Mähren
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Mailand
völkerten in Oesterreich, besonders der olmützer und trop-paucr Kreis. Ihre Fruchtbarkeit ist sehr verschiede», aberin einem großen Theil des prerauer und hradischer Kreises,so wie in den an Ungarn grenzenden Gegenden und in derHanna, einer Ebene in der Mitte Mährens, südlich von Ol-mütz sind sie am fruchtbarste». Unter allen Lsterr. Provinzenwird hier verhältnißmäßig der größte Theil des Landes, undzwar 2,213,883 neue österr. Joch als Ackerland benutzt.-Beide Provinzen gehören zu den eigentlichen Getreidelän-dern der Lsterr. Monarchie. Die Rindviehzucht dagegen isthier zurück, ohngeachtet durch jährliche Prämien dafür vielgethan wird. Es muß zum Bedarf viel Rindvieh eingeführtwerden. Viel geschieht für die Schafzucht. Es werden vielespanische Merino-Heerden rein erhalten, und durch die fort-schreitende Veredlung verschwindet das Landschaf immermehr. Großes Verdienst hat sich in dieser Hinsicht derSchafzüchtcr-Verein in Brünn erworben. Die mährisch-schlesische Wolle ist die vorzüglichste unter den österr. Woll-sorten. Die vorzüglichsten edlen Schäfereien befinden sichzu Hostitz, Hennersdorf, Fulnek, Mallenowitz, Adaunck,Klobnek, Skalitz, Ostrau, Raitz, Austerlitz, Namiest, Napa-gedl rc. Eins der wichtigsten landwirthschastlichen Erzeug-nisse ist in Mähren und Schlesien der Flachs, obschon füreine bessere Zubereitung desselben noch viel geschehen muß.Er gedeiht am besten in den Gebirgsgegenden beider Prov.,wo er von den Bewohnern im Winter versponnen wird. Amstärksten wird der Flachsbau im nördl. und nordwestl. Theildes olmützer, brünner und troppauer und im ialauer Kreisebetrieben. Man bezieht den Samen aus Rußland. Fürden besten Flachs hält man den: in Mähren um Hohenstadt,Janowitz, Schömberg, Römerstadt, Kisenberg, Goldenstein,Sternbcrg, Karlsberg rc. im olmützer Kreis, um Saar,Rozinka, Jngrowitz im iglauer Kreis, um Kunstadt imbrünner Kreis; in Schlesien bei Freudenthal, Zuckmantel,Freiwaldau, Johannesberg, WcißwasscrundindenGebirgs-hcrrschaften des teschner Kreises. Viel gebaut wird auch inder Hanna, bei Ewanowitz im brünner Kreise rc. Ohnge-achtet eines so starken Flachsbaues ist doch die Einfuhr desGarnes größer als dessen Ausfuhr. Mährens und Schle-siens Einfuhr war im Jahr 1842 an Getreide im Werthzu 463,833 Fl., Fett und Del für 286,368 Fl., Kolonial-waaren für 202,899 Fl., Südfrüchten und Obst für 147,663Fl., Garn für 937,913 Fl., Rohstoffen für 487,082 Fl.,Farben und Farbestoffe für 687,438 Fl., Fabrikaten für298,478 Fl.; — die Ausfuhr an Brennstoffen und Bau-materialien für 478,826 Fl., Getreide für 289,662 Fl.,Rohstoffen für 412,276 Fl., Garn für 243,938 Fl., Fabrika-ten für 872,388 Fl. — Mähren und Schlesien unterhalteneinen sehr lebhaften Verkehr mit Ungarn und Siebenbürgen,jedoch noch ausgedehnter mit Oesterreich unter der Enns.Namentlich bedeutend war die Einfuhr aus Ungarn vonRohstoffen (1842 im Werth für 8,863,493 Fl.), unedlenMetallen (218,846 Fl.), Schlachtvieh (281,876Fl.), Getreide(169,694 Fl.), Getränken (79,867 Fl.), Südfrüchten undObst (36,319 Fl.)-c., während die E i n fu h r dorthin beiweitem geringer, nämlich an Fabrikaten für 7,146,860 Fl.,und an Getreide für 143,082 Fl. Die Fabrikate bestehenbesonders in Leinwand, Garn, Zwirn, Tuch, Wollzeugcn,Leder, Papier. Die k. k. Tabaksabrik besteht in Göding.
