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Zweiter Band. H - Z.
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sv««»»» , Hauptstadt der gleich». Prov. in Belgien,am Zusammenfluß der Maas und Sambre, SO. von Brüs-sel, mit 30,000 Einw.; Sitz des Bischofs, Ober-Tribunals,Handels-Tribunals, der Kammer für Handel und Fabriken;liefert Stahl - und Eisenwaaren , besonders vorzüglicheMesser, hat bedeutende Gerbereien, Lederfabriken, Kupfer-und Eisengießereien, Drahtziehereien, Tabakfabriken, Glas-hütten, Cichorienfabriken, Salzrafsinerien, Porzellanfabri-ken, beträchtlichen Handel. Die Produkte der Provinz sindbesonders Pferde, Rindvieh, Schafe, Eisen, Kupfer, Blei,Kohlen, Marmor.

große Hauptstadt des Deport. Meurthe unddes gleichnam. Arrond., und eine der schönsten Städte inFrankreich, mit 42,000 Einw., Präfektur, Bischofsitz, Aka-demie, Normalschule, Forstschule, Taubstummenschule, bota-nischer Lehranstalt, botanischem Garten, Schulen fürLinearzeichnen und Architektur, für Physik, Chemie, Geo-metrie und Mechanik, königl. Gerichtshof, Civil-Tribunal,Handels-Tribunal, Gmscll üc pruü'bmuuw», Fabriken fürMützen, Stärke, Billards, Knöofe, Broderie, Damast,Tuch, Baumwollzruge, Panier, Buntpapier, Oel, chemischeProdukte, Weinessig, Likör, Branntwein, Posamenkirwaa-rcn, muükaliscbe Instrumente, Messerschmieden, mechanischenWerkstätten, Ebeniste», Gerberei.

Münz », üechnung, Maaße und Geniichlc, wie in ganzFrankreich.

Ehemals rechnete diese Hauptstadt des HerzogthumsLothringen, wie überhaupt früher in Frankreich gerechnetwurde, zu Hr>>< zu 20 8,ms (Hui?) u 12 Ocmcrs, aber dieWährung in Lothringen war um 29-/^ Proc. geringer alsdie französische louenuis-V a l u ta ; denn der französischeLaubthaler von 6 l.irecs luurnois galt 7°/, lothringer l.irroü,und ebenso dessen Theile. Danach galt 1 lothringer l.ivro

— 6 Sgr. 0,662 Pf. prcuß., — 21 Kr. 0,772 Pf. im 24'/.,-Guldenfuß, — 78-/,^ Oenliincs französisch. Die ehemaligenlothringischen Gold-, Silber- und Kupfermünzen (bis1786) sind längst aus dem Umlauf verschwunden. Manbrauchte das pariser Markgewicht.

Die alte Xune (Elle) war — 283>/2 pariser Linien,—0,63933 Meter.— Getreidemaaß war der lieul zu 4 Ortes,

— 19l,62 Liter, — 9660 pariser Kubikzoll.

Nangosaki, Stadt mitHafcn, auf einer Halbinsel ander SWküste der japanischen Insel Kiusiu, nachKrusenstern'sAngabe 32° 43' 40" n. Br. 130° 11' 47" östl. L. Sie isteine der fünf kaiserl. Städte, welche dem Koubo gehören;hat schöne Palläste, viele Tempel, fünf See-Arsenale undein Pulvermagazin. Der Hafen hat einen guten Anker-grund, ist gegen alle Winde sicher, und dehnt sich von NO.gegen SW. ohngefähr 2'/? Seemeilen aus bei ohngefähr ei-ner Meile Breite. In der Mitte der Bai haben die Schiffe3 bis 6 Faden Wasser. Der Verkehr ist allein den Hollän-dern erlaubt, deren Ausfuhr hier im Jahr 1828 an Werth373,883 Gulden, die Einfuhr aber 868,482 Gulden betrug.Die Ausfuhr besteht in Sandel- und Sapanholz, Büffel-häuten, Elfenbein, Kampher, Matten, Cocosnußöl, Zinn,Kupfer, Seidenzeugen rc. Vgl. d. Art. Japan.

