Mascarets
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Mascarets, ein satinartiges, aber weniger starkesWollenzeug mit atlasartigen Mustern. Es hat eine schöneAppretur und viel Glanz und wird in Stücken von 26 bisPards Länge bei 13 bis 18 engl. Zoll Breite zu Bristol,Norwich und Halifax gemacht. In Sachsen, Oesterreichund zu Berlin macht man es unter dem Name» Spiel-damast.
Mascoche, heißen leichte Baumwollenzeuge, die nurwenig stärker als Muslin sind. Sie werden im Oesterrei-chischen zu Klagenfurt, Schwanenstadt und Wien in Stückenvon 20 Ellen Länge bei 1>/° Ellen Breite in verschiedenerFeinheit gemacht und stark nach der Türkei ausgeführt.
Mascvpey, s. Maatschaapy.
Maskarenen-Jnseln, Nascarenü-w, eine nach ih-vem Entdecker, einem Portugiesen, benannte Inselgruppe imindischen Ozean, etwa 60 Meilen von der Ostküste der InselMadagaskar. Sie wurde 1345 entdeckt, und umfaßt die3nseln llourbon, lioäi'ixue?. und Ile-äe-krance oder ölauriüus,und einige Eilande. Vergleiche die Artikel Lourbcm und^taurllius.
Maskat, Stadt und Residenz des Jman oder Sultanvon Maskat und der Insel Sanzibar, auf der Ostküste derarabischen Halbinsel, am indischen Ozean. Das Gebiet vonMaskat umfaßt einen Theil der arabischen Halbinsel nebstder Insel Zanzibar. Der befestigte Hasen der Stadt ist deriwstr auf der ganzen Küste, und die Stadt, mit ohngefährK0,000 Ew., der Stapelplatz des Handels zwischen Persien,Indien, Arabien, dem Lande am Rothen-Meer, der Ost- undSüdostküste von Afrika, und deshalb der Sammelplatz derwit Indien und den Sunda-Jnseln verkehrenden englischenund holländischen Schiffe. Der Sultan unterhält eine an-sehnliche Marine und gewährt dem europäischen Handel!ide Erleichterung und Sicherheit. England, Frankreichund die Bereinigten-Staaten haben mit demselben einenHandels - und Schifffahrts-Traktat geschloffen. Er hat inseinen Besitzungen den Sklavenhandel abgeschafft, jedochwerden noch immer Sklaven von der afrikanischen Küste ein-geführt, aber nicht zum Verkauf ausgestellt. Die Einfuhrw Maskat besteht hauptsächlich in Reis, Getreide, Obst,^alz, Geweben, Baumwolle, Zucker, Mokka-Kaffe, und dieAusfuhr in vorzüglichen Datteln, Gummi, Droguen,Straußfedern und Elfenbein. Außerdem ist hier, wie imganzen Küstenlands, der Handel mit Perlen beträchtlich.Lebensrnittel sind stets, vorzüglich vom April bis September,w Menge vorhanden, und das Wasser gut, auch leicht Bau-Brennholz zu bekommen. Fontomier, ehemaliger,we-Coiisul zu Baffora und jetzt Consul zu Singapore, be-achtet in seinem Reisewerk: „Der Wohlstand von Maskattruht nicht auf den eigenen Reichthümern des Gebiets;^n ohngeachtet der einfachen Lebensweise der Bewohnerwuß man viele Dinge aus der Fremde beziehen. Reis wirdaus Indien, Getreide, Obst und auch Salz aus Persien be-i°gen. Eine Hauptnahrungsquelle bildet die Fischerei.
