Band 
Zweiter Band. H - Z.
Seite
335
JPEG-Download
 

Neapel

— 333 —

Ncnnwcrth

braucht, zu 130 llarati, und der carato wiegt 0,205615Gramm, -- 4,2780 hall. As.

Medieinal- und llpolhekergewicht ist die Udkrr mit ihrenfeilen und der 4ureo von 9 Oboli, — 4'/r Irapxesi, —b'/ü »ramme.

Handelsgewicht. Der »otolo wird in 10 vccime (Zehn-^eile) getheilt und hält 1000 Irappesi oder 33'/z vnce,°ber 2'/, I.iblire, und 9 liotoli --- 23 »il>dre, 36 liotoli ---^0 t.ji,iiro. — Der Lantaro (Centner) ist zweifach: der

La

Kib

nlaro giosso (große Centner) hält 100 liotoli, — 89>/,o

lo

ogramin, -- 196,432 engl. Pfd. ar6p., --- 112,298 sicil.b°tvli, -- 183,839 Hamburger Pfund, --- 189,103 wiener^fund, — l90'/2 preuß. Pfd., — 178,736 bremer Pfund,176,317 frankf. schwere Pfund, — 190,419 frankf.Richte Pfund. Der llaniaro xiccolo (kleine Centner) hält— 32,076 Kilogramm. — 100 franz. Kl-sramm rechnet man — 112 Itololi (genau 112,2338bololi).

Die Schiffstonne oder Last hält 11 Lantari und^ kowu, ----1140 Itolioli Gewichtswaaren, oder 23 IvmoliGetreide, oder 5>/» Lalme Oel.

Plahgebränche in Neapel sind:

Die Handelskammer theilt die Kaufleute in fünf Klas-und demgemäß gewährt die Douane 6 Monate zur Be-^hlung des Zolls, wenn derselbe 13,000, 20,000, 30,000,'0,000 oder sogcr 60,000 vucail beträgt. Der Kauf ge-eicht auf lange Frist, gewöhnlich 4 bis 8 Monate und"°ch Mehr bei Manufakturwaarcn. Bei dem Kauf von Jn-b'go wird auf 12 bis 13 Monate Kredit bewilligt.

Lara berechnet man bei den meisten Artikeln die wirk-I>che. — Die Waaren-Curtage beträgt gewöhnlichProc.

Die Preise der meisten Gewichtswaaren werden nachllanlaro von 100 liolnll notirt; dagegen nach der I.lb-Seide, ätherische Oele oder Essenzen, feine Gewürze,Safran, Cacao, Opium, Gummata, Crcmor Tartari, Suc-^be, spanische Fliegen, Indigo, Cochenille, Vitriolöl, Ka-'"Eelhaar, russische Hasenfclle, Juchten, Fischbein Wachs'"'b Kupfer in Platten (Kupfer in Blöcken pr. Lanlar»);0"ch dem Lanlar» piccoio von 100 I.il,I,re: Weingeist; nach^ boiw von 12 liarlll: Wein, Weinessig, Branntwein,^'troncnsaft; nach dem 7omolo: Wallnüsse und Haselnüsse;

der Kiste van circa 330 Stück: Citronen, Pomeran-^ und Apfelsinen; eingemachte Oliven, Kapern und feinesusilöl nach der Kiste von 12 Boutcillcn; schwedischesund schwed. und russischer Theer nach der Original-^-»nne

Slia-Oel

^ulnie. J„ der neuesten Zeit stellt man den Preis des Oels^ Kleinhandel pr. Laniaro von 100 liotoli, aber auch

Salma.

