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Zweiter Band. H - Z.
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Manillen

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Manna

engl. Pfd. Bei Wachs wiegt der tzuintol 110 span. Pfd.—Das spanische Pfund (I.ibb,o), welches man hier braucht,ist beinahe 2 Proc. schwerer, als das englische Pfd.

Als kleines Gewicht braucht man den spanischen Pia-ster, den man — 1 span. Unze rechnet, obgleich er nur0,9365 Unze wiegt. Man rechnet dabei 16 Piaster oderUnzen — 1 Uibro (Pfund); 8 solche Unzen — 1 Mark Sil-ber; 9 Unzen — 1 Punto Gold - oder Silbetdraht; 10 Un-zen — 1 Läl (Lehl) Goldgewicht; 11 Unzen — 1 TälSeidengewicht; 22 Unzen — 1 Cätty (chines. Gew.).

Konillo. Zollverfügungen, am 17. Rov. 1846.

Unter heutigem Datum macht das Zollhaus hier be-kannt.

„Da es oft vorkommt, daß die Capitaine oder dieCorrespondenten hier ankommender Schiffe in den Manife-sten die Angabe des Inhalts der geladenen Waaren-Colliunterlassen, so wird mit Bezug auf den jetzt in Kraft be-findlichen allgemeinen spanischen Zolltarif verfügt:

1) Der Capitain, Supercargo oder Correspondcnteines hier ankommenden, nationalen oder fremden Schiffesist verpflichtet, binnen 30 Stunden nach erhaltener Visiteim Hafen oder binnen 48 Stunden, wenn in Oviw einge-kommen, das Manifest der Ladung einzureichen, welchesenthalten muß:

s) Klasse, Heimath, Namen und Tonnengehalt desSchiffes, nebst Angabe derAnzahl der Besatzung, b) Namedes Capitains oder Befehlshabers, c) Angabe des Hafensoder der Häfen, von wo das Schiff kommt, ä) Die NamenDesjenigen oder Derjenigen, an welche die Ladung consig-nirt ist. e) Die Angabe der Ballen, Colli, Fässer, Barrels,Orhofte rc. mit ihren Marken und Nummern, wobei dieQuantität jedesmal sowohl durch Zahlen als durch Buchsta-ben ausgedrückt sein muß. Y Die verschiedene Beschreibungder Waaren oder des Inhalts der Colli. x) Die Anzahlund Art derjenigen, welche Lransito sind. I>) Die Anzahlund Art derjenigen Colli, welche solche Güter enthalten,deren Einfuhr durch den Tarif verboten ist, mit der Angabedes fremden Hafens, wohin dieselben bestimmt sind, nachMaßgabe der gesetzlichen Bestimmung, i) Die Angabe,daß das Schiff keine sonstige Waaren irgend einer Art amBord habe und daß keine der am Bord befindlichen Waarenauf den Grund der Ansteckungsfähigkeit verboten seien.

2) Waaren, welche ihrer Natur nach nicht in Ballenoder Colli verpackt werden, als: Eisen in Stangen oderPlatten; sonstige Metalle in Platten; Holz in Blocken,Balken oder Planken; Samen und andere Artikel werdenin dem Manifest nur nach der Art, ohne Angabe der Quan-tität benannt.

3) Im Verfolg des Manifestes, jedoch separat, mußeine genaue Angabe etwaiger am Bord befindlicher Kriegs-artikel, so wie Proviants und sonstiger Schiffsvorräthe ge-macht werden.

Manillen heißen messingene Ringe, die von den Ne-gern in Afrika als Schmuck an Armen und Beinen getragenwerden.

Mankir, Maenkir, alte türkische Kupfermünze.

