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Zweiter Band. H - Z.
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Italien

Jserlohn

und dem irischen Meer, so wie durch den Bann mit dematlant. Ozean verbunden. Den Verkehr befördern Kanäle,z. B. der große Kanal, der Royal-Kanal, der Newry-Kanalund mehrere Eisenbahnen. Die hauptsächlichsten Erwerbs-ßweige sind der Ackerbau, die Viehzucht und die Leinwand-,Tuch- und Baumwollzcugweberei, Baumwoll- und Flachs-spinnerei. Die Produkte sind Rindvieh, Butter, Käse,Schweine, Pferde, Schafe, Getreide, besonders Weizen,Kartoffeln, Flachs, Hanf, Leinwand, Tuch, Glas, Eisen.Die Hauptstadt ist Dublin, und durch seine Industrie aus-gezeichnet Belfast.

Jserlohn, Stadt i» Preußen, Prov. Westphalen,Regierungsbez. Arnsberg, mit 9800 Einw., bedeutenderFabrikation aller Arten Messing-, Eisen- und Stahlwaaren,Nadeln, Sporen und sogenannten kurzen Waaren;bann Seidenband-, Seidentuch-, Sammetband- und Sia-'""istnwebereien, Schmelzöfen, Gerbereien und Bleichen;Kuweit Galmeigruben.

Ehemals rechnete man hier in clevischer Wäh-3; gegenwärtig aber führt man Buch und Rechnung

run

wie

"> ganz Preußen. In Wechselgeschäften richtet^an sich „geh dem Curszettel von Elberfeld.

lllaaße und lßewichte wie in ganz Preußen.

Island, große Insel im nördl. atlantischen Ozean,ktwa 27 Meilen von der SOküste von Grönland, dagegenb°n Norwegen 120 Meil. entfernt, weshalb sie auch zuweilenAmerika, gewöhnlich aber zu Europa gehörig betrachtetwird. Sie ist durchaus vulkanisch mit den noch thätigenVulkanen Hekla, Krabla, Oeräsa-Jokull u. a., ungeheurenGletschern und der merkwürdigen siedend heißen Spring-guelle Geyser. Im Innern ist sie meist kahles Lavafcld oderuhle mit Eis bedeckte Felsen, ohne Baum. Die West-,^°rd- und NOküste sind zerrissen und voller großer undleiner Buchten und steigt steil aus dem Meer, währendöer Süd- und SOrand abgerundeter und niedriger ist.

Klima der Insel ist im Allgemeinen milder, als manderen hohen nördlichen Lage erwarten sollte; indessen^ührt die Winterkälte auf der Nordküste länger als auf derSüdküste, wo das Thermometer während fünf Monatenb'cht über den Gefrierpunkt steigt. Stürme und Nebel ver-ludern den Landbau; nicht einmal Gerste gedeiht, die^lst hoch in Norwegen fortkommt. Nur mit Mühe ge-winnt der Gartenbau Kohl, Runkelrüben, Kartoffeln, Pe-^rsilie-, am besten gedeihen Rcttige, Radieschen, Senf und^esss. Getreide und andere Lebensmittel müssen aus Dä-Ueinark eingeführt werden. Produkte der Insel sind vielisländisches Moos, Fische im Uebcrsluß, deren Fang einHaupterwerbszweig ist, Wasservögel, besonders Eidergänse,Vennthiere, weiße Bären, Füchse, Seehunde, viel Schafe,Schweine, Rindvieh, Pferde, Hunde. Davon gewinnt manle Ausfuhrwaaren. Der Handel ist meist Tauschhandel,^le Frauen verarbeiten die Wolle zu einem Zeuge (Vad-"^l), Strümpfen und Jacken. Das Werthmittel im Tauschsind die Fische (nach der Zahl) und das Wollenzeug (nachlr Elle); Geld ist äußerst selten. Hauptort ist Rei-

kiavik.

Aechnungsarlen.

Man rechnete gesetzlich, wie in Dänemark, bis 1813"°ch Reich sth «lern; Species zu 6 Mark ä 18 Schil-

lingen, oder nach Reichsthalern zu 96 Schillingen; seit 1814aber nach Reichsbankthalern mit derselben Einthei-lung, in Silber - und in Papiergeld. Da jedoch das baareGeld selten vorkommt, und man mit Wollenzeug und Fi-schen bezahlt, so rechnet man gewöhnlich nach Älen oderEllen, und nach Fisk oder Fischen. 1 Ale ist — 2Fisk. Im gewöhnlichen Verkehr rechnet man 1 Ale— 4 Schilling dän. Species, im Handel aber nur halbso hoch, 2 Schill. dän. Species. Hiernach gehen auf dieköln. Mark sein Silber nach gewöhnlicher Annahmeoder gesetzmäßig 222 Älen oder 444 Fisk, im Handelaber 444 Älen oder 888 Fisk. Demgemäß ist der Werthbeider Rechnungs-Einheiten wie folgt: a) im gewöhn-lichen Verkehr oder gesetzmäßig: 1 Ale — 1 Sgr.10,7 Pf. 1 Fisk — Sgr. 11,38 Pf.; b) im Handel:1 Ale — Sgr. 11,38 Pf. 1 Fisk — Sgr. 8,676 Pf.preuß. Cur.

Maaße und Semchte.

Liingeumaaß ist die isländische Ale oder Elle, welche2lV,o rheiuländ. oder preuß. Zoll — 233 franz. Linien —0,3707 Meter ist. Nach andern ist dieselbe der HamburgerElle von 233,93 französ. Linien gleich.

chlüssigkeitsniaaß ist der Kutting oder Kutur von3 dänischen Pott. — Eine Tonne wird zu 136 dänischenPott gerechnet.

Bemchle.

Das Vatt oder Faß Butter hat 8 Fierding »20Mark, und wiegt 320 dänische Pfund. Demnach ist diehiesige Mark — 2 Pfund dänisch oder 0,9986 franz. Kilo-gramm, der Fierding — 40 Pfund dänisch. — DasWatt wird auch in 3 Liespfund (s 32 Mark — 64 Pfd.dänisch) eingetheilt. — Ein Vatt macht auch 40 Fisk oderFische, wovon das Stück für 1 Mark hiesig oder 2 Pfunddänisch gezählt wird. Eben diese Art soll auch beim Auf-zählen der Älen oder Ellen gebräuchlich sein.

DerFaering oder Fiering, — >/« Watt, ein Han-delsgewicht, wird zu 10 Pfund dänisch gerechnet — 4,9931franz. Kilogramm.

Isländische Flechte, isländisches Moos, s.Flechte.

Isis «I« Hoiirlioi», s llourbon.

Ist« «t« I?» s. Mauritius.

Ismail, starke Festung an der Donau, in der russi-schen Prov. Bessarabien, mit etwa 12,000 Ew., aber gerin-gem Verkehr.

Ispahan, ehemalige Hauptstadt in Persien, amSteppenfluß Sendeh-Rud, und ein Knotenpunkt mehrererKarawanenstraßen vom kaspischen Meer her über Teheran,von Tabris, Hamadan, Bagdad, Pezd, Schiras und vompersischen Meer her; sehr groß, war aber sonst weit bedeu-tender; mit etwa 80,000 Einw., Seiden-, Baumwoll-und Wollweberei, Gold - und Silberwaaren - und Waffen-Fabriken.

Italien, heißt die große Halbinsel an der SüdseiteEuropas, im mittelländischen Meer, welche gegen O. dentiefen adriatischen Meerbusen bildet. Sie erstreckt sich vonNW. gegen SO., wird im N. durch die Alpen von Frank-