^ieferungsgeschäfte an der Börse, sowohl inuatspapwren, als in Getreide, Oel ec. sind durch ein De-^t vom 3. Decbr. 1842 streng verboten. Dasselbe be-uinit: Die Lieferungsvcrkäufe der in den Dekreten vom^ und 14. December 1824 benannten Staats-

chuldschosne, ohne Deponirung oder wirklichen Besitz

; Olivenöl:pr. 8alma,

neapolitanisches, Gallipolk- und Pu-calabrisches pr. »olle (Faß) von 2^/,

der Effekten, werden als bloße Wetten betrachtet; dieje-nigen Staatsschuldschcine, welche auf Lieferung verkauftwerden, sind gesetzmäßig erst zur Ablieferungszeit wei-ter verkäuflich. Der Börsen-Agcnt ist verpflichtet, jedesabgeschlossene Geschäft in dem Staatsschuldenbuch-Negistervermerken zu lassen. Es werden ferner als Wetten be-trachtet diejenigen Verkäufe von Landesprodukten, von wel-chen die genaue Qualität und der Ort der wirklichen Exi-stenz nicht angezeigt ist. Die Börsen-Agenten und HandelS-Scnsale sind für die Wirklichkeit der Geschäfte verantwort-lich und werden im Ucbcrtretungsfall das erste Mal auf 6bis 24 Monate als unfähig für die Ausübung ihres Pa-tents, das zweite Mal aber als derselben ganz unfähigerklärt.

Ncapelgelb, Neapolitanische Erde, französ.saune >le kiaples; engl. biaples z'ellmr; ital. iliallulino, (HallollilVapoli, ist ein spießglanzhaltiges Bleioxyd, das je nachden Verhältnissen, in denen man seine Bestandtheile ge-mischt hat, eine Heller oder dunkler gelbe Farbe hat. Pas-ser, hat für die Bereitung des Neapelgelb folgende 6 Ver-hältnisse des Bleies und Spießglanzcs angegeben: 6 Bl.und 4 Sp., ferner 7: 4; 3: 4; 3: 4; 4: 2 und 3: 2; außer-dem werden auch Zusätze von >/« bis >/-2 Weinstein, '/« bis>/,§ Kochsalz, auch wohl >/,2 Alaun und Salmiak genom-men. Man kann entweder die Metalle einzeln, jedes fürsich kalciniren, dann sieben und mengen, oder auch mit ein-ander legiren und dann die Legirung kalciniren; dann wer-den die so erhaltenen Metalloxyde mit den andern Ingre-dienzien gemengt, in flachen Kalcinixtöpfen in Töpferöfe»mäßig stark gebrannt und gemahlen. In Paris hat manauch eine Menguug von 12 Th. Spießglanz (welches kalci-nirt wurde) mit 8 Theilen Mennige und 4 Th. Zinkoxydbewährt gefunden. Man wendet das Neapelgelb in derOel-, Glas-, Porzellan- und Steingutmalerci an. Eswird von allen Farbenfabriken geliefert. In neuerer Zeithat das Kasseler- und Chromgelb diesen Artikel größtcn-theils verdrängt.

Negoz, ist von dem französischen ncgoce abgeleitetund heißt der Handel, das Geschäft, daher: Regoz laut,ein Kaufmann, Großhändler; negoziren, handeln, unter-handeln, eine Anleihe negoziren, sie abschließen; — eine»Wechsel negoziren, ihn erhandeln, kaufen; Regozia-tion, der Kauf, Abschluß, die Unterhandlung.

Nehmer, Nehmer des Wechsels, Wechsel-nehmer wird zuweilen derRemittent; Nehmer desGeldes dagegen der Aussteller oder Trassant einesWechsels genannt.

Nelken, f. Gewürznelken; Nelkencassie, s. Zimmt;Nelkenpfeffcr, s. Piment.

Nellea, Rellih, ein Hohlmaaß auf der britisch-ostindischen Insel Ceylon und Getreidemaaß in Ätsch in.

Nclli, Nellih, Getreidemaaß im Reich Achem.

Ncllo » ein Gold - und Silbergewicht in Pon-dichery.

Ncnnwerth, Nominalwerth einer Münze istderjenige Werth, zu dem die Münze gesetzlich geprägt ist.Diesem entgegengesetzt ist ihr wirklicher oder Metall-oder Real-Werth, der sehr häufig niedriger, aber auch