Makats
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Malaga
^uft haben sollte, da er immer unter der stillschweigendenBedingung sie ihm anträgt, daß sie unverkauft bleibe; etwasAnderes ist es, wenn er sie dem Mäkler eine bestimmte Zeithindurch (einige Stunden) zu reserviren verspricht, wie esgeschieht. Ein förmliches Gesetz hierüber besteht inNürnberg hinsichtlich der Wechsel (Decretvom2V.Mai^28), welches den Committenten verbindet, eineStundelang die dem Mäkler angebotenen Wechsel ihm aufzube-wahren.
Der Nutzen, welcher dem Handelsstande durch dieDienste her Mäkler erwächst, ist sehr beträchtlich, da nichtden Kaufleuten viel Zeit und Mühe dadurch erspartw>td, sondern auch besonders beim Waarenhandel die^knsale in der Regel sich eine so ausgebreitete und vollstän-^ge Kenntniß der einzelnen Artikel erwerben, wie sie derKaufmann selbst nur selten besitzen kann. Man kauft daherlwrch ihre Bermittelung besser und billiger, und bringtandrerseits seine Waaren gewöhnlich zu höheren Preisen an,"ls es sonst möglich ist, weshalb man sich denn auch auf^en größeren Handelsplätzen dieser Zwischenpersonen in^oßer Ausdehnung bedient.
Makats, leichte, geköperte Wollenzeuge, die manals doppelt geköperte seine Serge betrachten kann. Manwacht sie vornehmlich in Languedoc in Stücken von 40 Stab^age und 18 bis 22 Zoll Breite. Sie sind einfarbig, undiwar stets hell; am gewöhnlichsten scharlach, karmoisin,himmelblau oder hellgrün. In der Levante, wohin sie überMarseille gehen, dienen sie zu Sophadecken.
Makrele, franz, ölaguereau; engl. Mclwrel; schweb.; ital. ölaesrello , Scombro, ist ein 11/2 Fuß langer,1 bis 2 Pfd. schwerer, fast schuppenloser Fisch, der auf demZücken blau, mit schwarzen Querstreifen und unten silber-biänzend ist. Er findet sich in dem mittelländ. Meer und^M atlant. Ozean in großer Menge und ist an manchenDrten eben so wichtig wie der Hering. Im Winter haltenach die Makrelen in der Liefe auf, im Frühjahr aber, imApril, Mai und Juni, kommen sie an die Küsten, um zuWchen. Am häufigsten fängt man sie an den Küsten vonBorwegen, Irland, England, Holland und Frankreich.Blau bringt sie dort in Menge auf den Markt, und ver-ehrt fix meist frisch, aber auch eingesalzen. Sehr vielewerden frisch nach Paris versendet. In Dieppe und imüblichen Europa salzt man die Makrelen ein und versendet!°>n kleine Tonnen verpackt. Die besten werden im adriat.B^r gefangen. Der Fang geschieht mit der Grundschnurden Netzen, und zwar im Sommer, wo sie laichen.. ^ zieht man 4 bis 80» Stück auf einmal heraus. Auf^ Insel St.-Croix werden sie auch Nachts bei Fackelscheinbefangen. Das Fleisch der Makrelen ist frisch zwar sehrWmackhaft, aber wegen des Fettes schwer zu verdauen. In"tdamerika werden viel Makrelen bei Neu-Schottland,eu-England, Connecticut, Rhode-Jsland, New-Hampshireefangen. Die in Ostindien, im bengalischen Meerbusen,befangenen werden Bonites genannt.
Makulatur, s. Maculatur.
Makuta, Macuta, Makute, eine Rechnungs-unze in den afrikanischen Kolonien Portugals (Angola,enguela) von 80 portug. Reis. Sie wurde früher in
Portugal für jene Besitzungen ausgemünzt, in Stücken von1, 2, 4, 6, 8, 10 und 12 Makuten in Silber, und von2,1, >/- und >/,o Makute in Kupfer. In Silber beträgtder Werth einer Makute von 30 Reis: 2Sgr. 3Pf. preuß.