Der Bergbau lieferte in Mähren und Schlesien während desVerwaltungsjahres 1846 nach den Kreisen:
Brünn .Olmütz .Jglau .Prerau .HradischTroppauTeschen
Roheisen:
Ctr. Fl.
46,443 — 141,17872,604 ----- 263,64412,664 ---- 42,92796,260 ---- 306,296986 --- 2,286
13,113 --- 38,64338,801 ---- 116,463
Gußeisen:
Ctr. Fl.33,229 — 296,84619,701 ---- 114,2463,307 ----- 26,83221,932 - 126,9313,623 — 13,9314,464— 24,76617,976 — 89,886
außerdem im Kreis Brünn 851,132 Ctr. Steinkohlen —289,369 Fl., 363,968 Ctr. Braunkohlen - 66,933 Fl.,2334 Ctr. Alaun - 15,440 Fl.; im Kreis Olmütz 4066Ctr. Graphit, 7273 Ctr. Braunkohlen; im Kreis Hradisch77,948 Ctr. Braunkohlen — 8616 Fl.; im Kreis Znaim1106 Ctr. Graphit; im Kreis Teschen 1,879,727 Ctr.Steinkohlen - 331,364 Fl., der Bergbau überhaupt anWerth 2,318,320 Fl.
Das Land wird durch die große Nordbahn von Wienüber Prerau bis Olmütz und Prag, und östlich bis Oder-berg, so wie von der Zweigbahn von Lundenburg bis Brünn(von Wien bis Brünn 26 Meilen) durchschnitten, wodurchder Verkehr wesentlich befördert wird.
Münzen, Rechnung, Maaße und Sennchle sind die österr.,gewöhnlich wiener genannt.
Die alten mährischen Maaße und Semichte sind:
längenmaaß. Der mährische Fuß — 131,182 pariserLinien, - 0,93617 wiener Fuß, — 6,94287 preuß. Fuß. —Die mährische Elle — 330,437 pariser Linien, - 1,01460wiener Ellen.
Vrennholzniaaß. Die mährische Klafter hat 1 wienerKlafter Höhe und Breite und 1 wiener Elle Scheit-länge.
Setreidemaaß. Die mährische Wehe - 1,1482 wienerMetzen, - 1,28478 preuß. Scheffel, — 3389,8 pariser Ku-bikzoll, - 76,6137 Liter.
/lüfflgkeilsmaaß. Das mährische Maaß - 6,786wiener Maaß, — 0,934233 preuß. Quart, — 83,9288 pa-riser Kubikzoll, - 1,66975 Liter.
Handelsgewichl. Das mährische Pfund — 1 wienerPfund, das nur ein ganz Geringes schwächer, - 539,967Gramm, ----- 11630,63 holländ. As, — 1,19728 preußischePfund.
Mailand, italienisch ölilano, Hauptstadt der eigent-lichen Lombardei und des lombardisch-venetianischen König-reichs und des gleichn. Guberniums so wie der gleichnam-Delegation darin. Das Gubernium umfaßt die Delegatio-nen (Kreise) Mailand, Brescia, Crcmona, Mantua, Ber-gamo , Como, Pavia, Lodi, Sondrio. Die Stadt Mai-land liegt am Olona, in den hier der Kanal Naviglio-Grande aus dem Ticino, der Kanal von Pavia, der KanalMartesana aus dem Adda einmünden; hat 166,006 Einw.,ist Residenz des Vice-Königs, Sitz der Gubernial-Behördenund des Erzbischofs, der Hauptstapclplatz für Oberitalien.Die Stadt hat ein Merkantil- und Wechseltribunal, eine