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Zweiter Band. H - Z.
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Liinbach

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Linz

müssen dann entweder nach fremden Ländern ausgeführt,oder nach dem Depot in Callas gebracht, oder der Zoll er-legt werden.

Nechnung, Münzen, Maaße und Sewichie, s. im ArtikelPeru.

W e ch se l, wie in C a r a c a s.

Die Waaren - Verkäufe geschehen kommissions-weise und gewöhnlich auf langen Kredit; auch wird dieZahlung selten eher geleistet, als bis die Waare verkauft ist.Zuweilen macht das mit dem Verkauf beauftragte Commis-sionshaus Vorschüsse auf die consignirten Waaren bis zurHälfte oder Zweidrittel ihres Werthes. Gegen einen hohenDisconto, 1 Proc. >>r. Monat, discontiren auch wohl dieCommissionshäuser den Werth der consignirten Waaren,wenn der Verkauf unter ihrer Garantie geschieht. Dieganze Provision beträgt 6>/z Proc. vom Verkauf undKauf. Geschäfte sind hier ohne ein Commissionshausschwer zu machen, oder überhaupt nicht rathsam.

Limbach, Dorf in Sachsen, bei Chemnitz, mit 2700Ew., und beträchtl. Strumpfwirkerci.

Limerick, Hauptstadt der gleichnam. Grafschaft inIrland, Prov. Munster, auf einer Insel des schiffbarenShannon, mit 77,000 Einw. Die Lage des Ortes im Mit-telpunkt der Binnenschifffahrt, mit der Ororincial-O-inIe,Ilonk ol lrelanck und Hational-Vank , nebst einer Handelskam-mer, macht denselben zu dem Sitz eines ansehnlichen Handels.Die größten Kauffahrteifahrer können in den Hafen gelan-gen , obgleich Limerick weit von der See entfernt ist. DieStadt, deren sonst bedeutende Festungswerke demolirt sind,hat Handschuh-, Spitzen-, Papier - und Fischangelfabriken,Brauereien und einen großen Handel mit Getreide, Fleisch,Speck, Wein, Häuten, Butter, Leinwand und Tuch. Inder Nähe, in dem Flecken Ballinaslee, wird einer der bedeu-tendsten Viehmärkte in Europa gehalten. Es ist nicht sel-ten, daß im Oktbr. 120,000 Stück Schafe und 40,000 St.Rinder hierher gebracht werden.

Limito, Limitum, Preislimite nennt man diegenaue Preisvorschrift oder den äußersten Preis, wel-chen man für eine Waare anlegen (dann ist es der höchstePreis) , oder zu dem man einen Gegenstand ablassen will(dann ist es der niedrigste Preis), und welchen man sei-nem Kommissionär zu diesem Behuf mittheilt, dem man aufdiese Weise sein Limito giebt. — Limitiren, heißt aufsolche Art einem Auswärtigen sein äußerstes Gebot oder seineäußerste Forderung wissen lassen. So sagt man z. B.: erhat mir den Preis von 12 Thalern limitirt, und meintdamit, daß man über diese Grenze (dieses Limito) nicht hin-ausgehen dürfe.

, Hauptstadt des Depart. Haute-Viennein Frankreich, rechts am Fluß Vienne, mit 30,000 Einw.;Sitz der Präfektur, eines Bischofs, königl. Gerichtshofes,hat eine Akademie, College-royal, Normal-Primärschule,mehrere Freischulen für Zeichnen, Geometrie, Mechanik,Chemie ic., ein Civil- und ein Handels-Tribunal, General-rath für Manufakturen, Oousoil äo pruü'Iwmmes, mehrereAssekuranzen, Bank- und Jncasso-Geschäfte, Fabriken fürHüte, Krempeln, Lichte, Leim, Leder, Papier, Strümpfe,

Decken, Flanell, Porzellan (mehrere), Baumwoll- yindWollspinnereien, Gerbereien, Färbereien, Messerschmieden,Wachsbleichen, Handel mit Wachs, Leinwand, Wein, Por-zellan rc.

Limoges, 1) eine geringe, rohe Pack- oder Sacklein-wand aus dem Depart. der obern Vienne, die nach Bordeaux,Bayonne und Holland geht;— 2) buntgestreifte Bettleinen,die man in der Schweiz halb aus baumwollenem, halb ausflächsenem Garn macht.

Limonicn, heißen die Früchte einer Art desCitronen-baumes; doch nennt man in Italien sämmtliche Arten Ci-tronen I.omoni.

Lindau, Stadt in Baiern, Schwaben (Oberdonau-krcis), auf einer Insel des Bodensees, durch eine 290 Fußlange hölzerne Brücke mit dem festen Lande verbunden, ehe-malige schwäbische freie Reichsstadt, mit 4700 Ew. Lebhaftist der Transito- und Speditionshandel und die Ausfuhr vonSalz, Getreide, Obst und Wein; Dampfschifffahrt; Hall-und Obcrzollamt. Der im Jahr 1812 angelegte Maxi-milianshafen kann 69 größere und 200 kleinere Schiffe auf-nehmen.

Linea, die spanische und portugiesische Linie.

Linets, heißen leinene Gewebe, von denen es sowohlrohe ("/,« bis V- Stab breite) als auch gebleichte und ge-färbte 0/, St. breite) giebt. Sie werden in Frankreich beiAbbeville fabrizirt.

LingetteS. Diesen Namen führen: 1) die feinerenenglischen Flanelle, die vorzüglich in Salisbury gemachtwerden und stark nach der Türkei, so wie nach einigen an-dern Ländern des Continents gehen. 2) Eine dünne Artvon Sergen aus der Gegend von Vienne (Depart. des Cal-vados). Sie heißen auch Flavets. Man macht sie inStücken von 20 Stab Länge, "/, und ^/, Stab Breite, undversendet sie in Menge über Rouen, Brest, Nantes und St.Malo nach Amerika.

Linie, ein Längcnmaaß, und zwar entweder der 12.oder der 10. Theil des Zolles. Im ersteren Fall heißt sieauch Duodecimal-Linie, wovon 144 einen Fuß (zu 12Zoll) ausmachen; im zweiten Decimal - Linie, deren 100einen Fuß (zu 10 Zoll) betragen. Nach der verschiedenenGröße des Fußmaaßes ist auch die der Linie sehr abweichend.Zur Bestimmung der Größe aller Fuß - und Ellenmaaße be-dient man sich immer noch vorzugsweise der alten fran-zösischen oder pariser Linie.

Liniow, die polnische Linie.

Linköeping , Hauptstadt des gleichnam. Län inSchweden, WSW. von Nyköeping, am Stang-An, S. vomRoxcn-See, mit 4000 Einw.; Bischofsitz, Gymnasium, We-berei, Gerberei, sehr besuchte Märkte.

Linnen-bhecks, s. Checks.

Linon, s. d. Art. Leinwand, Batist.

Linz, Hauptstadt in Oesterreich ob der Ens, am rech-ten Ufer der Donau, mit 28,000 Einw., den ersten Behör-den des Landes und mehreren Lehr - und Erziehungsanstal-ten, Fabriken in Leder, Wollcnzeug, Kattun und Sammet,Strumpfwaarcn, Farben, Leinwand, Barchent, Pulver-Besonders bemerkenswerth ist die k. k. Wollenzeug-, Tuch-