Band 
Zweiter Band. H - Z.
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Lilailas

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Lima

aus Alkanna-Wurzel; zum Gelb am einfachsten einen wässe-rigen Safranaufguß; zum Grün eine Vermischung neu^udigauflüsung mit Curcumätinktur rc. Wir können hiera>cht näher auf die Bereitung der Liköre eingehen, sondernZollen nur einige der vorzüglichen Sorten nennen, nämlich:Eedrat-Likör, Cedrat-Wasser, Molukka-Bal-iam, Wittwenthräncn von Malabar, Manda-rinen-Likör, Liebesseufzer, Makaroni-Crome,^uracao, danziger Orangcn-Likör, Parfait-^Mour, Ros-Solis (Sonnenthau), schwedisches^benselixir, und das berühmteste und ursprünglich ita-lische Fabrikat, der Repräsentant der Cremes, derMaraschino, ber auch, aber keineswegs so gut, als derechte ist, nachgemacht wird. Für Leser, die sich gründlich überdie Bereitung der vielen Likör-Sorten belehren wollen undgute Recepte wünschen, sind hier einige, zum Theil als vor-züglich anerkannte Schriften über Likörfabrikation ange-führt: Hermbstädt's chemische Grundsätze der Kunst,Branntwein zu brennen. Berlin. — Horix vollständige^uleikung zur Likörfabrikation rc. 2. Ausg. Mannheim,Büffler 1832 (1'/» Thlr.). — Behrcns, prakt. HandbuchLikörfabrikation ohne Destillation. Duisburg,Schniachtenbcrg 1833 (8 Gc.). — L o r e n z und Marn i tz"rucste Anleitung zur prakt. Destillirkunst und Likörfabri-kation. Berlin,'Amelang. 2. Auflage. 1832 (12 Gr.). —linm, kurzgefaßte prakt. Anweisung für Destillateure,^uthaltend 46 Recepte zur Anfertigung verschiedener belieb-en Liköre, vorzüglich auf kaltem Wege rc. Nach den Vor-schriften des königl. Fabriken-Commiffärs, Herrn Dorn inBerlin. Barmen und Gladbach, Schmachtenberg u. Comp.^832 (4 Ar ), — Schmidt, prakt. Anweisung zur wohl-seilen Bereitung der Liköre und Doppel-Branntweine ohne8kuer und Destillirgeräth, für Schenk- undHauswirthschaf-Mit 1 Abbildung. Leipzig und Raumburg. Franke,^832 (12 Gr.). — Leuchs, Sammlung der seit 30 Jahren>n der Branntweinbrennerei und Likörfabrikation gemachtenBeobachtungen und Verbesserungen. Mit besonderer Rück-Ücht auf die verbesserten Destillirgeräthe, die Bereitung des^lks, Rums und Franzbranntweins. Nürnberg, Leuchs u.^°mp. 1830 (1 Thlr.). — Keller, Destillirkunst und Li-sürfabrikation. Berlin, 1842.

Lilailas, ist der spanische Name für eine weiß ge-eichte Hausleinwand, die in Thüringen und Hessen gemachtUnd über Bremen ausgeführt wird.

im Flämischen R y sse l, stark befestigte Haupt-uadt des Depart. Nord, in Frankreich, an der Mittel-DeuleUud am Sensee-Kanal, mit 73,000 Ew., eine der wichtig-Städte Frankreichs, sowohl wegen ihrer Befestigungauch wegen ihrer beträchtlichen Industrie. Sie ist Sitz^Präfcktnr, hat ein Civil- und ein Handels-Tribunal,Handelskammer, General-Rath für Handel, Lonseil üedommes, mehrere Assekuranzen, eine königl. GesellschaftBftsscnschaften, Ackerbau und Künste, die liller Gesell-aft zur Beförderung der Wissenschaften und Künste im'Departement, eine königl. Akademie für Musik,anstellten ^ angewendete Chemie und Geometrie, für'Uearzelchnen rc.; Münze, königliche Tabakmanufaktur,Börse, Bank von Lille außer mehreren BankicrS-uftchäften, viele Baumwoll-, Flachsgarn- und Iwirnspin-

