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Zweiter Band. H - Z.
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Handel

Händel

^cmd, sich vornehmlich den Beschäftigungen zu widmen,welche sich am besten für sie eignen.

Die Ltraßen, Eanäle, Eisenbahnen, welche ein Land"rchjchneiden und eine leichte Verbindung zwischen denkvtfermesten Theilen desselben bewerkstelligen, sind für den«Nieren Handx^ so wie für den Ackerbau und die Fabrikengrößtem Nutzen. Eine Verminderung der Transport-. ^ hat dieselbe Wirkung wie eine Verminderung der^Amtlichen Produktionskosten.

jedermann, der nur mit den Elementen der Staats-vertraut ist, weiß, daß, je mehr und mehr dieffchäftigunge» getheilt werden, eine um so kräftigere Ma-«>ene erhalten wird, und die Produktionskraft der Arbeit^ 'ß , je größere Massen der Bevölkerung zusammen wirken.

einer großen Stadt wird dieselbe Anzahl von Händen'veit mehr Arbeit verrichten, als in einem kleineren Orte,lede Person mehrerlei zu verrichten hat. Die großen

könnten aber wiederum ohne die verbesserten Com-^^Evnsmittel nicht bestehen. Diese setzen dieselben inStand, sich mit den Erzeugnissen des Bodens rc. fast" so wohlfeil zu versorgen, als wen» sie in kleinen Land-eten lebte», und sichern ihnen alle Vortheile der Concen-'»tion mit nur wenigen der Nachtheile derselben. Straßen"ud Canäle habe» deshalb einen doppelte» Nutzen, dennwahrend sie v^m Manusakturistcn das rohe Material ver-gleichsweise wohlfeil liefern, gewähren sie ihnen die Mittel," Theilung der Arbeit zu vervollkommnen and verhältniß-"">ßig wohlfeile Manufakte zu liefern, welche letztere wie-des"^ geringen Kosten an die entlegensten Theile

° Landes gebracht werden. Die unmittelbare» Vortheile,e,e sie dem Ackerbau bringen, sind nicht minder wichtig,hne dieselben würde man Kalk, Mergel und andere schwere"el, welche die Ernten mehren, nicht in weite Ferne'Waffen können.

Da nun die Vortheile des Binnenhandels so groß sind,° 'st es offenbar die Pflicht der Regierung und Gesetzgebung,selbe» jeden geeigneten Schutz und alle mögliche Ermu-^ch"vg zu Theil werden zu lassen. Diese Pflicht ist indeß,man finden wird, mehr negativ als positiv, und bestehtger in der Entwerfung von Bestimmungen, als in derstrnung von Hindernissen. Der Irrthum vieler Regie-gon lag nicht darin, daß sie zu wenig thaten, sondern

^ viel thun wollten,

daß die ^

Wir werden später' vorzügliche Begünstigung der Producenten ge-. 'ff^^rtikel gleichmäßig von Nachtheil gewesen ist. Hier

tauchen

"«r nur zu erwähnen, daß die Begünstigung, welche

eine aufgeklärte Regierung d°r Jndustr^^alle Zweige derselben gleichmäßig erstreckenaus die Entfernung alles desjenigen gerichtet snn muß, wasauf irgend eine Art die Freiheit des Handels ^

k°it der Personen hemmen kann, sich in versch'« ^schaften zu versuchen. All- Bestimmungen, welchsie auch haben mögen, welche entweder die CircaWaaren von einem Theil des Landes zumfreie Arbeit hindern, hemmen nothwendig tue « SArbeit und den Nacheiferungsgeist, und muffen " ^tionsertrag mindern. Derselbe Grundsatz, der die «3von Straßen, den Bau von Brücken und Kanälen veran ap ,

sollte jedes Volk dahin bringen, aus seinen Gesetze» die Be-stimmungen zu entfernen, welche die Operationen des Kauf-manns und die freie Gcbahrung mit dem Kapital und derArbeit hemmen oder fesseln. Die Wirkung ist gleich ver-derblich , die Freiheit des Binnenhandels und der Industriemag durch unübersteigliche Berge oder durch unwcgbarcSümpfe oder durch drückenden Zoll oder hemmende Beschrän-kung unrerbrochcn werden.

Das Naturrecht ist Monopolen und Privilegien offen-bar entgegen, und Lord Cok e sagt irgendwo: „lwmmorrium

jure gentium communo esse llcbet ot nan in monupulüwi etprivalum paulnlorum quosium cvnverlonäum. Inüpn»» «staIÜ8 pernnltere, alüs inln!>ere morcaturaiuindessen beweistdie Erfahrung, daß, wie die Menschen sind, das Eigenthumeines äußern gesetzlichen Schutzes bedarf, weil die rein mo-ralische Verpflichtung der Menschen, worauf das Naturrechtberuht, nicht so allgemein und in dem Grade wirkt, daßdurchgängig jeder ohne Ausnahme für das, was er dem An-dern und nicht seiner eigenen Thätigkeit und seinem eigenenNachdenken verdankt, und dennoch Vortheil davon zieht, jenemaus eigenem Antrieb an dem Gewinn verhältnißmäßigbcthei-ligt. Dieser Satz gehört ebenfalls in den Kreis des natür-lichen Rechts, ohne daß er durch die That anerkannt wird.So lange dies geschieht, so lange ist es billig, daß das buch-stäbliche Gesetz durch Patente das sichert, was das Natur-recht nicht zu sichern vermag. Geben Patente Privilegienund Monopole, so geschieht dies, weil sonst jedes Verdienstder Erfindungen zum Raub der Gewinnsucht werden würde.Geschähe dies nicht, so wären Patente durchaus zwecklos;da jedoch die Gewinnsucht so schamlos ist, die natürlichenSchranken nicht anzuerkennen, so müssen ihr gesetzlicheGrenzen abgesteckt werden. Sollen indessen Erfindungen,die wichtig sind, Gemeingut werden und nicht durch Patenteauf den Erfinder beschränkt bleiben, so ist es recht und billig,daß sie dem Erfinder vom Staat abgekauft und dann öffent-lich bekannt gemacht werden.

Was der Binnenhandel für die verschiedenen Provinzeneines und desselben Landes ist, das ist der auswärtige Handelfür alle Länder der Welt. Besondere Länder producircnbesondere Waaren, und würden ohne den auswärtigen Han-del nichts weiter haben, als was sie selbst erzeugen. Dieje-nigen, welche über den Gegenstand nicht nachgedacht haben,begreifen kaum, wie viel jedes Handelsvolk nicht blos vonseinen Bequemlichkeiten, sondern auch von seinen nothwen-digen Bedürfnissen einbüßen würde, wenn der Verkehr mitdem Auslande ein Ende hätte. So verdankt z. B. Groß-britannien dem Handel mit dem Ausland die volle Hälfteund noch mehr von dem, was es besitzt. Es verdankt ihmnicht nur die Baumwollen- und Seidenfabrikatio», denWein, Thee, Zucker, die edeln Metalle:c., sondern auch diemeisten Früchte und Gemüse, die man jetzt dort baut.Während es also nicht blos mit einer Menge höchst wichti-ger Artikel versehen wird, die es außerdem gar nicht kennenwürde, erhält es auch durch den auswärtigen Handel dieMittel, seine Industrie auf die vortheilhafteste Art zu be-schäftigen, wie derselbe den Preis fast aller Artikel vermin-dert. So ist es durchgängig. Ein Land ist besonders zumGetreidebau geeignet, während es ihm an Wein, Seide undKasse fehlt; ein anderes besitzt dagegen diese, hat aber kein

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