nord- und Westküste zugänglicher, aber dieSchifffahrt um dieselbe wegen der heftigen Strömungenund der hohen Fluth sehr gefährlich. Trotzdem findet eineregelmäßige Schifffahrtverbindung mit Cherbourg, Gran-ville, St.-Malo, Peros und andern Häfen der Bretagnestatt. Die Insel ist sehr fruchtbar mit mildem Klima.Vieh- und Schweinezucht, Fischerei, Austernfang und Han-delsverkehr sind bedeutend.

Gnhrau, Kreisstadt in Preußen, Schlesien, Regbz.Breslau, mit 4000 Einw., sehr beträchtlicher Windmüllereiund Mehlhandel, nebst Spargelbau.

, schöne Stadt in Portugal, Pro».Minho, mit 6000 Einw. , mit guten Mefferschmiedewaaren,Leinenmanufaktur und Papiermühlen.

Guinea, Guinee, Guiney,Ginney, eine eng-lische Goldmünze, deren Name daher röhrt, daß sie zuerst(im Jahr 1662) aus Gold von der Küste Guinea geprägtwurde.

Guinea, großes Küstenland auf der Westküste vonAfrika, am gleichnam. Meerbusen. Es wird in Ober- undUnter-Guinea getheilt. Jenes liegt an der Nordseitedes Meerbusens und bildet den Südrand des zum Meerbu-sen abfallenden Hochlandes Sudan. Es beginnt an derGrenze von Senegambien mit dem Cap Verga und erstrecktsich bis zum Cap Lopez, wo Unter-Guinea beginnt, dassich bis zum Cap Negro oder noch südlicher bis zum CapFrio erstreckt. Jenes umfaßt die Länder: Sierra - Leona,Malaguetta (Pfefferküste), die Küste der bösen Leute, Zahn-küste, Goldküste, Sklavenküste, Benin, Biafra rc.; dieses dieKüstenländer Loango, Congo, Angola, Benguela.

Man rechnet im Handelsverkehr hauptsächlich nachspanischen Piastern oder Dollars zu 100 Cents. Die Ein-gebornen haben keine metallenen Münzen, sondern gebrau-chen an der Stelle des Geldes kleine Muscheln, Zambi's,Cowri's oder Kauri's genannt. 2000 Stück solcherMuscheln werden — 1 Macuta gerechnet, eine Silbcrmünze,von welcher 109,044 Stück auf eine köln. Mark fein Silbergehen, und welche also etwa 3°/§ Sgr. werth ist. Gold-körner werden nach einem Gewicht berechnet, welchesAkey heißt und LO'/gz engl. Grün wiegt. 6 Akeys machen1 Unze. — Im Handel mit den Negern rechnet man auchnach Moeo's (die hiesige Benennung der dänischen Thaler)zu 48 Dame (Stüver), 96 Pah oder Tabo (dänische Schilt.)

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