Liefland
178
Liefland
Alberts-Thaler
Feingehalt inLoth fein dieMark
Gewicht von14 Stück inSolotnik
Stück der Al
auf die köln. Markbrutto
berts-Thaler
auf die köln. Markfein Silber.
Alte Holland, beschnittene Thaler . . . . l- spanische.>
14
90
8,327823004
9,746083433
- spanische beschnittene.)
Neue schwedische.
14
96
7,994834066
9,13698322
- holländische.i
14
92
8,342433547
9,33421034
- dänische.j
- seeländische.
14
91
8,434110663
9,638983613
Halbe Alberts-Thaler.
14
83'/,
8.976653794
10 239033193
Oerter (Viertel-Alberts-Lhaler) ....
14
82'/,
9,3313364783
10,664407404
Bei der Aolleinnahme wurden 14 vollwichtige Alberts-Thaler mit dem Zugewicht auf das russische Pfund genom-men: nämlich vom Jahr 1764 bis 1796 zu 126 KopekenSilber; von 1797 bis 1802 zu 140 Kopeken Silber oder220 Kopeken Bankassignationcn; von 1803 an zu 210 Ko-peken Bankassignationen, und von 1810 an, bis sie aus demUmlauf verschwanden, zu 400 Kopeken in Bankassigna-tionen.
Die Curant-Währung bestand in dem Werth dernach dem ehemaligen leipziger Scheidemünzfuß ausgepräg-ten sächsischen, brandenburgischen und lüncburgischen >/,,-Thalerstücke und in den übrigen in Umlauf befindlichen ge-ringhaltigen kleinen Münzen, und 1 Thaler Curant war--- 1 Thlr. 2 Sgr. 9"/, Pf. prcuß., --- 1 Fl. 33 Kr. 3 Pf.im 20-Guldenfuß, -- 1 Fl. 84 Kr. 3-/g Pf- im 24>/,-Gul-denfuß, — 1 Rubel 1°/,^ Kopeken Silber. Man rechnete1 Thaler Curant — 16 Fünfer (d. i. sächs., braunschweig-lüneburg., preuß. 2 gute'Groschenstücke, schwedische 5-Oer-Stücke), — 20 Sechser (d. i. 6 poln. Groschen) oder soge-nannte Schestaken,— 40 Marke (d. i. prcuß. Düttchen rc.),— 80 Fcrdinge (d. i. schweb, silberne Oer-Stückc rc.), —120 poln. Groschen zu 3 Schillingen (aus Billon), — 360Schillingen, aus Kupfer.
Im Jahr 1787 ließ die Kaiserin Elisabeth für Lieflandund Esthland ganze, halbe- und viertel-Livonesenzu 96, 48 und 24 Kopeken Silber, nebst geringhaltigenSilberstücken zu 4 und 2 Kopeken prägen.
Maaße und Geimchle
waren bis zum Beginn des Jahres 1848 die alten licfländi-schen im Gebrauch, aber seitdem sind dierussischcn strenggesetzlich eingeführt worden.
tängenmaaß. Als Werkmaaß bei Zimmer - und Tisch-lerarbeit rc. brauchte man den rhein land. Fuß zu 12Zoll ä 12 Linien; 6 Fuß — 1 Faden. Außerdem brauchteman als Fußmaaß den alten holländ. Palm, — 3,7187russ. oder engl. Zoll, 8 Palm — 17 Werschock, — 1000Palm — 132?/, Arschin, —41,8373 paris.Linien; in Rigawar er jedoch etwas größer, nämlich — 3,717 russ. oderengl. Zoll, — 41,8316 paris. Linien. Der Palm war ge-setzlich durch die rigaische Handclsordnung vom 7. Der.1763 eingeführt. Der Durchmesser der Schiffs mästenwurde nach russischen oder englischen Zollen, deren Umfangnach dem Palm gemessen.
Die rigaische Elle von 4 Quartier, durch die er-
wähnte Handelsordnung vorgeschrieben, war — 0,73393Arschin, — 21,166 russ. oder engl. Zoll, — 0,80608 prcuß-Ellen, — 0,68993 wiener Ellen. In den übrigen Städtenwar eine sogenannte Weberelle gebräuchlich, die der We-berelle von Reval gleich, — 0,7998 russ. Arschin, ---22,394 russ. oder engl. Zoll, — 232,13 pariser Linien; inReval auch eine gewöhnliche Elle von 1760, — 21,133 russ-oder engl. Zoll, und der Eisenfaden — 88"/, russ. oderengl. Zoll. Die bei der Vermessung der Güter gebräuchlicheLandmesser-Elle, auch schwedische Elle genannt,war bis 1822 bei 0° Temperatur — 0,612 Meter, ---24,093 russ. oder engl. Zoll, seit 1822 aber gesetzlich — 2russischen oder englischen Fuß, und 23 solcher Ellen maß dieKette.
Die Meile der Ostsee-Provinzen war gesetzlich —7russ. Werst, -- 1,0081 deutsche Meilen, --- 7,4676 Kilo-meter.
Mchenmanß. Der liefländische Haken, ein ur-sprünglich schwedisches Feldmaaß, wurde vorzüglich bei derTararion der Ländereien, Frohndienste und Abgaben ge-braucht, war aber in verschiedenen Zeiten verschieden, beson-ders deshalb, weil dessen Umfang von der Bodenkultur unddem Werthe des Ertrages abhing. Der neuere liefland.Haken wird im Werth auf 80 Albcrts-Thaler, mittelst deSGetreidemaaßes, so bestimmt, daß dabei der vierte Theil,also für 20. Alberts-Thaler, Gartenland und Heuschlag seinmuß. — Eigentliche Größen-Feldmaaße, währendder Haken nur den Werth betrifft, sind: die Tonnstelle,die 33 Kappen zu 400 Quadrat-Landmcsscr-Ellcn, also14,000 Q.-Landmcsser-Ellen — 0,47620 russ. Dessätin, --36 russ. oder engl. QFuß hat. Die Loofstelle hat 2»Kappen, also 10,000 QLandmesser-Ellen, — 0,34014 russ-Dessätin; also sind 3 Tonnstellen — 7 Loofstellen.
Vrennholzmaaß. Der Faden in Riga ist zweierlei!der gewöhnliche, 9 russ. oder engl. Fuß lang und 8 Fußhoch, mit der 2 russ. oder engl. Fuß oder 1 Arschin langenScheitlängc, --- 144 russ. oder engl. Kubikfuß; — der un-gewöhnliche, auf den Düna-Jnseln gebräuchlich, 10 russ-oder engl. Fuß lang und 9 Fuß hoch, mit der Scheitlängedes vorigen Fadens, — 180 russ. oder engl. Kubikfuß; ^noch ein anderer Faden, 11 Fuß hoch und 10 Fuß breit.
In Mitau ist der Faden rundes Brennholz 6 rhein-ländische Fuß, oder — 236 russ. oder engl. Kubikfuß; betFaden Floßholz 7 russ. oder engl. Fuß lang, 7 Fuß hoch-