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Zweiter Band. H - Z.
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lautes

— 323 — Naphta

Münzen, Rechnung, Maaße und Cewichle jetzt wie in ganzFrankreich; der Curs wie in Paris.

Die bemerkenswcrthen alten Maaße und Gewichtevon Nantes sind:

tängenmauß. Die große 4uno (Elle) war — 1,38434Nieter, — 613,761 pariser Linien; die kleine -Vuno -----0,6432t Meter, — 286,618 pariser Linien.

Velreideinaaß. Das Vonneou (Faß), — 14,231 Hecto-Over, hatte 10 Saliers zu 16 lioisscnux; der Salier 142,31Liter.

öalzmaaß. Der Illuiä war — 82 guarlanls, in Ham-burg ohngefähr 19 Tonnen.

- Meinmaaß. Das lonneau (das Faß) hielt 2 pipos zu 2Oorri(^,xz (Orhoft) b 120 Pols; die Oarrique 198,88 Liter,°°° 9839,8 pariser Kubik-Zoll, die pipe also 391,18 Liter,—^9719 pariser Kubik-Zoll; der ?ot 1,6298 Liter, —92,1628 pariser Kubik-Zoll; jetzt rechnet man die karriqneiu 30 Voltes, — 231 Liter, also die Veite — 7,7 Liter, —938,176 pariser Kubik-Zoll. Die vemi-lZueue enthielt227,24 Liter.

Branntwein wurde in Fässern von gewöhnlich 30L>s 60 Veltes Inhalt verkauft, und der Preis wurde für 29Zeltes normirt, jetzt pr. Velte.

Thran wurde pr. 30 Veltes verkauft.

Del wird nach dem Gewicht verkauft.

handelsgemichl. Der guinlal oder Cenlner hatte 100Livrez oder Pfund. Das hiesige Gewicht wurde übrigensvni 1 Proc. schwerer als das alte pariser Markgcwicht ze-ichnet ; darnach war das Pfund (Hirne) von Nantes —^04,4g Gramm, — 10286,3 Holland. As, und der Centner^ninlol) — 49,440 Kilogramm. — Die Llwrxe (Last),"ach der das Gewicht mehrerer Waaren in Ballen bestimmt^Urde, hatte 3 tzuinlaux oder 300 Hirnes.

Plahgebriiuche.

Die Commissionsgebühr beträgt sowohl bei Kaufois Verkauf 2 Procent; die Commission auf Acceptevon Tratten auf Paris >/z Procent; die Assekuranz-^oin mission >/^ Procent; dieCur tage bei Ein- undErkauf von Waaren >/, Proc., und wird sowohl vom Ver-rufen als Käufer bezahlt; die Curtage der Schiffs-makler für lange Fahrt und große Küstcnfahrt 30 Centi-mes pr. Tonne der Fracht, in der Befrachtung und ebenso-Mel in der Ausladung, aber für die kleine Küstenfahrt nurM der Ausladung; die Ass e ku ra n z - Cu rta g e 1 Pro-M'lle und wird vom Versicherer bezahlt.

Preisnormen. Verkauft werden die meisten Ge-Michtswaaren pr. 30 Kilogramm, oder,»-. >/z Kilogramm;Getreide und Leinsaat pr. Hektoliter; spanische Weine undMadeira pr. Velte; inländischer Wein pr. Barrique von29t Liter, d. i. pr. 30 Veltes, gegen baar; Bordeaux- u. a.2^oin aus dem südlichen Frankreich pr. Bordeaur-Barriquevon 228 Liter; einheimische und Bordeaux-Weine, Brannt-Mein und andere Spiritussen auch pr. Velte, gegen baar;oocheimische Erbsen pr. Hektoliter oder auch pr. 80 Kilo-gramm, nach Uebereinkunft; Nüsse pr. Schachtel von 23>/2Liter Rauminhalt; Hörner pr. 104 Stück; amerikanischer

Tabak pr. 100 Kilogramm; amerikanisches Mehl pr. Faß(6a, il).