Nan-Hioung, Stadt in China, Prov. Kouang-

Loung, am Pe-Kiang, in fruchtbarer Gegend, mit beträcht-lichem Handel.

Nankin, Nankccn, Nanking, franz. lulleAonlOn, cngl. nanlnum, mmlün, ist ein leincnartig gewebtesglattes Baumwollenzeug, dessen Name von der chinesische"Stadt Nanking herrührt. Ursprünglich wurde der Nankingnur in Ostindien, namentlich in China, gemacht, aber scho"seit geraumer Zeit liefern ihn auch die europäischen Manu-fakturen. Die eigenthümliche Farbe des Nankin ist ein ganzfahles oder auch röthliches Gelb, welches aber nicht durch künst-liches Färben erzeugt wird, sondern von den naturgelben Fa-sern der in Siam, Bengale» und China wachsenden Nanking-Baumwolle, llu'iüvpmm rollxwsm» i.., herrührt. Eben des-halb ist auch die Farbe des ächten ostindischen Nankin ächtund unveränderlich. In England wurden davon durch dllostindische Compagnie im Jahr 1793 circa 78,000, 1794-374,000, 1831 : 887,171, und 1832: 198,748 Stück einge-führt. In Europa lüfern fast alle Fabriken von Bauw-wollenwaarcn auch Nankin in verschiedenen Qualitäten, ausgewöhnlicher, aber gelb gefärbter Baumwolle.

Nail-Killg, sehr große Stadt in China, und Haupt-stadt der Provinz Kiang-Sou, am Pang-Tscvu-Kiang, wlletwa 800,000 Einw., beträchtlicher Seidenweberei und leb-haftem Handel; auch merkwürdig wegen des schönen Tem-pels Tsing-gdai-Tseu mit dem 208 Fuß hohen Porzellan-Thurm.

Hauptstadt des Depart. Loire-infcr. unddes gleichnam. 'Arrond. in Frankreich, 12 Lieues von dctKüste des atlantischen Ozeans entfernt, rechts an der Loire,die sich hier in mehrere Arme theilt, am Zusammenfluß desErdrc und der Sevre-Nantaise, mit 84,000 Einw. An detMündung der Loire tritt die Fluthöhe in 3 St. 43 Minute",und beiNantes in «.Stunden ein (vgl.d. Art.H a fen z ei t).Die Stadt hat eine Präfektur, Civil-Tribunal, Handels-Tribunal, Handelskammer, Börse, Marine- und Hafen-Direktion, hydrographische Schule, katholische Lehranstalten,königliche Akademie, Vorbereitungsschulc für Medizin undPharmacie, College, Icichnenschule, Taubstummenschulc,botanische Lehranstalt, Museum für Naturgeschichte, Ge-mälde, Industrie, Handel und Seewesen, mehrere Asseku-ranzen (z. B. für die See die 8»cicie ,Ie Aantos, die zu de"Sätzen von 23,000, 18,000 und 13,000 Francs versichert,dieLompagmo «1'iissuelincos moritnncs mit einem Gesellschafts-kapital von 1,280,000 Frcs.; die 8öcurü>!, I'lmlommlö u. a.),die Bank von Nantes nebst einigen Bankgeschäften, di«Rhederei-Gesellschafk, Fabriken für Baumwollzcuge, Hüte,Nägel, Leim, Jnstrumentsaiten, Seife, chemische Produkte,Segeltuch, Wollzcuge, Leinwand, Fischernetze, Fayence,Essig, Krämpel, Lichte, Eisen - und Kupfergießereien, Mes-serschmiede, Maschinenbauwerkstätten, Raffinerien, Färbe-reien, Gerbereien, Brauereien, Hanfspinnereien, Weinhan-del und Handel überhaupt und über See, Schifffahrt, Sch>^bau, Stockfischfang bei Neu-Foundland und Cap-BrctoN-Die Fahrzeuge legen am Oua> llo 1a h-osso an. Die Statststeht durch regelmäßige Dampfschifffahrt mit Bordeaul,Brest, Paimboeuf, St.-Nazairn, Angers, Revers, Orleans,Niort, Bertou, St.-Fiacre in Verbindung. Zweimal er-scheint wöchentlich ein Preis-Curant.