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Zweiter Band. H - Z.
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Lissabon

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die »veäs ä'uuio, eine portugiesischeGoldmünze; die»eiamocäs, ha lbeLis b o n i n e; gusi'Ullso,^ > ertel - Lisbonine.

Lisvre, ein schweres Seidenzeug, in welchem sichZwischen den broschirten Blumen und Mustern im Grundeauch große damastartige Dessins und Blumen bilden.

Hauptstadt des gleichnam. Arrondiff. inFrankreich, Dep. Calvados, in einem schönen Thal, am Zu-sammenfluß des Orbcc und der Touqoues, mit 12,000 Ew.,Unler-Präfektur, einem Civil- und einem Handels-Tribunal,Geneealrath für Manufakturen, Handelsrath, Sparkasse,Mehreren Bankier- undJncasso-Geschäften, mehreren Woll-,8lachs- und Baumwollspinnereien, Fabriken für Tuch,LLollzcuge, Thibet-Umschlagtücher, Leinwand, Tüll, chemi-sche Produkte rc., Gerbereien und Lederfabriken, Leinwand-deichen, Färbereien, Appreteurs, Messerschmiede, Handela>il Wolle, Flachs, Hanfic.

Lispfund, s. Lies pfund.

Lissa, Polnisch-Lissa, Lcszno, sehr gewcrb-Ehätigc Stadt in Preußen, Rcgicrungsbez. Posen, Kr. Frau-ssadt, dem Fürsten Sulkowsky gehörig, mit 9800 Einw.,schönem Marktplatz, Gymnasium, großer Synagoge, Tuch-,Leinwand- und Kutschenfabrikcn, Gerbereien, Glockengie-derei, Cichorien- und Tabakfabriken, ansehnlichen Pelzwaa-^^geschäften.

Lissabon, die Hauptstadt des Königreichs Portugal,am nördl. Ufer der Mündung des Tajo, mit 260,000 Einw.^er Hafen oder vielmehr die Rhede von Lissabon gehört zu^en schönsten in der Welt, und die Kais sind eben so schönals bequem. An der Mündung des Tajo befinden sich zweigroße Bänke, der nördl. und südl. Cachop, zwischen denendas freie Wasser zwar weit und tief ist in den Strom auf-wärts; sie sind aber durch eine bedeutende Sandbarre ver-bunden, auf welcher die Wasserticfe 6 bis 8 Faden beträgt,^uf der NWseite des südl. Cachop steht, beinahe mitten indrr Flußmündung das Fort Bugio und ein Leuchtthurm;rden so auf der äußersten Spitze der Nordküstc an der Mün-dung das Fort St.-Julian und ein Leuchtthurm. In die-sru Verhältnissen ist Lissabon eine der am vorrheilhaftestcnLrlegxncn Handelsstädte Europa's, aber, trotz diesem Um-sdande, dem trefflichen Hafen und der Beherrschung der^Un'fffahrt auf dem Tajo, der Handel im Verhältniß dochUnbedeutend; der Despotismus, die Intoleranz und dieschwäche der nach einander folgenden Regierungen haben^le Energie der Nation niedergedrückt. Da die Gesetze undw Polizei gleich schlecht sind, so giebt es keine vollständigelcherhcie. Die Industrie jeder Art ist gelähmt, und seitn Emancipation Brasiliens hat der Handel schnell abge-UsMmen. Früher beschäftigte Lissabon gegen 400 Schiffe30o bis 600 Tonnen Last in dcm Handel mit Süd-">kg; gegenwärtig gehören dcm Hafen nicht über 30"üsse, die sich mit dem auswärtigen Handel beschäftigen,die Tonnenlast derselben beträgt durchschnittlich nicht"ck 18o. Die Erzeugnisse Portugals, welche in das AuS-and gebracht werden, verschiffen größtcntheils fremde Fahr-ige. Die Hauptausfuhrartikel sind Apfelsinen und Oran-bu, die aber den spanischen nachstehen, Wein, besonders°u Lissabon und Calcavella, Wolle, Oel, ungegcrbte Häute,

