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Zweiter Band. H - Z.
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I-iUecs

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Ludwigslust

"ach dem 32l/2 I.il'L nuvvo auf die köln. Mark fein SilberZehen.

Zum Theil rechnete man auch nach Scudi d'oro zu 10dolüi a 12 Devon d'oro, 9,7713 Scudi auf die köln. Markfein Silber. Werth eines Scudo d'oro: 1 Rthlr. 13 Sgr,preuß. Der Scudo d'oro wird zu 7>/2 bire gerechnet.

Das Verhältniß sämmtlicher hiesigen Rechnungsmün-ien war:

Wirklich geprägte ehemalige Landes-münzen.

In Gold: Doppie oder Pistolen zu 22 Lire, gesetzlichin 114 Omni zu 22 Karat fein und zu dem Werth von 22^>ro <li Oucco; jetzt selten. Auf die köln. Mark 46,3134Stück. — rieccliilli oder Ducatcn zu 13 Lire, die im Ver-ehr noch ein Agio von 6 bis 7 Proc. genossen.

In Silber: Ganze, halbe, Drittel- und Fünftel-und!, zu 7>/r (gesetzliches Gewicht 846 Orovi) 32/4 (gesetz-liches Gewicht 288 Oroni), 2-/2 (gesetzliches Gewicht 188Omni) und 1>/s (gesetzliches Gewicht 113 Kran!) Lire. —lU«, aber sehr selten, und die vorkommenden meist sehr ab-Zenutzt und das Gepräge unkenntlich. — Ganze, halbe undviertel-Dorbovi oder Orossi zu 12, 6 und 3 Soldi.

In Kupfer und Billon: Doloznini zu 6, 8oldi zuDuett! zu 2, halbe Saldi zu IV2 Ouslttivi, und Stücke zu

1 OusUrino.

Da nicht nur von den I.ire, sondern auch von den übri-Zen Landesmünzen nur wenige in Umlauf waren, so cursir-l^n vorzüglich die benachbarte» toscanischen Münzen,^"d es wurde der Francescone mit 7 lire 62/z Saldi (7>/zOim) hiesig (mehr oder weniger) bezahlt; hiernach sind 16Uscanische lies — 11 luccheser Dir«.

Außer den toscanischen Münzen laufen besonders fol-Zende ausländische Geldsorten um: deutsche und holländischeZuraten, venetianische und andere italienische Iechinen,feanzösische neue Louisd'or; deutsche Conventionsthaler,fpanische und mejicanische Piaster; — meist zu veränderli-chen Preisen.

Vom Jahr 1868 bis 1868 wurden unter Felice und^lise in Silber geprägt: Stücke zu 1 und 8 Francs, nachdein neuen französischen Münzfuß. — Seit 1833 wurden indemselben Münzfuß ebenfalls in Silber geprägt: Stücke^ k, 2 und 8 lire nuuve, so wie zu 16 Saldi. Indessenfand man 1842 viele der neuen 2 lüre den französischen

2 Francs ähnlich, nur bis 9°/,» Loth fein statt dergesetzlichen 14-/^ Loth in der köln. Brutto-Mark, so daß

38>/g bis 37*/s Stück auf die köln. Mark fein Silber gehen,und nur 1 Frc. 33 bis 37'/? Centimes werth sind.

Die Wechsclgeschäfte werden gewöhnlich über Li-vorno gemacht.

Maaße und Gewichte.

längenmaaß. Der kiele (Fuß) ist 261,864 pariser Li-nien lang — Der Droccio (Elle) ist zweierlei. Der liracciodel panno oder die Tuch-Elle ist 6,668 Meter, der Droc-cio delle sele oder die Seiden-Elle 6,877 Meter lang.Er wird in Halbe, Viertel, Achtel, oder in 12 Ovce (Unzen)eingetheilt. — 4 Droecj sind — 1 Lava», 166 Droccj —39,868 Meter, --- 89,227 preuß., 168,73 frankf., 168,267leipz., — 76,378 wiener Ellen. Die Seidenwaarenwerden im Großhandel gewöhnlich nach dem Gewicht ver-kauft, stückweise.

Eelreivemaaß. Die Einheit desselben ist der Stojo(Scheffel), --- 24-/z Liter, --- 1243>/2 pariser KubikzollInhalt. 3 Slaja oder Stari, — 74 Liter, — 3736>/2 paris.Kubikzoll.

üelmaaß ist der Loxpo, gewöhnlich zu 24 lüdbre grosseOelgewicht oder 264 Handclspfund gerechnet, — 88,368Kilogramm, in Triest — 178, in Hamburg zu 262 Pfd.Nach dem lloppa werden die Preise des Oels bestimmt, aberder des feinen Tafelöls pr. Kiste zu 36 Flaschen.

Gewicht. 1) Die biblirs äslloßroscia (Pfund fürdie Lebensmittel) zu 334>/2 Gramm. Die bibdr» wird in12 Once 8 24 Devon ö 24 Oroni eingetheilt. — 2) Die I.ib-Iiro dello Oommissione (Commissions-Pfund) zu 341Gramm.

Mediemal- und llsiolhekergewichi. Die Dikbra hat, wiedie des Handelsgewichts, 334,8 franz. Gramm. Die Ein-theilung dieser lübbro ist in 12 Once, die Ovcia 8 Dromme,die Dramma 3 Scrupoli, der Scrupolo 24 Orsoi, die Oibbra---- 6912 Oroni.

Luchsfclle, franz. keaux de I^nx; engl. D^nx sliins;ital. kein di livci, sind die noch mit Haaren versehenen Felledes in Sibirien und Nordamerika, auch in Europa heimi-schen, aber hier immer seltner werdenden Luchses, kelis Dzmx.Sie sind gelb oder bräunlich, mit röthlichen Flecken, amBauch weiß, und haben weiche Haare. Die russischen undnorwegischen werden mehr geschätzt als die kanadischen.

Luckuow, Lucknau, Stadt in Hindostan, im Kö-nigreich Oude, rechts am Gumty-Fluß, mit 366,666 Einw.Es wird hier nach Rupien gerechnet.

Ludwigd'or, eine badische Goldmünze.

Ludwigsburg, Stadt in Würtcmberg, Neckar-Kreis, N. bei Stuttgart, mit 6366 Einw., Hauptwaffen-platz des Königreiches, Fabriken für Tuch, Leinwand,Baumwollzeuge, Bijouterie-Waaren, Gold- und Silber-draht, Leder, Nadeln, königliche Kanonen- und Stück-gießerei.

Ludwigshafen, ehemalsSernatingen, Hafenortin Baden, im Seekreise, Amt Stockach, am Bodensee, mit1666 Einw., Wein-, Obst- und Ackerbau, Viehzucht,Schifffahrt; Freihafen.

Ludwigslust, früher gewöhnliche herzogliche Resi-denz in Mecklenburg-Schwerin, mit 3666 Einw.