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Mähren
Mahagony-Holz
'stein sehr schönes braunrothes, dichtes, hartes, vorzüglich po-st'urfähiges Holz, das von dem in Mittelamerika (Honduras)Westindien (Cuba, Haiti, Jamaica u. den Bahama-Jnseln)Wachsenden M.-Baum,8wiownio öloboxonil.., herstammt. Es'st oft geädert, gefleckt, geflammt oder mitblumenähnl.Ieich-""ngen. Der Mahagonybaum gehört zu den schönsten u. maje-stätischsten; sein Stamm erreicht oft eine Höhe von 40 Fuß,""d hat dann 6 Fuß im Durchmesser. Auf Cuba und Haitiwächst er in ziemlicher Menge; auf Jamaika, wo er frühersthr häufig war, ist er jetzt weit seltner, weil man alle star-tn Stämme, die leicht zugänglich waren, gefällt hat. DerBau des Mahagonyholzes ist so gleichförmig, daß die Jahr-t'dge daran kaum zu bemerken sind. Geruch und Geschmack^sttzt es nicht; es schwindet und springt sehr wenig undöstht sich fast gar nicht. Vor dem Wurmfraß ist es ganzstcher. Mit der Zeit wird es härter und dunkler. Am mei-st°" geschätzt ist noch immer das Mahagonyholz vonJa-aika; hierauf folgt das vonHaiti oder St. Domingo;Ringer ist das aus Honduras, welches von feuchtemBoden herrührt und deshalb weicher, gröber und sehr lö-ä>ir,'g jst, man gebraucht es aber sehr gern zu den feinsten8ourniren, da es den Leim besonders gut annimmt. DasHolz aus Honduras kommt auch in viel stärkeren Blöcken,äo bis 14 Fuß lang und 20 bis 20 Quadratzoll stark, als"ds den übrigen Gegenden. Das Cuba-Mahagonyholz isthärter und dunkler und oft sehr schön gemustert. In denHandel kommt das Mahagonyholz meist in starken Blöcken,Steuer in Planken und Stäben. Die ganz ausgezeichnetschönen Stämme werden sehr theuer bezahlt, und im Jahr^3i bezahlten die Fortepianofabrikanten Broadwood inLondon für drei Mahagonyblöcke die bedeutende Summe"°n 3000 Pfd. St. Jeder dieser von einem einzigen BaumErhaltenen Blöcke war ohngefähr 13 Fuß lang und 38 Q.-^oil stark; von den Fourniren wurden 8 auf einen Zoll ge-schnitten. Ihr Holz war ungewöhnlich schön und der höch-ss^n Politur fähig, durch welche ein krystallhcller ScheinErstand. Obgleich die Holzhändler vor dem Kauf dieStämme untersuchen, so können sie doch die Güte des Hol-vor der Bearbeitung nicht genau bestimmen, und derH"ndel mit dem Mahagonybolz ist daher ein wahres Glücks-sp'el. Im Jahr 1385 wurde das Mahagonyholz zum er-sson Mal von Europäern bearbeitet, als nämlich Walter^aleigh auf Trinidad sein Schiff damit ausbessern ließ;"äer erst im Jahr 1724 wurde es in England eingeführt.
