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Zweiter Band. H - Z.
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Kupfervitriol

Kupfer —

Auch liefern die Privatbcrgwerkc viel Kupfer in den Handel,das meist die Namen der Besitzer führt, z. B. Pachkof,Gregvri, Demidoff. Das russische Kupfer kommt inBarren van verschiedener Form und Große. Dir Kupfer-produktion von ganz Rußland wird auf 210,000 Pud angc-tzrben, wovon das meiste in den uralschen, alkäischen undalonczschen Bergwerken gewonnen wird. Das dcmidoff-schc Kupftr wird meist über Odessa ausgeführt. Unter K o-pekenkupfer versteht man das russische, zu Kopeken aus-gemünzte, welches besonders zu Draht geschätzt ist.

peruanisches K. kommt seit kurzem in größererMenge in den Handel. Es ist schwärzlich, brüchig undschwc-Mhaltig. erhält es in Blöcken von verschiedener Form""d Größe. DasmejicanischeK. ist noch geringer und

unreiner.

wird als Erz nach England gebracht undDiese Einfuhr betrug im Jahr 1842 an

Ehile-K.

wird ebenfalls als Erz von der gleichnam-Jabi- England ausgeführt und hier zubereitet. Zm^ *842 betrug diese Einfuhr 32,270 Tonnen.

trä»?" ^ ° u - Holland hat man in der neuesten Zeit be-*"che Lager von Kupfererz entdeckt.

Pfer führt das in seinen Minen gewonnene Ku-

aus Bushire und Bafforah nach Bombay und Cal-uir» aus.

überbaun tisch ez oder Tokakupfer kommt besondersgrg Man hat davon eine rothe und eine

Br Sorte. Erstere ist die beste. Es kommt in viereckigenten ohngefähr 60 Pfund mit abgerundeten Kan-

haltjg^a^ Üvaue Tokakupfer ist eisen-, blei- und schwefel-

Berb^"^ ^genannte Tangoulkupfer kommt aus dervon drei an einander sitzenden Broden. — Das K.

H . ule«, aus Marokko, erscheint in platten Broden oderder!--°" *** Pfd. — Das ungarischeK. kommt in

erzeu^E^ §anz dem schwedischen gleich. — FrankreichSefäk kaum 2300 Ctr. Kupftr, bedarf aber ohn-

täten^ ^'000 Ctr., und bezieht daher bedeutende Quanti->vndkr^°'" Ausland. — Hollandhat kein eignes Kupftr,Au " bezieht dasselbe für seinen Schiffbau rc. aus demkok ' — In Italien wird meist ungarisches und To-vou Erarbeitet. 3" neuerer Zeit liefern die GrubenPre ,"*""kini in Toscana eine bedeutende Quantität.—Meders-I" ^°bucirte im Jahr 1842: in den schlesischen,ömken in' ^hüring. und niederrhein. Oberbergamtsbe-reich N ^kr., dagegen 1840:21,489Ctr.; das König»1842- ?.ch^">m Jahr 1843 : 364 Zollctr.; KurhessenDarnill Nassau 1841: 740 Ctr.; Hessen-

(vgl. Durchschnitt jährlich 343 Ctr.; Baiern

4838.88 4 Artikel); Hannover in den eigenen WerkenMcinsamen m ' und in dem mit Braunschweig ge-487,200 wf^^g'uork im Rammelsberge bei Goslar 1838:Kupftr ^ Deutschland erzeugt bei weitem wenigerSchwan',-" bedarf. Es führt daher viel Roh- oderda»»» ansn^ odcr Rosettenkupfer -c. ein, und führtder Geld ^ren wieder aus, jedoch keineswegs so viel, daß^krth für dir Einfuhr aus dem Auslande gedeckt

würde. Die Mehreinfuhr an Rohkupfer beträgt durch-schnittlich 1,087,630 Thlr., die Mehrausfuhr an geschmiede-tem, gewalztem u. gegossenem nur 261,900Lhlr., die Mehr-ausfuhr an Kupferwaaren 400,700 Thlr. Uebrigens hatdie Einfuhr des Rohmaterials gegen früher zugenommen,und die Ausfuhr an Waaren abgenommen.

