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Zweiter Band. H - Z.
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Medaille

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Meerschaum

und 4 Fuß Scheitlänge, hat also 144 Kubik-Fuß. In denAroßherzogl. Waldungen wird das mecklcnburg-schwerinerMaaß, übrigens das rheinländ. Maaß gebraucht.

Eeireidemaaß. Die Last hält 4Wispelzu2Drömt4 ^2'/- gestrichene Scheffel a 16 Metzen. Im Handel mitHafer werden auf 1 Mispel 2 Scheffel mehr gemessen. Derstrelitzer Scheffel ist dem großen parchimer oderdem alten berliner Scheffel gleich. Im Verkehr wirdder mccklenburg-strelitzer Scheffel dem preuß. Scheffel gleich,°der auch 8 strelitzer — 7 (genau 7,0364) schweriner oderrvstoeker Scheffel gerechnet.

/lüssigkeiisniaaß. Das Orhoft hält l'/z Ohm zu 4^nkerl>40Potta4Pegel. Das strelitzer Pott istdem schweriner gleich, also auch die übrige» Maaße.

Gewicht. Der Eentner hat 8 schwere Stein, 10Richte Stein, oder 116 Pfund; 1 schwerer Stein 22Pfund, der leichte Stein 11 Pfund; 1 Liespfund^4 Pfd.; 1 Pfd. 32 Loth ä 4 Quentchen und ist dem preuß.gleich.

Medaille, Schaumünze, Denkmünze. Mün-den, welche bei besondern feierlichen Gelegenheiten als An-denken eines wichtigen freudigen Ereignisses, z. B. bei derThronbesteigung oder Krönung eines Fürsten, einem Frie-densschluß, einer Säcularfeier, zur Ehre eines Mannes,°der als Zeichen für Verdienste rc., geprägt werden, nenntu>an Medaillen. Ihre Ausmünzung geschieht sowohl infeinem und lcgirtem Gold oder Silber, als auch in sehrMannigfaltigen geringern Metallcompositivnen (Bronze rc.),^'nn und Kupfer. Zuweilen werden diese Denkmünzeniu einem bestimmten Münzwerth in der Valuta ihres Batcr-landes ausgeprägt, und dieser Werth auch wohl dem Ge-lage beibemerkt; dann sind sie zugleich als eigentliche Mün-ion oder als Geld zu betrachten, welches indessen fast aus-f^ließlich in den Händen der Münzliebhaber bleibt. SolcheGlücke sind der sogenannte Sterbe-Thaler Friedrichs desgroßen (1786, August), der vom König von SachsenFriedrich August, die schönen Denkmünzen, welche Würtem-org und Baden als Kronen - Thaler auf den deutschenZollverein prägen ließen.

heißt der voblon äs a ocko, Quadrupel^on 4 spanischen Goldpistolen, oder die vnra äeoro, eineIonische Goldmünze. Es giebt davon auch halbe Stücke,oäio öleäaila oder Lodlvn äo ^

genannt.

! a guarlo oder Doppel-Pistole

Medamno, Medimno, Getreidemaaß auf der Insel

Medino, eine egyptische Rechnungs- und Scheide-münze.

Medio, Halb-Wechsel, welche »eäio oder in dersen"^ 'ogcnd eines Monats zahlbar ausgestellt sind, müs-- ' ^en meisten Wechselordnungen gemäß, am 18. TageMben eingelöst werden.

s. Ill e äalI a.

Aer /^s^^inalgewicht, dasjenige Gewicht, worin die2 )^ b^ie Mengen der verordneten Medicamente bestimmen.f>effess,^ ^^otheker bei den Abwägungen der Arzneimittel» wen Gewichts sich bedienen müssen, so ist das Medizi-

nalgewicht zugleich Apothekergewicht. Die Schweredes Medizinal - u. Apothekergewichts ist in den Art. über dieverschiedenen Länder und Städte angezeigt. In Deutsch-land war fast überall das alte nürnberger Medizinalgewichtim Gebrauch, aber es ist an den einzelnen Orten sehr ver-schieden. Die Eintheilung des Medizinalgewichts ist inganz Deutschland ein und dieselbe. Man theilt nämlich dasMedizinal-Pfund in 12 Unzen, 86 Drachmen, 288 Skrupeloder 8760 Gran. Diese verschiedenen Theile werden mitbesonderen Zeichen bezeichnet, nämlich Pfund U, Unze Z,Drachme Z, Skrupel si, Gran xr.

Meener Leinen, franz. loiles äs ülenin, nennt manmehrere Sorten flandrischer Leinwand, die in Menin undder Umgegend, in Belgien, Prov. West-Flandern, auf hol-ländische Art gewebt und appretirt werden und zum Theildie holländischen Leinen übertreffen sollen. Sie werden nachFrankreich, Spanien, Portugal, Ostindien und Amerikaausgeführt.

Meevbarbe, latein.ülulius, eine Fischgattung, welchevorzüglich im mittelländischen Meer, selten in einem anderenTheil des Meeres um Europa lebt, und deren beide Arten,die rothe M., KuIIus barbotus, und die gestreifte, K. sur-mulews, schon bei den üppigen Gastmählern der Römer einGegenstand der Unterhaltung und des Genusses waren. Dierothe Meerbarbe wird nicht über eine Spanne lang, istziemlich keulenförmig, prächtig purpurroth, unten silber-glänzend, mit gelben Flossen. Bei Venedig heißt sie Bar-bon. Die gestreifte M. wird etwas größer als dievorige, gleicht aber derselben in Gestalt und Färbung ganz.Sie wird häufiger als die vorige Art gefangen und wegenihres schnellen Verderbens sogleich in Meerwaffer abgekocht,mit Mehl bestreut, so daß sie in einen Teig eingehüllt wird,und so nach den großen Städten geschafft. Bei Venedigheißt sie Iria, und kommt nur abgeschuppt auf den Markt.In Rom heißen beide Arten ^rißlia. Die eingcsalzenen undgepreßten, als Speise beliebten Eier werden in Italien vot-tarxa genannt und häufig versandt. Zu Santa Giusta inSardinien wird die Fischerei der Meerbarben besonders starkgetrieben. Die Meerbarben werden noch jetzt zu den kost-barsten Seefischen gerechnet.

Meerschaum, franz. Lcums äs msr; engl. lurbislitodacoo-pips ; ital. Lebiuma äi mors, ist ein sehr leichtes,fettiges, weiches Mineral von gelblicher Farbe, das beimHerausbringen aus der Erde noch weich ist und sich gut for-men läßt. Der Meerschaum hat einen feinerdigen Bruch,einen etwas glänzenden Strich, hängt stark an der Zunge,zergeht in Wasser und bildet damit einen zähen Teig; mitSäuren bildet er eine Gallerte. Er besteht aus 80 bis 60Proc. Kieselerde, 20 bis 27 Proc. Talk, 10 bis 20 Proc.Wasser und etwas Thon und Eisenoxyd. Seine einzige Be-nutzung ist die zu den bekannten und beliebten Pfeifenköpfe».Am schönsten und häufigsten findet sich der Meerschaum inKleinasien zu Kiltschick bei Koma; in geringeren Massenkommt er in Spanien bei Balecas unweit Madrid (>s,re äsValecas) und bei Cabanas in der Provinz Toledo, in Por-tugal bei Pinheiro und zu Hrubschitz beiKrumma» in Mäh-ren, in Piemont bei Baldissero, in Frankreich bei Eoulom-miers bei Paris, in der Krim bei Sebastopol und Kaisa. in

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