Indigo, Kasse, Kakao und rafsinirterZucker werden aufdrei Monate Zeit, alle andern Artikel auf vier Monate Zeitverkauft, von 13 Tagen nach dem Tage des Kaufes an ge-rechnet, und die Lieferung muß innerhalb 13 Tagen, vomTage des Kaufs an gezählt, ohne Unterbrechung geschehen.Nach dem Abwägen und der Ablieferung ist jede Reklama-tion ungültig. Der Verkäufer muß als Zahlung Papier aufParis annehmen, das mehr als 10 Tage zu laufen hat, sowie den eigenen Schein des Käufers in beliebiger Berfallzeit,wenn letztere den Zahlungstermin der Factura nicht über-schreitet. Ist man nicht anders übereingekommen, so ge-nießt die Zahlung vor dem bestimmten Termin eines Dis-konto von >/e Procent monatlich, ausgenommen die letzten13 Tage vor dem Termin, für die er nicht vergütetwird. — Bei den Lieferungsgeschäften läuft der Ter-min von dem Tage an, wo der Verkäufer die Waare zurVerfügung des Käufers stellt, und der Verkäufer kann jedeZahlung, die für einen frühern Termin als 15 Tage vonjener Zeit an gültig sein soll, zurückweisen. — Das velcre-äoro beträgt auf diese Fristen 1 Procent.

Hauptstadt des gleichnam. Arrondiss. inFrankreich, Dep. Ain, östlich am gleich». See, mit 4000 E.,Unter-Präfektur, Civil-Tribunal, Gesellschaft für Ackerbau,Wissenschaft und Künste, Fabriken für Seidenzeug, Sämisch-Leder, Papier, Hornkämme, Baumwoll- und Wollspinne-reien, Kaschmirweberei, städtische Schule für Gewerbe undKünste, worin Zeichnen, Bildhauerei, Modellircn, Stein-schneiderei, Musterzeichnen für Seidenzeuge rc. gelehrt wer-den; Holzhandel und viele Sägemühlen.

Hauptstadt der gleichnam. Grafschaftin Massachusetts, auf der gleich». Insel im atlant. Ozean,mit 11,000 Ew., Hafen, Wollzeug- und Segeltuchfabriken,Tauscklägereicn, Wallsischfang.

Napssta, Bergöl, Erdöl, Stein öl, Petroleum.Mit diesen verschiedenen Namen bezeichnet man ein ätheri-sches Oel, welches an manchen Orten aus der Erde fließt.Naphta, franz. blapbio ; cngl. blaplua, nennt man vorzugs-weise das ganz reine farblose oder gelbliche. Es verbrenntmit blauer Flamme, ohne Rückstand zu hinterlassen.Stein- oder Bergöl, franz. lluile pelrolo; engl. Iluck-oil,harlb-oil, in Nordamerika Senera- oder 6enesse-oil; ital.Olio c> sasso, 0. beneclett», 0. sanlo, heißt das braune,durchscheinende, zähflüssige, welches mit hellgelblicherFlamme brennt, rußende Dämpfe giebt und einen rußartigenRückstand hinterläßt. Die Raphta quillt am caspischenMeer bei Baku, wo man die emporsteigenden Dämpfe auf-fängt und anzündet als Beleucktungsmaterial benutzt. DieNaphta sammelt man in gegrabenen Brunnen. Ebenfallsreiche Quellen gräbt man im Lande der Birmanen beiPanang-Houng am Fluß Erawaddv, 80 Stunden nordöstlichvon Pegn. Es befinden sich dort 320 solcher Brunnen, de-ren Sohle ein blaßblaner, mit Oel getränkter Thon ist, derauf Dacksckiefer lagert, unter welchem eine schwefelkieSreicheSteinkohle liegt. Jeder Brunnen soll jährlich an 173Tonnen zu 930 Pfund liefern. Steinöl findet man zuAmiano im Herzogthum Parma, St. Zibio im Großherzog-

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