Gibbons ließ aus dem Holz, von dem mehrere Plan-en als Ballast mitgekommen waren, die von den Iimmer-^uten der Härte wegen bei Seite gelegt wurden, einen Ka-s^n und später eine Commode machen, die der Herzogin vonBuckingham so sehr gefiel, daß sie sich ebenfalls Meubeln von."hagonyholz arbeiten ließ, und so das Holz zuerst em-pörte. Noch zu Ende des vorigen Jahrhunderts gehörtenf^ahagony-Meublcs zu den kostbarsten Lurusgegenständen;sEtzt sind sie nicht viel theurer als die von einheimischenHölzern. Im Jahr 1829 wurden in England 19,335im 1.1840: 23,115 Tons eingeführt. Hierbei wa-"en aus dem britischen Westindien und Honduras 1829:^3,283, 1840: 17,008, und aus Haiti 1829: 4939, 1840:813 Tons. — Im französischen Handel nennt man dassogenannte afrikanischeMahagony, 4csjou ä'äsiigue,
das vom Senegal kommt, wo es Kalicedra-Holz heißt.Dem ächten Mahagony ist es sehr ähnlich, nur etwas gelb-licher, in Blöcken von 6 bis 7 Fuß lang und schwer zu bear-beiten. — Unter dem Namen Bastard-Mahagony ver-steht man das Zuckerkistenholz. — Falsches Maha-gony wird überhaupt das dem ächten ähnliche, aber von an-dern Bäumen herrührende genannt. Vgl. die Art. Acajou-und Anacarden-Holz.
Mahbub, Mahbub-Zechine, türkische Gold-münze.
Mäh«, 1) eine Stadt und französische Niederlassungin Hindostan, auf der Malabar-Küste, am Oman-Meer, mitetwa 6000 Einw., einem kleinen, an Reis, Cocos, Areca,Pfeffer und Cardamom fruchtbaren Gebiet, einem Hafenund Handel. — 2) Eine den Engländern gehörige Insel-gruppe im Seyschellen-Archipel, mit der größten glcichnam.Insel und der gleich». Stadt; mit ohngefähr 6000 Ew.
Mahl, Flächenmaaß im Schweizer-Kanton Grau-bünden.
Mählbrief, s. Malbrief.
s. Port-Mahon.
Mahouds, Mahouts oder Mahous, eine Artdicht gewalkter Halbtücher von ganz feinem, aus feinerWolle gesponnenem Garn. Sie wurden zuerst von denenglischen Manufakturen geliefert. Durch ihre schöne Ap-pretur, Feinheit und Leichtigkeit haben sie sich einen bedeu-tenden Absatz nach der Türkei und Levante verschafft, wo siein großer Menge zu Frühlings-und Herbstkleidern verbrauchtwerden. Jetzt macht man sie auch in Frankreich, Deutsch-land und den Niederlanden. Die französischen Mahoudshaben 15 bis 18 Stab, die niederländischen 28 bis 33 bra-bantcr Ellen in der Länge. Billiger und deshalb gangbarerals die englischen und französischen Mahonds sind die aus denManufakturen von Eupen, Aachen, Montjoie, Hodimontund Stollberg. Die Tuchfabriken in Bautzen, Görlitz,Brünn rc. machen Mahouds, die den niederländischen anLänge, Breite, so wie an Güte gleich sind und über Wienund Triest nach der Türkei, gewöhnlich in Ballen von 12oder 18 Stück, in hellen Farben (1 St. Scharlach und 1 St.Carmoisin) affortirt, versendet werden. Nur durch dashelle Farbensortiment und die äußeren Verzierungen sind dieMahouds von den Drops äe Domes oder äe Aeplizw verschie-den, welche aus den angeführten Manufakturen in andernund dunkeln Farben nach Süd-Europa und Süd-Amerikagehen.
Mähre», eine zum Kaiserthum Oesterreich gehörigeMarkgrafschaft, mit der in der Verwaltung das österreichi-sche Schlesien verbunden ist. Beide liegen zwischen dempreuß. Schlesien N. und NO., Galizicn O., Ungarn SO.,Oesterreich SW., Böhmen NW. Das Land ist größten-theils gebirgig durch das mährisch-böhmische Gebirge aufder NWGrenze, das schlesisch-mährische Gebirge im NO.und die mährischen Karpathen SO., wird von der March(Morawa) durchflossen. Mähren umfaßt 386 österreich.QMeil. mit (1839:) 1,708,286 Einw. in 89 Städten, 180Marktflecken, 3023 Dörfern; Schlesien 90 österr. QM.mit (1839:) 466,038 Einw. in 27 Städten, 4 Marktflecken,647 Dörfern. Beide Provinzen gehören zu den stark bc-