Band 
Zweiter Band. H - Z.
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I

Mälbrief

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Aallvi'cL

Zinngewicht wird der Catty Tompong vderTam-pang genannt.

Mälbrief, Maalbrief, Mählbrief, in Rußlandauch Bielbrief, wird einContrakt genannt, den derjenige,welcher ein Schiff erbauen läßt (Schiffsbauherr), mit demSchiffsbaumeister wegen der Erbauung des Fahrzeuges ab-schließt. In diesem Contrakt werden regelmäßig nach denGesetzen folgende Punkte festgesetzt: 1) wie die Bauart desSchiffes sein, und welcher Gattung dasselbe (ob Brigg rc.)angehören solle; 2) die Lästigkeit oder Trächtigkeit, d. h.die Bestimmung der Tonnen-Last oder Commerz-Last nachLänge, Breite, Tiefe des Schiffes; 3) die Holzart, worausdas Schiff erbaut werden soll, und wird nichts darüber be-stimmt, so versteht sich gutes Holz; 4) die Zeit, zu welcherdas Schiff bielfertig, d. h. im Bau vollendet sein muß.Dabei müssen alle verabredeten Nebenbedingungen aufge-nommen werden. 3) Preis und Bezahlung des Baumei-sters, so wie die Zeit nebst der Art und Weise der Zahlung.Gewöhnlich wird ein Theil der Summe, z. B. ein Drittel,bei dem Beginn des Baues, d. h. „wenn der Kiel gestrecktwird," ein Drittel, wenn das Gebälke fertig, und ein Drittel,wenn das Schiff bielfertig ist, gezahlt. 6) Die Namens- undOrtsunterschriften, Zeit oder Datum rc.—Aehnliche Cvntraktewerden auch bei Hauptreparaturen eines Schiffes gemacht.Ist der bedungene Bau vollendet, so muß der Beilbriefoder Bielbrief ausgefertigt werden.

, Hafenplatz in Uruguay, an derMündung des Rio-de-la-Plata, mit 3000 Ew. Der Handelbesteht hauptsächlich in Ausfuhr von Häuten und getrockne-tem Fleisch.

Maledivische Inseln, liiala^s-vwipa, 17 Atol-lons oder Gruppen mit mehr als 12,000 Inseln, südlich vonden Lakediven, südwestlich vom Cap Comorin, von 6» 30'n. Br. bis 1° s. Br. und von 89" bis 90° L. Nur 40 bis30, obwohl wasserarm oder gar wasserlos, sind bewohnt vonetwa 200,000 Personen, die Ackerbau, Viehzucht, Fischereiund Handel treiben. Die Produkte sind Hirse, Getreide,Reis, Orangen, Citronen, Kokos, Kandou-Baum, dessenHolz so leicht ist wie Korkrinde, Baumwolle. Die Fischereigewährt schwarze Korallen u. die Kauri-Muschel, die als Geldgebraucht und in ganzen Schiffsladungen ausgeführt wird,viel Salz.

Münzen und Rechnung.

Man rechnet nach Larins. Der Larin besteht auseinem dicken Stück Silberdraht, welcher zusammengebogenund inwendig gestempelt ist. Sein Werth beträgt etwa '/->Rupie. Den englischen Untersuchungen gemäß gehen80,03736 Stück Larins auf eine köln. Mark sein Silber,wonach der Werth eines Stücks 8 Sgr. 3 Pf. preuß., --292/5 Kr. im 24>/2-Guldenfuß. Alle übrigen Münzen wer-den nach dem Gewicht angenommen, weshalb die Geschäfts-leute in der Regel Goldwage und Gewichte bei sich führen.Zur Ausgleichung der Zahlungen werden die größeren Mün-zen (Piaster, Rupien rc.) häufig in Stücken geschnitten.

Malcrgvld, s. Musivgold.

Molermetoll, Muschelg 0 ld. Unter diesem Namenverkauft man die mit Gummiwasser in Muscheln eingestri-

chenen Abfälle des Blattgoldes, die von Maler» und Schrei-bern benutzt werden.

Malersilbcr, s. Musivsilber.

Molinc, ein leinwandartig gewebtes Wollenzeug,dessen Einschlagfadcn andersfarbig als der zwei- oder drei-fach gezwirnte Kettenfaden ist. Es ist vom Conzentzeug(s. d. Art.) nur durch feinere Wolle und feineres Gespinnstverschieden. Man verfertigt die Malines besonders in Linz(in Oesterreich); das meiste davon geht nach Ungarn, Sie-benbürgen und Mähren, wo sie zu Pelzüberzügen und an-deren Kleidungsstücken gebraucht werden.

AI»Itne8, s. Mecheln.

eine geringe Rechnungsmünze in den span.Prov. Catalonien und Mallorca.

Mallemolles, eine Art ostindischer Muslin von au-ßerordentlicher Weichheit. Sie kommen jetzt wenig mehrnach Europa.

Air»!!«»»«-,», Maj 0 rca, ist die größte der Ba l e a-ren-Jnseln (s. diesen Art.), 66 QM. groß mit 172,000Einw. in 2 Städten und 32 Dörfern. Die Insel ist gebir-gig, aber gut bewässert, und ihre Produkte sind hauptsächlichOlivenöl, Orangen, Citronen, Feigen, Mandeln, Kapern,Safran, Wein (der sich aber nicht lange hält), Hanf, Flachs,etwas Baumwolle, Getreide, viel Manlthiere, Rindvieh.Die Einwohner treiben außerdem Fischerei und Schifffahrt.Die Hauptstadt istPalma.

Münzen und Rechnung.

Man rechnet nach R e s 0s zu 8 Realer äe RIata ä 34Uarsveäir so RIata, oder nach Resor zu 20 Rueläor a 12vineros. Der hiesige Reso ist dem alten castilianischenWechselpiaster (Reso äe RIata ant., s. Spanien) gleich,und es betragen daher 12,8499 Resos eine köln. Mark feinSilber. Werth eines Reso: 1 Thlr. 2 Sgr. 8>/. Pf. preuß-,-- 1 Gulden 34 Kr. 1-/, Pf. im 24-/2-Guldenfuß, --- *läbra 2 8ueläos 8 vineros so lilallorca, oder 1°/,r läbras,denn 13 Reros (Wechsel- oder Curant-Piaster) sind -- 1?läbras äe lilallorca.

Außerdem rechnet man nach der vibra zu 20 Sueläosd 12 vineros. Die vibra hat den Werth von 13>/z Reales60 Vellon oder 4333-/z castil. vineros, so daß 3 vibras 2Resos linear oder Silberpiastern sind, und 14,3629 vibraseine köln. Mark fein Silber ausmachen. Werth einervibra: 28 Sgr. 10>/g Pf. preuß. — 1 Gulden 40 Kr. 32/zPf. im 24>/,-Guldenfuß.

Die Unterabtheilungen der vibrsziallanguina oderder lädra äe Uallorca sind 10 Reales Wall., ---- 20 Sueläos,— 40 Iresetas, ----- 120 vobleros, ----- 240 vineros, ----- 486Illallas.

Es vergleichen sich:

289 vibras äe ölallorca — 192 span. Piastern,

85 Resos äe RIata sntixua — 64 Rosas äuros.

6 l-ibras äe ölallorca 8 Resos äe RIata äe ölinorca.

Die umlaufenden Münzen sind die unter Madridangeführten einheimischen, und es gelten:

1 keso äura (Silber-Piaster)

- 30 Sueläos, oder genau30 - 1>/j vineros,

d. h. 30°/„ Sueläas,oder I-/2 vidra äe -9^'lorca