Manioc, lat. lolrnplm moniliotl.., ist eine in Mejico,

in Guyana (Cayenne) und auf den Antillen wachsendePflanze, die zu der Familie der Euphorbiaceen gehört.Es giebt eine süße und eine bittere Art, die dadurch versässe-den sind, daß die Wurzel der ersteren ohne Gefahr ohneWeiteres genossen werden kann, während die bittere Wur-zel ein ziemlich starkes Gift enthält. Aeußerlich lassen sichbeide Arten schwerlich unterscheiden, allein durch den Ge-schmack; deshalb werden in Mejico zwar beide Arten ange-baut, aber von einander gesondert, um sie nicht zu verwech-seln. Der Anbau des Manioc gleicht dem dtr Kartoffeln,indem die Wurzelknollen gelegt werden. Die Pflanzeerreicht erst nach 18 bis 22 Monaten ihre größte Stärke,obschon die Wurzeln schon von 7 bis 9 Monaten benutztwerden können. Dieselben werden oft 6 bis 12 Pfd. schwer.Man benutzt sie von beiden Arten zu Brod, vorzugsweisedie der bitteren Art, die man zerreibt, dann den giftigenSaft auspreßt, das Mehl trocknet und dann in einem Gefäßüber Feuer während stetem Umrühren röstet. Es hält sichunveränderlich sehr lange und wird weder von Insekten nochWürmern angegriffen. Auf Haiti heißt das daraus bereiteteBrod Xauxau, in Cayenne aber Cassave, das in dün-nen, zerbrechlichen Kuchen besteht. Es ist sehr nährend.Das Mehl giebt in Wasser gekocht sehr nahrhafte, gallert-artige Brühen. Die Wurzel des süßen oder unechten Ma-nioc heißt in Brasilien Eupi. Es gleicht geröstet den Ka-stanien und wird auch gekocht genossen. — Das Manioc-Mehl, In cipipa in Westindien, in Frankreich lo moussockegenannt, ist viel feinkörniger als Arrow-Root und wirdnach Frankreich eingeführt. Im Handel heißt esTapiokaund wird mit Kraftmehl verfälscht.

Manna, lat. Komm, stanz. Könne, engl., Hollandund ital. Komm, der zuckerartige, an der Luft vertrockneteSaft verschiedener Bäüme. Das Manna ist schon seit sehrlanger Zeit bekannt, aber erst im Jahr 1543 behauptetePalea, daß es der Saft der Esche sei. Sein Ursprung istverschiedenartig. Man gewinnt es entweder 1) durch frei-williges Ausschwitzen aus Bäumen, oder 2) durch gemachtEinschnitte, oder 3) durch Insektenstiche, oder auch 4) wen»verschiedene Jnsektenarten die Manna absondern. Das z"uns durch den Handel kommende Manna wird auf die bei-den ersteren Arten aus der Manna-Esche, Lroxinus 0-'nus. U., gewonnen. Aus diesem Baum, dessen Vaterlanddas südliche Europa ist, wo man ihn namentlich in Unter-italien, Calabrien und Sicilien anbaut, fließt das Mann"nach dem Bersten der Rinde als ein Saft aus, der bald ander Luft trocknet. Auch mittelst des Anbvhrens der Aesirund Blätter durch das kleine Insekt, Oicoä» Orn! U., wirddas AuSfließen des Saftes befördert, am meisten aber wirddasselbe dadurch begünstigt, daß man im Juli täglich 2lange und >/r Zoll tiefe Einschnitte auf einer und derselbe"Seite des Baumes, bis zu den Aesten hinauf, in die Rindrmacht. Der im Juli, August und September auf der Ri"^der Manna-Esche, auf Reisern oder Strohbündeln getrock'nete Saft stellt das sogenannte Röhrenmanna, Mann"in Röhren, lange oder seine M-, Komm connelK"'vor. Es besteht aus tropfen - oder rinnenförmigen Stücke"-die oft mehrere Zoll lang sind und eine weiße oder hellgelbFarbe haben. Man kann an denselben mehrere übereinanderliegende Schichten wahrnehmen. Geruch ist nicht vorhab