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Nephrit
Neuburg
zuweilen höher als jener ist. Beide Werthe sind in jederMünze gegen einander gewöhnlich so verschieden, daß der Nenn-werth höher ist als der Metallwerth. Aus dieser Verschie-denheit ist das Verhältniß des Münzfußes entstanden.
Nephrit, Weitste in, engl. .lüde, ist ein einfachesMineral von lauchgrüner Farbe und schwachem Fettglanz,und der Härte — 3,8. Sein Fundort ist unbekannt. Eskommt nur verarbeitet nach Europa. Förster brachte eszuerst von der Neu-Seelands-Jnsel Tawai-Punamu nachEuropa. Dort wird er zu Beilen, Hacken rc.; in Persien,China und andern Ländern des Orients zu Säbelgriffen,Messerheften rc. gebraucht.
Neroliöl, Neroliessenz, Pomeranzcnblüthöl,Orangenblüthöl, lat. Olouin blaplwe; franz. lissencode bleroli; engl. l-lsscnce ol bieroll; ital. bissen?.» di Hervli.Es giebt von diesem äußerst wohlriechenden und geschätztendurch Destillation erhaltenen ätherischen Del mehrere Arten.Das vorzüglichste erhält man aus den frischen Pomeranzen-blüthen; eine zweite Sorte, (Neun, »oroli I, igorda,franz. lugardes llours, gewinnt man aus den Früchten vonllltrus llizaradi» macrocarp» , und die dritte, wohlfeilsteSorte, Oicum des pelites gralnos, dleroli surlin, iln, pelltxrains, aus den Blättern oder unreifen Früchten des Pome-ranzenbaumes. Das ächte Neroliöl ist im frischen Zustandebeinahe weiß, wird aber mit dem Alter röthlichgelb; derGeruch sehr angenehm und ganz dem der Orangenblüthcgleich; der Geschmack schwach bitterlich, pomeranzenartig.Da zu einem Pfunde Oel 200 Pfund frische Blüthen nöthigsind, so gehört das Neroliöl zu den kostbarsten Artikeln.Vorn feinsten kostet in Nismes und Marseille das Pfundnicht selten über 200 Francs, die mittclfeine Sorte gilt etwa100 und das bl. pellt xrains 30 Francs. Das Neroliöl ge-hört zu den feinsten Parfümericn; man nimmt es unter diewohlriechenden Wässer, besonders zu dem kölnischen Wasser,Pomaden und dergl. An Feinheit des Geruchs ist mit ihmnur das ächte Rosenöl zu vergleichen. Man bezieht diesenArtikel auch aus Italien. Vcrgl. noch den Artikel Pome-ranzenöl.
Ncrtschinsk, Kreisstadt im Guv. Jrkutsk in Ruß-land, an der chinesischen Grenze, mit 3300 El'nw.; Handelmit Pelzwcrk, besonders mit Zobelfellen. Im Kreise giebtes Silber- und Bleiminen, die durch Verbannte bearbeitetwerden.
Nessel - oder Netteltuch, franz. laile d'Orlle. ImAnfange dieses Jahrhunderts begann man, die Stengel dergroßen Brennessel auf die Art wie den Flachs und Hanf zurösten, zu brechen und zu hecheln, dann ein feines Garndaraus zu machen, woraus ein leinwandartiges(Zeug, dasNesseltuch, gewebt wurde. Obgleich die Fabrikationdieses Artikels schon in Deutschland, der Schweiz undFrankreich mit Lebhaftigkeit begonnen wurde, so blieb siedoch bald wieder liegen, da das Resseltuch durch die feinenund mittelfeincn ungebleichten Batiste von St.-Quentin,Peronne und Valenciennes, so wie die feinen bielefelderund schlesischen rohen Schleierleinen verdrängt wurde. InSachsen verarbeitet man viel Neffelgarn zu Blonden.
