I-ouviers
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Lübeck
Schule, großen Seifen-, Licht- und Maschinen-Fabrikcn,Whisky-Destillation, Zuckerrafsinerie. Die Stadt ist durcheinen Kanal mit Portland verbunden.
Louvieis, Hauptstadt des gleichnam. Arrond. inFrankreich, Depart. Eure, an einigen Armen des Eure, mit10,000 Einw., Unter-Präfektur, einem Civil- und einemHandels-Tribunal, Generalrath für Manufakturen, vielenFabriken für berühmte feine Tuche, Wollspinnereien, Spinn-und Webemaschinenbau-Werkstätten, Färbereien, Gerbereien,Leinwandbleichen, Krempelfabrik.
Löwe, Liond'or, Goldlöwe, Löwenthaler,eine ehemalige belgische oder brabanter Goldmünze von 14Gulden und 22 Karat fein, im Werth 6 Thlr. 11 Sgr. inPassir-Pistolen. Der Löwenthaler oder Silberlöwe,lüon ä'argont, war ebenda ehemals eine Silbermünze von3>/s Gulden und 13 Loth 16 Grän fein, im Werth 1 Thlr.20 Sgr. 11 Pf. preuß.
Löwen, Leuven, l-ouvain, Hauptstadt des gleichn.Arrond. in Belgien, Prov.Süd-Brabant, an der schiffbarenDyle und dem von hier zur Scheide führenden gleichnam.Kanal, so wie an der von Lüttich nach Mecheln führendenEisenbahn, mit 20,000 Ew., kathol. Universität, Fabrikenfür Spitzen, Tuch, chemische Produkte, Löpferwaaren,Leinwand, Färberei rc.
Münzen sind die belgischen, dieCurs - Verhältnisse wiein Antwerpen, auch die Maaße und Gewichte die belgischen;jedoch kommen von den alten löwener zuweilen nochfolgende vor:
Langenmaaß. Der Fuß von 10 Zoll ü 10 Linien, —126,86 pariser Linien. — Die hiesige brabanter odergr 0 ße Elle hält 126,86 pariser Linien; die kleine Elle307>/z pariser Linien.
Hanvelsgewicht. Das Pfund (l.ivre) von 16 Unzen(Oncos) zu 8 6ros a 72 t-rains, — 460 "/,0 Gramm, gleichdem mechelner Pfund.
Löwcngcsellschaft, Socielas loonma, heißt eineHan-delsgesellschaft, bei welcher nur einer der Gesellschafter allenGewinn bezieht, der andere aber den etwa erwachsendenSchaden trägt. Verträge aber, welche diesen oder ähnlicheGrundsätze feststellen, sind in den Gesetzen fast aller Länderausdrücklich untersagt; nur das preußische Landrecht ge-stattet sie, indem es in H. 248 und 246 bestimmt, daß sienach den Regeln der Schenkungen beurtheilt werdensollen, es sei denn, daß das Abkommen als Schenkungsver-trag nicht bestehen könne, in welchem Fall Gewinn undVerlust unter solchen Gesellschaften nach gesetzlichen Grund-sätzen vertheilt werden. Da sie hiernach wie Schenkungenzu beurtheilen sind, so kann also, da eine Schenkung wider-ruflich ist, ein daraus entspringender unerwarteter Schadenabgewendet werden. — Uebrigens kommen diese Gesell-schaften fast gar nicht und höchstens zwischen Aeltern undKindern vor, wobei erstere den letzteren den Gewinn über-lassen. Den Namen haben sie von einer Fabel des Phädrus,nach welcher ein Löwe mit drei andern Thieren gemein-schaftlich jagte, die Beute aber, einen großen Hirsch, derge-stalt in vierTheile theilte, daß er jeden einzelnen Theil unterallerhand Anmaßungen sich selbst zusprach, und seinen Ge-nossen also nichts mittheilte.
Löwcnthaler, s. Löwe.
Löwcntlinnen, s. d. Art. Leinwand.