ncreien, Woll- und Seidenspinnereien, viele Tischzeug»,Decken-, Spitzen-, Goldbijouterie- und Lüllefabriken,Messerschmiedereien, Eisen- und Kupfergießerei, sehr vieleFärbereien, Fabriken für Leder, chemische Produkte, Regen-schirme, Nadeln, Pfeifen, Porzellan, Papier, mehrere Ma-schinenwcrkstätten, Brauereien, Leinwand- und Garnblei-chen, Chocoladefabriken, beträchtlichen Handel mit Baum-wolle, Flachs, Wolle, Manufakturwaarcn, Tuch, Leinwand,Oel, Colvnialwaaren, Gewürzen, Droguen rc. Die Stadtist durch die Nordbahn mit Paris und Belgien verbunden.Die beiden Märkte, am 29. August (neuntägia) und am 14.Decbr. sind ansehnlich.

Rechnung, Münzen, Maaße und Gewichte wie in ganzFrankreich; Lille richtet sich in seinen Wechselangele-genheiten nach Paris.

Lima, die Hauptstadt von Peru, an der Westküste vonSüd-Amerika, unweit (2 Lieues) der Küste des großenOzeans, unter 12" 2' 43" südl. Br. und 79" 27' 45" w. L.,mit etwa 80,000 Einw., Universität, Münze, Woll- undBaumwollweberei; Hauptsitz des Handels mit Wein, Brannt-wein und den Landesprodukten, namentlich Ochsen - undKuhhäuten, Kuhhörnern, Schafwolle, als Ausfuhrartikel.Callas, der Hafen von Lima, etwa 2 Stunden W. davonentfernt, befindet sich nördlich von einer vorragenden Land-spitze, in dem Winkel, den die kleine unbewohnte Insel SänLorenzo bildet. Vor der Befreiung Peru's und der andernsonst spanischen Provinzen in der neuen Welt war Limader große Stapelplatz für den Handel des ganzen Westen vonSüdamerika; aber ein bedeutender Theil des auswärtigenHandels hat sich in die nördliche Hafenstadt Payta (in derAusfuhr von Baumwolle, Billon) und in die südliche Hafen-stadt Arnca (besonders die Ausfuhr von Kupfer, Seehund-fellen, Vicuna-, Alpaca- und Schafwolle, Rindshäuten,Zinn, Chinchilla-Häuten, Baumwolle), so wie nach Pslay(die Ausfuhr von Baumwolle, Rindshäuten, Schaf- undAlpaca-Wolle) und andere Plätze gezogen. Die Ein-fuhrartikel dagegen sind Leinwand, Tuch, wollene und baum-wollene Zeuge und kurze Waaren aus England; Seiden-waaren, Branntwein, Wein, Quecksilber von Spanien undFrankreich; Stockfisch aus den Vereinigten-Staaten; Indigoaus Mejico; Paraguay-Thee aus Paraguay; Gewürze,Quecksilber, Mehl rc.; Bauholz zu Schiffen und Häusern wirdvon Guayaquil gebracht. Der Gesammtwerth der Einfuhrin Callao im Jahr 1840 wurde auf 1,171,642 Pfd. Sterl.berechnet.

In Callao befinden sich mehrere englische, einige fran-zösische, amerikanische und drei peruvianische Handelshäuser,die sich mit dem Empfang und der Weiterbeförderung dernach Lima bestimmten Güter beschäftigen. Die Douane inLima hat eine jährliche Einnahme von ohngefähr 1,200,000Piastern. Die Eingangsgelder von fremdem Mehl alleinbelaufen sich auf 750,000 Piaster. Callas ist der einzigeHafen Peru's, der ein gesetzlich gestattetes Depot hat, undFreihafen ist, wo Wiedereinschiffung und Ueberladung vonWaaren nach anderen Häfen in Peru oder anderen Ländernerlaubt ist. In dem hiesigen Depot können die Waarenauf unbestimmte Zeit lagern, in Arica und Payta nur zweiJahre, in Pslay und Huanchaco nur acht Monate, und