Manna
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Mannheim
br den. Geschmack: angenehm süß, mit einem unbedeutend
ct. kratzenden Nachgeschmack. Man erhält es im Handel in
ie- Kisten von 150 bis 250 Pfd. Das freiwillig ausflie-
ne ßende Manna bildet kleine, thränenförmige Stücke, das fa-ir- genannte tropfenförmige M., öl. in I»cr!mis, und steht
ich bedeutend höher im Preise als die erste Sorte. Der in den
je- kühlen Monaten September und Oktober ausflicßende Saft
;e< der Manna-Esche trocknet nicht so bald ein und giebt dann
ch- dasgemcineoderkörnigeManna, M. in Sorten,
lN, K. xommunis, vulgaris, granulös» oder MLSticbin». Dieses
ize bildet eine mehr oder weniger zusammenhängende Masse,
ke, worin man noch viele kleine, weiße, tropfenförmige Stücke
,tzt Erkennt, die durch eine dunklere weichere Masse zusammen-
er. geklebt sind. Ihr Geruch ist schwach honigartig, der
nst Geschmack eigenthümlich süß, zuletzt etwas reizend. Die
>en aus dieser Sorte ausgesuchten reinen Stücke werden als
äß Marina elecla verkauft. In den Monaten November
ich and December dauert zwar das Sammeln des Manna noch
gch >wmer fort; doch erhält man alsdann eine weiche, schmie-rte rige, mit Holzstücken, Stroh und dergleichen verunreinigte
in- Sorte, die als dickes oder fettes M., sl. crassa, spiss»,
rd. ^arsikla, in den Handel kommt, aber die wohlfeilste ist.
rt- Nach den Ländern der Erzeugung unterscheidet man im
!a- Handel: 1) Kalabrisches M., ital. »I. calabrio» o äi
la- Oniudri», in Kisten von circa 250 Pfd. Dies ist oft feucht
c- and nicht ganz rein, deshalb wird es gewöhnlich ausgelesen.
-ke Nach den Absendungsorten wird eS in lleiaci, Laxaci
ird and llinesi unterschieden. — sl. äi 8t. änzelo im Neapo-
kd slavischen; sl. romana o äi lall» und sl. >li ?osc»n» o äelle
^aremmo sind von schlechter, schmieriger Beschaffenheit undab bunkler Farbe, werden auch leicht sauer. Das sicilianische
ete Nt. ist meistens von vorzüglicher Güte, und die beste Sorte
chr davon hält sich zwei Jahre, die aus den anderen Gegenden
ett aur ein Jahr, dennoch wird die Dcrace-Sorte höher geschätzt
iß als die sicilianische. Nach Thenard's chemischer Unter-
ci- luchung besteht das Manna aus Zucker, Mannazucker,
htt Ntannite genannt, einem süßen, krystallisirbaren und
n" einen Ekel erregenden, unkrystallisirbaren Stoff. Ber-
zs kälscht wird das M. öfters mit Zucker, Honig, Stärkmehl-
ei- Glaubersalz -c. Holzstückchen und Sand sind gewöhnlich
K- dur zufällig beigemischt. Die Aufbewahrung des M.