Netto (ital.), rein, gerade. Nctto-Gewicht,das Gewicht, welches eine Waare ohne ihre Hülle, die soge-
nannte Emballage rc., deren Gewicht die Tara ausmacht,hat, und welchem das Brutto- oder Sporco - Gewicht(s. Brutto) entgegengesetzt, ist. — Netto-Ertrag,Netto-Gewinn, Nctto-Provenue heißt, der reine §Ertrag oder Gewinn, nach Abzug aller den Gesammtge-winn kürzenden Unkosten. Ebenso nennt man: Netto-Belauf, die reine Summe einer Rechnung, nachdem allesden eigentlichen Betrag Schmälernde (Rabatt,Disconto rc-,bei Vcrkaufsrechnungcn die Spesen und Provision) in Abzuggebracht ist. — Netto-Preis ist im Buchhandel derPreis, zu welchem der Verleger dem Sortimentshänd-ler seine Verlagsartikel abläßt, im Gegensatz des Laden-preises.
Neublau, Waschblau, sächsisches odcrNeU-Lackmus, sächsisches Blau, französisch lllou de 8»xe;engl. 8»xon blue; ital. IZIu di 8»xvni»; durch Indiz blaugefärbtes und in kleine flache Täfelchen geformtes Stärk-mehl, welches zum Bläuen der Wäsche, seltner als Anstreich-farbe dient. Es wurde zuerst im Jahr 1744 vom BergrathBarth zu Großenhayn (in Sachsen) bereitet. Durch dieAnwendung des Neublau hat sich der Verbrauch des Lackmusund der Schmälte sehr vermindert. Man macht auch ReU-blau aus Stärkmchl und Berlin erb lau oder gar Bla ri-tz o l z und Heidelbeeren. Das durch Berlinerblau be-reitete bringt auf der Wäsche Eisenflccken hervor und dasmit Blauholz oder Heidelbeere gemachte färbt die Wäsche.Eine wässerige Auflösung des mit letztere» beiden Substan- -zen zubereiteten Ncublau wird durch Eisenvitriol schwarz- .Rührt die blaue Farbe von Berlinerblau her, so ist dasNeublau hell und schön von Ansehen, im Bruch glasartig,zergeht schwer im Wasser und durch kalische Flüssigkeitenwird die Farbe zerstört. Das Reublau wird in allen Far-benfabriken gemacht.
Ncu-Braunschweig, biecv llrunsuiclc, ein großesGebiet im nordöstl. Nord-Amerika, von ohngcsähr 23,030cngl.QMeilcn mit (1840:) 186,060 Einw.; seit 1630 cngl-Gebiet, und grenzt an Mainc SW., an die Fundy-Bai undNeu-Schottland SO., an den St.-Lorcnzo-Meerbuse» RO-,Unter-Canada NW. Das stark bewaldete Albany-Gebirgcstreicht aus Canada in mehreren Aesten herüber und ge-währt viel Bauholz. Ansehnlich ist außerdem die Viehzucht-An der sehr zerrissenen Küste giebt es mehrere tiefe Buchten,die Chaleur-, die Miramichi-Bucht u. a. I» diesem cngl-Koloniallande bestehen Banken in der Stadt 8t.-lobn,an der Mündung des glcichnam. Flusses, die 14,000 Einw-,und einen schönen Freihafen hat. Die hiesige Bank ist dieneu-braunschweiger Bank mit einem Kapital von 30,000Pfd. Sterl., und giebt Banknoten zu 3 Schilt, aus. EineBank besteht auch in der Stadt 8t.-.4ndre»-s, an einem Armder Passamaquoddy-Bai, mit einem Kapital von 15,00üPfund Sterling. Ebenso besteht eine Bank in der Sradt skredoi'icwvvn. Die Noten dieser Banken sind das in dieseiNLande umlaufende Papiergeld. Die Einfuhr in dieses Landbetrug 1839:1,011,546Dollars, die Ausfuhr 690 , 386 Doll-Dies Land besaß 1841 696 Schiffe von 116,240 Tonnen.
Vergleiche über die Münzen, Rechnungsweise,Maaß und Gewicht den Art. Quebec.
Neuburg, Stadt in Baiern, an der Donau, die ehe-malige Hauptstadt desHerzogthums Neuburg, mit 7000 E-i