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Livomo
Der Uso ist für alle toscanischen Plätze (vergl. Tos-co na) folgendermaßen festgestellt: für Wechselaus Amerika, Portugal, Spanien,
England, Dänemark, Norwegen,
Schweden, Rußland und Preußen 3 Monate nach äalo.aus Bremen, Hamburg, Lübeck, Nie-derlande und Belgien .... 2 - - -
aus Deutschland und der Schweiz . 18 Tage nach Sicht,aus Egypten, der Levante und der
Türkei überhaupt.31 - - -
von den ionischen Inseln, Malta,
Sardinien und Sicilien .... 3V - - -
aus Italien, mit Ausnahme von
Toscana.8- - -
aus einem toscanischen Platze. . , 3 - » -
aus Frankreich und allen andern hiernicht erwähnten Plätzen.... 1 Monat nach dato.
kespekllage bestehen nicht. Es besteht dagegen hiercine Einrichtung, la 8tsnra (das Zimmer) genannt, wel-ches eine Art von Börse ist, worin sich die Kaufleute oderderen Kassirer Montags, Mittwochs und Freitags versam-meln, und von 11 bis 2>/z Uhr Mittags alle Wechsel undRechnungen, welche an diesen oder den vorhergehenden La-gen verfallen sind, bezahlen, oder durch Gegenrcchnung aus-gleichen. Die Stanza hat einen besondern Münzwieger,der von den Kaufleuten erwählt und von der Regierung be-stätigt wird, und an jedem Zahltage so lange anwesend seinMuß, als Zahlungen geschehen.
Geschäfte, welche am Montage gemacht werden, sindcrst am nächsten Mittwoch, und die am Mittwoch gemachtenccst am folgenden Freitage zahlbar.
Acceplirte Wechsel müssen ohne Weigerung und beiStrafe der Wechsel-Execution gegen die Person und dasvermögen des Schuldners bezahlt werden, wenn der Accep-^nt sich nicht fallit erklären will. Kann aber der Acceptanteines Wechsels beweisen, daß der Trassant schon vor derAnnahme im Fallitzustande war, so darf er die ZahlungMeigern, muß aber den Wechselbelauf bis nach ausgemachterSache bei den Gerichten deponiren, und wenn seine Behaup-tung erwiesen wird, erhält er denselben zurück.
Maaße und Semichte s. den Art. Toscana; wir haben^cr für Livorno noch Folgendes zu bemerken:
Man rechnet beim Getreidemaaß:
1 8acco — circa 71 stanz. Liter.
8 8accl,i — 1 dloxxio.
circa 40^8accki — 10 engl. Jmperial-Quarters.
- 44'/- - — 1 Hamburger Last.
- 41 ----- 1 danziger Last.
°"^2°/,bis2V, - -- 1 russ. Tschetwert.
Beim oelmaaß rechnet man 4'/? hiesige Larili Netto""t 1 8alm„ in Gallipoli gleich. — 1 Loppo (Krug) Lucca-D" wiegt Netto 264 Pfund hiesig.
Beim Haiidelsgeniichl rechnet man 100 hiesige I-ibdro°°cr Pfund -- 76 Pfd. av. ä. p. in London, 86 Pfd. inMarseille, 73 Pfd. in Cadix und Lissabon, 61 Pfd. in Wien,* Pfd. in St.-Petersburg, 100'/- Pfd. Eisengewicht in^ockholm, 71'/-Pfd. in Hamburg.
Hiernach scheint das livorneser HandelL-Pfund etwasschwerer als das eigentliche toscanische und florentiner Pfd.(von 339,342 stanz. Gramm oder 7067 holl. As) zu sein,indem es nach obigen Bergleichungen durchschnittlich zu344,239 stanz. Gramm oder 7163 holl. As auskommt.
Bei Schiffsbefrachtungen rechnet man 20 KistenFrüchte, 26 llarili Oel, 44 Larili Wein, 40 8acclü Weizen,3600 Pfund Brutto Alaun, Kasse, Mandeln rc. für 1 Last.
Die hiesigen MHgebräuche, die früher in der Tara,dem Gutgewicht rc. zum Theil sehr weitläufig waren,sind sehr vereinfacht worden. Die Provision bei Waa-reneinkäufen ward bisher mit 2 Procent, die Waa-ren-Curtage mit >/- Procent, das Delcredere beiVerkäufen mit 2 Procent in Anrechnung gebracht.
Usanzen beimWaarenhandel, nachdemneuen System,seit dem 1. Januar 1837.
Waaren, welche seit dem 1 Januar 1837 nach demUixliaju oder pr. 1000 Pfund (lükbre) verkauft wer-den: Soda-Asche, Buchsbaumholz, Eampecheholz und alleandern Färb - und Nutzhölzer, Bleiglanz, Bleiglätte, Blei,Bimsstein, Kork, Eichenrinde, Knoppern, Vitriol, roher undraffinirter Schwefel.
Nach dem llentinajo (Centner) von 100 Pfund(l.ibbrc): Alaun, Alizari (Krapp), Anis, Arsenik, Bade-schwämme, rohe Baumwolle und Baumwollengarn, Blei-Munition, rohe und gereinigte Boraxsäure, Bronze, Eacao,Eampecheholz, Eanthariden (spanische Fliegen), Carmin,Cassia, Eaviar, Cologuinten, Crcmor tartari, Eurcuma,Eisen, Elephantenzähne (Elfenbein), Feigen, eingesalzeneFische, roher Flachs, gesalzenes Fleisch, Galläpfel, Gewürz-nelken, Grünspan, Gummata, rohe und zubereitete Häute,gehechelter und ungehecheltkr Hanf, Ingwer, Käse, Kasse,Kameelhaare, Kreuzbecrcn, Lakritzensaft, Lazurstein, Leim,Leimleder, Leinengarn, Lumpen, Mandeln, Manna, Men-nig, Orlean, Pech, Pfeffer, Piment, Pomeranzenschalen,Pottasche, Reis, Rosenwasser, Rosinen, Safran, Sassa-parille, Seife, Sennesblätter, Speck, Stahl, Stockfisch,Sumach, Tabak, Talg, Tauwerk, Terpentin, in Oel ein-gemachter Thunfisch, gebleichtes und ungebleichtes Wachs,Weinstein, gewaschene und ungewaschene Wolle, Zimmt,Zinn, Zucker.
Nach dem Pfunde (der Libbra): Chinarinde, Coche-nille, Essenzen von Früchten und andern Essenzen, Indiz,Ipecacuanha, Kermesbeeren, Muscatnüffe, Opium, Queck-silber, Rhabarber, Safran, Scammonium, Seide, Strauß-federn, Thee, Vanille, Zimmt.
NachderUnze (Oncia): Rosenöl.
Nach hundert Stück: Weißblech in Tafeln, Ha-sen-, Lamm- und Ziegenfelle.
Nach dem Collo (Frachtstück) der üblichenPackung (vorausgesetzt, daß das einzelne Collo an seinemursprünglichen Gewicht, Maaß, Umfang und Lara nichtverändert ist): Nankins von jeder Sorte, welche bisher nachdem Stück verkauft wurde; Anchovis in großen und kleinenTonnen, Heringe in Tonnen; Papieren Ballen von mehroder weniger Ries, je nach dem Fabrikgebrauch und den