nd wuß an trockenen Orten geschehen, da es in der Feuchtigkeiter- ierflstßt. Reines M. ist in 3 Theilen kaltem, in gleichen
nl> ^i>- warmem Wasser und in 8 Th. Weingeist löslich. Eine
a» Verfälschung mit Stärkmehl erkennt man daran, daß dieses,ste sich bei der Auflösung des M. in kaltem Wasser zu Bodenird seht; Glaubersalz bleibe bei der Auflösung in Weingeist zu-ird Honig und Zucker machen das M. trüber. Vorzüg-
oll 'ich mjrd ^ als gclind abführendes Arzneimittel und in gerin->er 3en Quantitäten zum Glänzendmachen von Zeugen gebraucht,chk Das meiste Manna kommt aus Italien und wird besondersüber Livorno ausgeführt. Siciliens jährliche Ausfuhr von>ck- Nl. wird zu einem Werth von 200,000 Ducati angenom-o« wen. Das meiste geht über Cefalu, Tusa und Palermo, inKisten von 400 Pfd. oder in halben von 200 Pfd. In deren, Gegend von Campana und Bochigliero sollen jährlich circache "0,ygg Pfd. M. gesammelt werden.l>tt Außer der Manna-Esche und der kraxinus rokmäiloli»
w- '"fern noch folgende Pflanzen Manna: 1 ) der Alhagi -
Strauch, Ilsäzsurum ällioxi I.. oder älliaxi slanrorum L»n-äollo. Von diesem kommt das persische oder sogenannteHimmelsmanna, das 8irbisl>t der Perser. Es schwitztin Tropfen von der Größe des Corianders aus den Blätternund Zweigen, und wird vor Sonnenaufgang gesammelt,indem man ein Tuch unter den Strauch legt und durchDaraufschlagen das Abfallen der Körner bewirkt. Eine ge-ringere Sorte besteht aus den, ebenfalls abführend wirken-den, Blättern des Alhagi-Strauches, die mit den daraufsitzenden Mannakörnern zusammengeknetet werden. — 2) DieCederfichte, Linus lleärus I.. Ein auf dem Libanonhäufiger Baum, welcher mannaartige Tropfen, Cedern-manna, ausschwitzt. Etwas Aehnliches schwitzen auch dieäußersten Zweige der Adies I»r!x aus, in runden, gelblichenTropfen, im französischen Handel slannc äo 6ri»no»n ge-nannt. — 3) Die Ladancisten-Rose, lllsius l»ä»niko-rus, giebt das spanische oder Cisten-Manna, eine süße Sub-stanz, die in fingerlangen, weißen Stücken an der Sonneverhärtet.— 4) Die Färber-Eiche, tzuorcus iakecwri»Oliv. Ihre Blätter findet man nach starkem Nebel miteinem feinen Mehl, Eichenmanna, Eichen Honig ge-nannt, bedeckt, das man durch Schütteln auf untergebrei-teten Tüchern sammelt. Die mit dem Manna zusammen-gestoßenen Blätter liefern eine geringe Sorte, die staun» äitogli» oder sl. korraroll». — 5) Eine »och unbekannte Artder Gattung Lelastrns, welche bei Bombay und Surate inOstindien wächst, giebt das Lbansor-slann», das auch Guzoder Ghez genannt wird. Dies fließt durch den Sticheines Insekts aus, und wird in Ostindien und Persien ge-nossen.
Mannheim , Hauptstadt des Unterrheinkreises inBaden/ am Einfluß des Neckars in den Rhein, schön undregelmäßig gebaut, mit 27,000 Einw. und einem Freihafenseit 1840, der zur Belebung des Handels wesentlich beiträgt,welcher besonders als Speditionshandel bedeutend ist.Außerdem ist die Verbindung der Stadt mit Heidelberg,Darmstadt, Frankfurt rc. durch die badische, Main-Neckar- u.pfälzische Eisenbahnen für den Verkehr wichtig. Die Stadt hateine Handelskammer, Handelsgericht, badische SchifffahrtsAssekuranz-Gesellschaft eine Münze, botanischen Garten,Handelsakademie, Lyceum, Kaufhaus, Fabriken für Tape-ten, Likör, Semilor, Schwefelsäure!t.
Münzen, Rechnung, Maaß und Gewicht sind die in ganzBaden gesetzlichen. — Lms wie in Frankfurt a. M.
Die zuweilen noch vorkommenden alten Maaße undGewichte sind:
känzenniaaß. Der Stadtfuß ist 128,02 stanz. Li-nien , — 0,2888 Meter, — 0,96267 neuen bad. Fuß. AlsFeldmaaß war der sogenannte nürnberger Fuß ge-bräuchlich, — 134,551 stanz. Linien, — 0,3035 Meter,— 1,01175 neuen bad. Fuß, also — dem alten HeidelbergerStadtfuß. Der hiesige rheinische Fuß ist 138,726stanz. Linien, — 0,3129 Meter, — 1,043143 neuen bad.Fuß. — Die Elle war 247,404 stanz. Linien, — 0,5581Meter, — 0,930167 neuen badischen Ellen.
Die Ruthe war — 16 sogen nürnberger Fuß.
/eldmaaß. Der Morgen hatte 4 Viertel zu 40 Qua-drat-Ruthen, 1,0482 neuen bad. Morgen, — 37,73ystanz. Aren.