"rocknete Fische gehen tief in das Innere und dienen auchau der Küste Arabiens wie Persiens sowohl zur Nahrungtv Menschen als Thiere. Das Innere gewährt auch vieleutteln. Einige Thäler sind zwar gut angebaut, aber ihre^Erzeugnisse reichen für den Bedarf nicht aus. Auch die
Industrie wird gepflegt, wenn auch nicht europäischer Weise.In Maskat verfertigt man ein aus Gummi und Zucker be-stehendes, sehr beliebtes Confect, welches in irdenen Gefäßenauch in das Ausland verführt wird. Maskat ist das En-trepot der von Indien, vom Rothen-Meer und dem persi-schen Meerbusen kommenden Waaren und die Bazars sinddamit angefüllt. Bourbon und Mauritius beziehen vonhier nur einige Maulesel. Außer dem lebhaften Transito-Handel vermittelt Maskat auch einen ziemlich ansehnlichenHandel durch die eigenen Schiffe, von denen die meisten demJman gehören. Außerdem giebt es noch andere Fahrzeuge,Baglos genannt, die bis Bombay und noch weiter, z. B.nach der Küste von Malabar fahren, um Pfeffer, Bauholz,Kardamom und Reis, und nach Ceylon, um Aimmt zu ho-len. Einige fahren auch mit Datteln und Pferden nachCalcutta, wo sie als Rückladung Reis, Indigo und Zuckereinnehmen. Ebenso vermitteln auch die Schiffer von Maskatfast ausschließlich den Verkehr mit der Südostküste vonAfrika, wohin sie Datteln führen, und als Rückfracht Gold-staub, Elfenbein, Perlcnmutter, Schildpat und verschiedeneDroguen, hauptsächlich Kopal bringen.
Münzen und Rechnung,
Man rechnet nach Mahmudis oderMamudiszu20 Gass oder Goz. Der Mahmudi ist eine größere,und der Gass eine kleine zu Maskat geprägte Kupfer-münze. Auf den spanischen Piaster (Dollar) rechnet man20 Mahmudis; danach gilt 1 Mamudi --- 2 Sgr. 1,846 Pf.preuß., — 7 Kr. 2,154 Pf. im 24>/2-Guldenfuß, --- 2-/,Pence Sterl. — Außerdem rechnet man zuweilen nach ei-nem singirten Mahmudi, 100 davon ^ 1 Toman, derebenfalls nur ein Rechnungswerth ist; — 11'/? Mahmudis— 1 sranzös. Neuthaler (Laubthaler), und ohngefähr lO'/?Mahmudis — 1 span. Piaster (Dollar); 1 Mahmudi — 4Sgr. 0,932 Pf. preuß., -- 14 Kr. 1,087 Pf. im 24'/2-GuI-denfuß, — 4^/40 Pence Sterl.
Der Tom an ist eine persische Münze, und gilt in Per-sien jetzt ohngefähr 3 bis 3'/? Thlr. preuß., 8>/, bis 6>/,Fl. im 24>/2-Guldenfuß. Uebrigens cursiren hier französi-sche, indische, deutsche, spanische Silbermünzen.
Maskopey, s. Maatschaapy.
Mass«, Edelsteingewicht in Surate, s. d. ArtikelMace; Gold - und Silbergewicht im britischen Ost-indien.
, Hauptstadt des mit Modena vereinigtenHerzogthums ölassL-Larrara, SW. von Lucca, unweit demGolf von Genua, links am Frigido, mit ohngefähr 12,000Einw., treibt Handel mit Olivenöl, Wein, Seide, Marmor.Das Land ist gebirgig, aber fruchtbar, und besonders reichan schönem weißen Marmor.
Münzen, Rechnung, Maaße und Gewichte, wie inModena.
einer der Bereinigten-Staatenin Nord-Amerika, der mit Maine, Rew-Hampshire, Ver-mont, Rhode-Jsland, Connecticut das sogenannte biew-kinglonä bildet. Er grenzt N. an New-Hampshire undVermont, W. an New-Pork, S. an Connecticut und Rhode-Jsland, SO. und O. an den atlant. Ozean. Im W. undNW. ist er gebirgig, und wird von N. gegen W. vom Con-