Das Rosettenkupfer besteht in Scheiben, das destoreiner ist, je dünner die Scheiben sind, und bei s/2 LinieDicke ohngefähr 3 Pfund. Das Hammergare Platten-kupfer besteht in viereckigen oder runden Hartstücken von30 bis 230 Pfd. Schwere. Schrot-oder Federkupfer ,nennt man das zur Messingfabrikation bestimmte Kupftr,das man schmelzend in Wasser tropfen läßt. — Ueber dieverschiedene» Sorten Kupferblechs. den Art. Blech. —Kupferdraht wird in Ringen gewunden, zu 1,3,10,20, 25 Pfd. Gewicht verkauft, und in die Arten: Mustcr-und Scheibendraht geschieden. Zu dem ersteren gehören diegröberen Sorten von ^ bis 0,03 Zoll Stärke, deren Num-mer von 1 oder 3 bis 30 oder 48 mit zunehmender Stärkesteigt. In der letztere» Art steigen die Nummern-in geradenZahlen von 6 bis 36 mit zunehmender Feinheit. — Plat-tirterKupferdraht ist entweder unächter Silbcrdrahtoder unächter Golddraht. Derselbe wird aus Kupferstan-gen, die mit Silber umhüllt sind, gezogen, und zum unäch-ten Golddraht noch vergoldet. Cementirter Draht bestehtaus reinem Kupfer, und wird eine Zeitlang in Zinkdämpfegelegt, wodurch er Goldfarbe erhält. Diese Sorten werdenwie der ächte Gold- und Silberdraht numerirt.

Kupfervitriol, cyprischeroderblauerVitriol,blauer Galitzenstein, franz. Sulfate üe cuivre, Vitrioläe L^pre, V. bleu; engl. lllue Vitriol, ist ein aus Schwefel-säure, Kupferoxyd und Wasser zusammengesetztes Salz, wel-ches zum Theil in der Natur schon gebildet in den Gruben-wassern der Kupferbergwerke (Cementwasscr), gewöhnlichals Ueberzug an Gegenständen, vorkommt, größtcnthcilsaber künstlich dargestellt wird. Der im Handel vorkommendeist durchgängig ein Kunsterzeugniß. Man bereitet ihn1) aus Kupfcrstein (Concentrationsstein; s.unterd.Art.Kupfer) durch Auslaugen. 2) Aus künstlich dargestelltemSchwefelkupfcr. Dies ist eine ältere Methode. Manerhält das Schwcfelkupfer, wenn man Garkupfer in einemFlammofen glühend macht, nachdem es eine Zeit lang in die-sem Zustande erhalten worden, den Zug unterbricht undohngefähr >/z (des Gewichts) grob zerstoßenen Schwefel aufdasselbe wirft, worauf die Verbindung sehr rasch erfolgt.Hierauf wird der Zug wieder hergestellt, der Ofen angefeuertund durch Calcination das erzeugte Schwcfelkupfer in schwe-felsaures Kupferoxydul und Kupferoxyd umgewandelt, wel-ches, noch warm, in mit Wasser angefüllte Bottiche geschüt-tet wird, oft unter Zusatz von Schwefelsäure; nach 12stün-diger Lösung bringt man den ungelösten Rückstand wieder inden Ofen, um ihn ferner der Schwefelung und Oxydationzu unterwerfen. Die Bitriollauge wird eingedampft, dieconcentrirte Lauge in Läuterkästcn geklärt und in Wachs-fässern krystallisirt; die Mutterlauge setzt man, da sie nichtsFremdartiges, Verunreinigendes enthält, der zu versiebendenLauge mit zu. 3) Man kann auch Kupfervitriol bereiten,wenn man Kupferasche, Kupferoxyd (Malachit, Lasur), Af-

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