Lübeck, ein zum Großherzogthum Oldenburg gehb- ^riges Fürstenthum, besteht aus zehn einzelnen Enklaven iw ^östl. Holstein, die zusammen 8 QM. mir 22,000 Einw. ^1 Stadt, 1 Flecken, 70 Dörfern, 8 Vorwerken und 4 Allo< ^dialgütern umfassen. Die Hauptstadt istEuti».
Lübeck gewann als Hansestadt bald eine große Machstund war sogar des stolzen Hansebundcs Haupt. SeineFlotten beherrschten das baltische Meer und seine Stimmeentschied über die Angelegenheiten der nordischen Reiche- h"Jetzt ist Lübeck eine der vier freien deutschen Städte mü26,000 Einw., und Sitz des für die vier freien deutschen ^Städte gemeinschaftlichen Ober-Appellationsgerichts. S>e ^liegt unter 8» 2M 48" östl. Länge und 83» 32' 6" nördst °Breite, an der Trave, zwischen Lauenburg, Holstein und ^
Mecklenburg. Ihr Gebiet und Herrschaft umfaßt 3,08 OM ""mit 46,744 Einw., worin die Hälfte der mit Hamburg zurHälfte gemeinschaftlichen Vierlande mit 3037 Einw. begrist bhfen ist. Der Handel der Stadt wird theils durch die gc- dpringe Tiefe des Wassers in der Trave gehemmt, welche die roSchiffe, die mehr als 10 Fuß im Wasser gehen, nöthigest diebei Travemünde anzulegen; theils durch den drückenden und köjder jetzigen Zeit keineswegs mehr entsprechenden Sund-Zoll, S,den Dänemark erhebt; theils auch, daß die Stadt bis jetzl 6'(1847) noch keine Eisenbahn-Verbindung hat gewinnen kön- »unen, und deshalb nothwendig immer mehr seine Bedeutungin den Handelsverhältnissen verliert, besonders rücksichtlicddes Handelsverkehrs mit den Ostsee- und Nordländern, der ^sich immer mehr anders gestaltet. Die Fabriken liefern Tabak,Stärkemehl, Hüte, Leder, Waaren von gepreßtem Horn,Gold-, Silber- und andere Metallwaaren, WollcnzeugO h,Chocolade, Spielkarten, Papier rc. Sie besitzt ferner ^Zuckersiedereicn, Fischbeinreißereien, Leimsiedereien, viel ^Brauereien, Branntweinbrennereien, Schiffswerften, Spar- chund Leihkasse, Handelsschule, Schifffahrtsschule, das söge- hanannte Wettegericht (für gewerbliche Angelegenheiten), a,Commerz-Collegium, die Commission für Handel u. Schild thfahrt, Münze, Assekuranzen, Dampfschifffahrtverbindung g?mit Hamburg, Kopenhagen, Riga. Im Jahr 1838 liefe" ly600 Schiffe von 20,080 Commerzlast ein, und aus 70l taSchiffe von 22,611Commerzlast; unter lübeckerFlaggesuhre" ltz64 Schiffe, und neu gebaut wurden 1838 noch 7 Schiffe vo"
721 CL., nebst einem Dampfschiff, 1840: 60 Schiffe »o» ^
3000 CL. mit 00 Stecknitzkähnen und andern kleinen Fahr^ i>zzeugen. Der meiste Verkehr findet mit Rußland, Finlandund Schweden statt. Lübeck empfängt von dort Haust'
Lein - und Rüböl, Potasche, Hanf, Talg, Theer, Pech' .Kümmel, Säleinsame», Getreide. Die Einfuhr zu Landegeschieht durch den Stecknih-Kanal, die Ober-Lrave u»d ^pr. Achse von Hamburg und Altona, aus Mecklenburg' ^Preußen, Sachsen und jenseit der Elbe, und umfaßt namen^ ^lich Kasse, Zucker, Cacao, Thee, Reis, Syrup, Fabri^ ^und Kurzwaarcn, Farbewaaren, Cochenille, Indigo, '
ran, Kleesamen, Häute, Leder, Talg, Glas, Porzclla^Manufakturwaaren, Wollgarn, Twist, Seide, Scidenw"^ l.ren, Tabak, Cigarren, Käse, Eisen, Rum, Wein,
Fenchel, Kümmel, Potasche, Hanf ic. ^