Weinessig, Salz, Korn. Außer Colonialwaaren bestehendie hauptsächlichsten Einfuhrgegenstände in Baumwollen-,Wollen- und Flachswaaren, kurzen und irdenen Waaren,getrockneten Fischen, Butter, Getreide, Käse, Bauholz,Hans rc. — Die Stadt hat eine Akademie der Wissenschaf-ten, eine Akademie der Marine mit Sternwarte, eineSchule für Schiffbau und Schifffahrt, Handelsschule,Schiffswerft«:, eine 1822 gegründete Bank, National-Bank,königl. Tuchfabriken, eine Handelsgesellschaft, Bersicherungs-Gesellschaft gegen See- und Feuersgefahr, National-Gesell-schaft für Seidenbau und Seidcnhandel, eine Börse, eineMünze.

Rechnung und Münzen.

Lissabon rechnet wie das ganze Königreich Portugal(s. diesen Art.) nach Reis oder Milrcis, 1 Milrcis-—1 Thlr. 18 Sgr. 8,986 Pf. preuß., -- 2 Fl. 80 Kr. 2,484Pf. im Li'/.-Guldensuß, -- 2 Fl. 19 Kr. 1,130 Pf. im 20-Guldenfuß.

Alle Summen, die 2400 Reis und mehr betragen,werden, insofern man nicht ausdrücklich anders übereinge-kommen ist, in sogenanntem g esetz m ä ß igem G eld c be-zahlt, worunter man versteht: die Hälfte in Silbermünzeund die Hälfte in Papier für voll zum Nominalbetrag.—In diesem gesetzmäßigen Gelde geschieht auch die Bezahlungder W e ch se l.

Curszcttel von Lissabon.

m. oder w.

Amsterdam . . 3Mt. äsw

Genua .HamburgLivornoLondon .Paris . .

SpanienlCadix, Madr.ic.)

18 T. äsw

Trieft . .

Benedig .

40^/, Grotvlännschfür400Reli(1 Cruzado).

830 Reis für 6 l.iie nnove.47-/.; Schill.Bko.fürl Milre'i«.1000 Reis für 1 llirs wscana.48 Pence Steel. f. 1 Milreis.830 Reis für 3 Francs.

2700 Reis f. 1 Ocääon cle plstasnlixus.

3 Mt. clsio 449-/2 Reis f. 1 Fl. Conv.-Cur.3Mt. llslo 167-/2 Reis für 1 I.ira su?lrisca.

. 3Mt.cIs>c>. 3Mt.c>slo. 3 Mt. ilslo30 T. Sicht100 T. äsw

Wien . 780 Reis f. 1 Fl. Conv.-Cur.

Gold, die One». 17800 Reis für die portug. Onya

von 21§ . w 22 Luilatessein Gold.

Fein Silber, die Onca . . 1233 Reis f. d. portug. Onys.

Span. Piaster. 1038 Reis das Stück.

Ehemals geschah die Bezahlung der Wechsel gewöhn-lich in Gold, gegenwärtig aber wird sie im sogenannten ge-setzmäßigen Gelde vollzogen.

Der Uso war für Wechsel, gezcgen aus Spanien, 18Tage nach Sicht, aus London und andern englischen Plätzen30 Tage nach Sicht; aus Holland und Deutschland 2 Mo-nate nach äsw, aus Italien und Irland 3 Monate nach äsw,aus Frankreich 60 Tage nach äsw.

Respekttage fanden früher bei Wechseln aus Por-tugal und den portug. Kolonien 18 statt, an deren letztemdie Zahlung erfolgen oder Protest erhoben werden mußte;Wechsel, aus andern Ländern gezogen, genossen, wenn sie

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