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Mejico
Meischsteuer
^299,492 pariser Kubikzoll; 1 Eimer m: 1649,746 paris.kubikzoll, — 92,723 Liter; ISchenkmaaß — 81,8346pariser Kubikzoll, — 1,62266 Liter.
Gewicht. Das Pfundist dem koburger völlig gleich.
Das Zollgewicht ist das des deutschen Zollvereins.
Münzgewicht ist seit dem Beitritt zur deutschen Münz-Convention vom 36. Juli 1838 seit 1839 die preußischeNark.
Medizinal- und llpolhekcrgewicht ist das alte nürn-berger.
Meischsteuer (Maischsteuer), s. Branntwein-stkuer.
Meisterwurz, Kaiserwurz, lat. kallix Impera-^"riile s. li. Oslruüiü, die Wurzel der in der Schweiz, in8rankreich und einigen Gebirgsgegenden Deutschlands wach-enden Imporoloria Oslrulllium I.. oder gemeinen Meister-^urz, welche in frischem Zustande einen milchigen Saftgiebt. Getrocknet ist sie rund, singersdick, etwas platt ge-brückt, hin und hcrgebogcn, geringelt und mit ungleichenErhabenheiten versehen. Die Farbe ist außen graubraun,auf dem Bruch gelbbraun ; der Geruch angenehm und starkgewürzhaft, dem des Liebstöckels und der Angelika ähnlich;Geschmack bitter und beißend, lange anhaltend, beim KauenSpeichel erregend. Die Meisterwurz enthält etwas ätheri-Iches Oel und harzige Bestandtheile; sie wird als Arznei-mittel angewandt; auch benutzt man sie als Zuthat zu man-
bitteren Likören. Mit der Zeit verliert sie ihre Kraftd»> wird auch von Würmern zernagt. Die beste Meister-Mt»z bezieht man aus der Schweiz und von den süddeutschen^b'rgen.
Meißen, Stadt im Königreich Sachsen, an der Elbe,Mit e>wa 8166 Einw., berühmt durch die dort bestehendeEbdigl. Porzellanfabrik, durch die Erfindung des Porzellansdurch Löttgcr seit 1716 begründet; außerdem bedeutender^kin- ,nd Obstbau, Brauerei, Schifffahrt !c. In der^ähe eiix Eisengießerei mit Bohr- und Drehwerk nebst^chleifere, eine Sicherheit-Zünder-Fabrik im Gold-gründe.
Meißnischer Gülden, eine alte sächsische Rech-Mungsmünze, welche 21 Groschen galt, und im KönigreichAchsen, den sächsischen Fürstenthümern und einigen benach-barten Ländcm, namentlich bei Käufen von Häusern undGrundstücken, Gesindelöhnen (bei Würzen) mitunter nochvorkommt.
. Meitadclst, ein Wein - und Branntweinmaaß inBarcelona.
Mejico, Mexico, war bis 1838 ein Freistaat von/rbündeten Staatci, seitdem ist es eine Central-Republik,M welcher die früher!« einzelnen Staaten »eporwmonws ge-worden sind. Wie dieVerhältnisse dieses Staates durch denoieg mit den Verringern - Staaten sich gestalten werden,as läßt sich jetzt, wo ierselbe für die letzteren günstig nochortdauert, nicht bestürmen. Das große Gebiet dieseskaates stößt an den atllntischen und großen Ozean, undandwärts im N. an das Dregon-Gebiet, NO. an Tejas,as sich durch Vertrag vomi2. April 1844 mit den Verei-
nigten-Staaten verband, und im S. an Guatemala undBalize. Der frühere Name dieses Gebiets, das seit 1318von den Spaniern unter Cortez erobert wurde und auchdie große Halbinsel Californien umfaßte, war Neu-Spanien. Seine Größe beträgt ohngefähr 126,666 franz.QLieues. Der Lage nach lassen sich die einzelnen Staatentheilen in Binnen-Staaten: Queretaro, Guanajuato,Zacatecas, San-Luis-Potosi, Nucvo-Leon, Cohahuila, Du-rango, Chihuahua, Neu-Mejico nebst den Ländern der freienJndier, so wie Tlascala und Chiapas; östliche Küsten-staaten: Pucatan, Tabasco, Veracruz, Lamaulipas undTejas; westliche Küstenstaaten: Oajaca, Puekla, Mejico,Mechoacan, Jalisco nebst Colima, Cinaloa, Sonors, Alt-und Neu-Californien. Das Land ist zwar Hochland undvulkanisch, aber dennoch reich an mannigfaltigen Erzeugnis-sen des Pflanzenreichs, so wie an ergiebigen Silberminen inder Sierra-Madre, die sich in verschiedene Gebirgskettenverzweigt. Die Hauptkette bildet die große Wasserscheidezwischen dem atlantischen und großen Ozean. In derSierra-de-Tarahumara, dem westlichen Zweige, befinden sichberühmte Goldwäschen. Galveston ausgenommen, weiles an der Küste von Tejas liegt, sind an der Ostküste immejicanischen Meerbusen die vorzüglicheren Häfen Tam-pico und V era cruz, an der Westküste im großen OzeanAcapulco und Mazatlan. Die Produkte sind Getreide,Mais, Baumwolle, Zuckerrohr, Cacao, Vanille, Kasse, Ta-bak, Reis, Bananen, Manioc, Maguey (Agave), Pam,Bataten, Challotes, Indigo, Piment, spanischer Pfeffer,Cochenille, Seide, medizinische Pflanzen, nämlich Jalappe,Sarsaparille, Ipecacuanha, Drachenblutbaum, Amberbaum,Copaivbaum, Cautschuckbaum rc., Ananas, Cacteen, Pas-sionsblumen, Melonen- und Kürbisbaum, Aguacate rc.,Mahagony-, Fernambuk-, Brasilien-, Blau- oder Cam-peche-, amerikanisches Eben-, Gelb-, Eisenholz rc., vielRindvieh, Pferde, Maulthiere, Esel, wilde Schafe, Ziegen,verschiedene Arten des Hirsches, die amerikanische Tigerkatze,der mejicanische Luchs, das braune mejicanische Stachel-schwein rc. Von dem großen Ertrag an Gold und Silberaus den mejicanischen Bergwerken wurden von 1696 bis1836 gemünzt 1,731,641,494 Pesos.
Die Industrie liefert Tuch, Baumwollzeuge, besondersgesuchte baumwollene Shawls, vorzügliche Hüte, Gold-und Silberwaaren, ausgezeichnete Löpferwaaren, Seife,Cigarren, Leder und Lederwaaren, Papier, Pulver, Glas.—Der Handel wird durch den Mangel an guten Straßensehr gehemmt, um so mehr da auch die Flüsse wegen der vie-len der Schifffahrt widerwärtigen Eigenthümlichkeiten derFlußbetten schwer zu benutzen sind. Von den Fremden sindim Handel mit Mejico vorzüglich die Vereinigtcn-Staaten,England, Frankreich, die Niederlande, Deutschland, Sardi-nien, Venezuela, Neu-Granada, Ecuador, Chile und Perudirekt betheiligt, und zwar in Deutschland besonders Ham-burg, Alton«, Bremen, in England Liverpool und London,in Frankreich Bordeaux und Havre, in Italien Genua, inNord-Amerika New-Orleans, Philadelphia und New-Bork.
Der besondere Staat oder das Departsmenw Mejicoliegt zwischen den Depart. Guanajuato und Mechoacan W.,