Malabar, ist ein Küstenland und Provinz im engli-schen Hindostan, in der Präsidentschaft Madras, gegen 340QMeil. groß mit etwa 900,000 Einw. Es grenzt N. anKanara, O. an Mysore (Maissur), SO. an Koimbatur, S.an Pochin und W. an das Oman-Meer, und ist durch dieWest-Ghats gebirgig, die von SO. gegen NW. stehen.Vom Mai bis September weht der SWMusson, der dasLanden erschwert. Die Produkte sind schwarzer Pfeffer,Reis in verschiedenen Arten, der jährlich zwei bis drei Ern-ten giebt, Ingwer, Kardamum, Indigo, Betel, Baumwolle,Eisen, Sandelholz, Kokos, Palmen. Die bedeutendstenStädte sind Calcutta (Kalikut), Lellitscheri, Cananore.
Malachit, nennt man ein zu den Kupfererzen gehö-riges Mineral, welches wegen seiner schönen grünen Farbeund der Politur, die es annimmt, zu Schmucksachen verar-beitet wird. Er kommt besonders in traubigen, nierenför-migen, tropfsteinartigen, knolligen und derben Massen vor,hat eine zuweilen concentrisch auseinander laufende Texturund einen etwas muschligen oder splitterigen Bruch. Erist matt- oder wachsglänzend, undurchsichtig und von sma-ragd- und spangrüner Farbe; öfters hat er dunklere undhellere Streifen. Seine Härte liegt zwischen der des Kalk-und des Flußspaths; spezif. Gewicht — 3,67. Die Bestand-theile des Malachit sind Kupferoxyd, Kohlensäure undWasser. Er findet sich zwar ziemlich häufig auf Gängenund Lagern in verschiedenen Felsarten, doch meist nur inkleinen Partien. Fundorte vorzüglich schöner Stücke sindeinige Bergwerke in Sibirien, Kaiserstaunel im Saynschen,Thalitter in Hessen-Darmstadt, Schwatz in Tyrol, Libethenin Ungarn, Chessy in Frankreich rc. Im Jahr 1836 fandman in einer Kupsergrube der nischneitagilskischen, demHerrn von Demidow gehörigen Bergwerke eine sehr großeMasse Malachit, die, der Berechnung nach, ein Gewicht von3000 Pud (120,000 Pfund) haben muß. In derselbenGrube fand man Blöcke von 300 bis 400 Pud ohne Riffe.Der größte vorher bekannte Block liegt im Museum desBerginstituts zu Petersburg und wiegt 90 Pud (3600 Pfd.).Man verarbeitet den Malachit zu verschiedenen Bijouterie-Gegenständen, z. B. zu Ring- und Halsnadelsteinen, Ohr-gehängen rc., aber auch zu größeren Sachen, als Vasen,Dosen, Leuchtern, dünnen Platten, die, wie die Fourniere sel-tener Holzarten, zum Ueberzug anderer Steine gebrauchtwerden. Auf diese Art macht man z. B. große Tischplatten.Durch Erhitzen wird er schwarz. Pulverisirt giebt er eineblaßgrüne Malerfarbe, das Malachit-Grün, die feinsteSorte des Berggrüns.
Malaga, befestigte Hauptstadt der gleich». Provinzin Spanien, Königreich (General-Eapitanat) Granada, ammittelländ. Meer, in der gleichn. Bucht, an der Mündungdes Guadalmedina, mit 63,000 Einw. Der vortrefflicheHafen, mit einem schönen Leuchtthurm auf der Spitze des700 Metres langen Molos) der die Ostseite des Hafens bil-det, kann leicht 430 Handelsschiffe fassen und gewährt voll-kommene Sicherheit. Der Handel der Stadt ist ansehnlich,
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